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Der große Run auf die Onlinetickets blieb aus : Am Freitag öffnen die Berliner Freibäder – fast alle Zeitfenster noch buchbar

Seit Mittwochfrüh gibt es wieder Tickets für die Berliner Strand- und Freibäder, die am Freitag öffnen. Ein Überblick zum Saisonstart.

Der große Run auf die Onlinetickets blieb aus : Am Freitag öffnen die Berliner Freibäder - fast alle Zeitfenster noch buchbar

Noch ist das Becken im Humboldthain Menschenleer. Foto: Annette Riedl/dpa

Und dann nüscht wie raus nach Wannsee? Seit Mittwoch früh 7 Uhr ist der Online-Verkauf für die Berliner Strand- und Freibäder, die am Freitag öffnen, möglich – doch für das Nachmittagszeitfenster im Strandbad Wannsee ist von den knapp 2000 Tickets, Stand Mittwochfrüh 9 Uhr, bislang nur eine niedrige zweistellige Zahl verkauft worden. Der ganz große Run auf die Online-Tickets auch für die anderen Bäder blieb am Mittwochmorgen aus, für fast alle Zeitfenster bis zum Monatsende waren noch Tickets verfügbar.

„Ich würde ganz spontan sagen: Es liegt am Wetter“, vermutet eine Sprecherin der Berliner Bäderbetriebe (BBB) am Telefon. Und dass die Leute sich erst einmal in die Sache mit den Tests „reinfinden“ müssten. Für das Freitags-Zeitfenster bis 9 Uhr seien im sehr beliebten Sommerbad Humboldthain aber immerhin schon 69 von 91 Karten verkauft worden, im Sommerbad Kreuzberg gibt es dafür sogar kaum noch Tickets.

[Hier geht es zur Buchungsseite der Berliner Bäderbetriebe: berlinerbaeder.de/tickets]

Der Berliner Senator für Inneres und Sport, Andreas Geisel (SPD), begründete die Öffnung der Bäder bei einer Pressekonferenz am Dienstag im Sommerbad Humboldthain unter anderem damit, dass das Hygienekonzept im letzten Jahr gut funktioniert habe. Daher sind die meisten Regelungen genauso wie im vergangenen Jahr.

Wieder müssen Besucher:innen sich im Vorhinein online für ein festes Zeitfenster anmelden, welches meistens drei Stunden lang ist. Wieder können Besucher:innen Tickets ausschließlich online im Webshop kaufen, wobei Kinder bis zwölf Jahre in diesem Jahr keinen Eintritt zahlen müssen. Außerdem gelten in den Freibädern die üblichen Abstandsregeln, an Land und im Wasser.

Andreas Geisel warnte am Dienstag: „Ich hoffe sehr, dass wir trotz des Angebots nicht leichtsinnig werden. Diese Bitte geht auch an alle Berliner:innen.“ Um das Einhalten der Abstände zu gewähren, wird nur eine bestimmte Anzahl an Schwimmenden pro Bahn erlaubt sein. Wie groß die ist, hängt vom jeweiligen Bad und der Beckengröße ab.

Überblick: Diese Bäder öffnen am 21. Mai 2021

  • Kindersommerbad Platsch, ab 10 Uhr
  • Kombibad Gropiusstadt, ab 7 Uhr
  • Kombibad Seestraße, ab 7.30 Uhr
  • Kombibad Spandau Süd, ab 7 Uhr
  • Sommerbad Humboldthain, ab 7 Uhr
  • Sommerbad am Insulaner, ab 7 Uhr
  • Sommerbad Kreuzberg, ab 7 Uhr
  • Sommerbad Neukölln, ab 7 Uhr
  • Sommerbad Pankow, ab 7.30 Uhr
  • Sommerbad Wilmersdorf, ab 7 Uhr

Die Öffnungszeiten dieser verpachteten Strandbäder stehen schon fest:

  • Strandbad Grünau: ab 1. Juni, 10 Uhr
  • Strandbad Jungfernheide: ab 29. Mai, 10 Uhr
  • Strandbad Lübars: ab 28. Mai, 9 Uhr
  • Strandbad Wendenschloss: ab 1. Juni, 10 Uhr

Im Laufe des Sommers soll die Eröffnung weiterer Bäder, entsprechend der Infektionszahlen, folgen. Die Bahnen werden außerdem in doppelter Breite geleint sein. Neben den Rutschen und Sprungtürmen bleiben auch die Umkleiden fürs Erste geschlossen, als Ersatz wurden blickdichte Umkleiden im Außenbereich aufgebaut. Die Imbisse in den Bädern sollen dagegen öffnen, sodass auch in diesem Sommer niemand auf die traditionellen Freibad-Pommes verzichten muss.

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Neu ist in diesem zweiten Pandemie-Jahr, dass Besucher:innen entweder ein negatives Corona-Test-Ergebnis, einen Nachweis einer überstandenen Corona-Infektion oder einer vollständigen Impfung vorlegen müssen. Dies gilt jedoch nicht für Kinder bis zu sieben Jahren.

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Ebenfalls neu eingeführt wurde ein morgendliches Zeitfenster für Frühschwimmer, das in vielen Bädern ab 7 Uhr beginnt, sowie die Öffnung der Bäder in den Abendstunden von 19.30 Uhr bis 21 Uhr für Schwimmvereine. Der Sportsenator wolle damit die Wiederaufnahme des Schwimmtrainings unterstützen und den Sport im Allgemeinen fördern.

Ebenfalls neu in diesem Jahr: Auch Menschen, die keine Möglichkeit zur Online-Bezahlung haben, können Tickets online erwerben, diese aber an der Badkasse bezahlen.

Auch wenn die Wassertemperatur im Sommerbad Humboldthain zurzeit nur 17 Grad beträgt, freut sich Johannes Kleinsorg, Vorstand der Berliner Bäder-Betriebe, auf die Saison: „Ich bin zuversichtlich, dass es ein guter Badesommer wird. Jetzt muss nur noch das Wetter stimmen.“

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