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Coronavirus in der Region : Berlin weist zweithöchste Inzidenz aller Bundesländer auf – nach Bremen

Zahl der PCR-Tests sprunghaft gestiegen + Bürgermeister von Neukölln erwartet Lockdown-Debatte bei weiter steigenden Zahlen + Der Corona-Blog.

Coronavirus in der Region : Berlin weist zweithöchste Inzidenz aller Bundesländer auf – nach Bremen

Ein Schild mit der Aufschrift «2G+» hängt in einem Fenster einer Gaststätte. Foto: dpa

Die Corona-Inzidenz in Berlin ist nach einem leichten Rückgang am Montag wieder gestiegen. Der Wert lag am Dienstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 962,8. Am Montag waren es 947,7. Allerdings wies der Berliner Senat in seinem Lagebericht auch am Dienstag darauf hin, dass wegen technischer Probleme Daten aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf nicht übermittelt werden konnten. Berlin weist weiterhin die zweithöchste Inzidenz aller Bundesländer auf, nach Bremen und vor Hamburg. (Mehr dazu unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Zahl der PCR-Tests sprunghaft gestiegen – auf fast 47.000 pro Woche 
  • Bei weiter steigenden Infektionszahlen: Neuköllns Bezirksbürgermeister Hikel erwartet eine erneute Lockdown-Debatte
  • Maskenpflicht im Nahverkehr: BVG weitet Kontrollen nicht aus
  • 2G-Plus und FFP2-Maskenpflicht: Diese schärferen Corona-Regeln gelten in Berlin seit Samstag
  • Mehr Service: Wie gut wirkt meine Corona-Impfung noch, wann brauche ich den Booster? Die Antwort gibt der Tagesspiegel-Impfschutzrechner.
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Coronavirus in der Region : Berlin weist zweithöchste Inzidenz aller Bundesländer auf – nach Bremen

Zahl der PCR-Tests sprunghaft gestiegen – auf fast 47.000 pro Woche

Die Zahl der PCR-Tests in Berlin ist erheblich gewachsen – auf zuletzt fast 47.000 pro Woche. Sie schwanke zwar, steige aber stetig an, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. So gab es vom 13. bis 19. Dezember in den landeseigenen Testzentren 9.826 PCR-Tests und in den gewerblichen Teststellen 3.181. In der vergangenen Woche vom 10. bis 16. waren es in den landeseigenen Testzentren 32.197 Tests und in den gewerblichen Teststellen 14.736.

„Die Labore weiten ihre Kapazitäten außerdem soweit wie möglich aus“, so eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung. Das werde für die Omikron-Welle allerdings nicht reichen. „Deshalb hat der Bundesgesundheitsminister eine Priorisierung für PCR-Tests angekündigt.“ Wie diese umgesetzt werde, sei noch offen. „Denkbar wäre zum Beispiel eine Priorisierung der begrenzt verfügbaren PCR-Tests auf symptomatische Personen und gegebenenfalls vulnerable Gruppen.“

Einen entsprechenden Antrag zur Änderung der Corona-Teststrategie hat Berlin bereits gestellt. Das geht aus einem Beschlussentwurf hervor, der den Gesundheitsministern vor einer Videokonferenz am Montagabend vorlag. Damit soll einer Überlastung der Laborkapazitäten entgegengewirkt werden.

Berlins neue Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) hat in der vergangenen Woche mehrfach darauf hingewiesen, dass die PCR-Testkapazitäten angesichts der steigenden Nachfrage nicht ausreichten. Am Donnerstag sagte sie im Abgeordnetenhaus: „Wir können selbstverständlich die PCR-Kapazitäten noch etwas steigern in Berlin, das tun wir auch.“ Um das zu erreichen kündigte sie unter anderem längere Öffnungszeiten und mehr Personal für die landeseigenen Testzentren an. „Aber eins ist auch klar: Es wird am Ende nicht reichen.“ (dpa)
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Corona-Inzidenz in Berlin bei 962,8   

Die Corona-Inzidenz in Berlin ist nach einem leichten Rückgang am Vortag wieder gestiegen. Der Wert lag am Dienstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 962,8. Am Montag waren es 947,7. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben. Allerdings wies der Berliner Senat in seinem Lagebericht auch am Dienstag darauf hin, dass wegen technischer Probleme Daten aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf nicht übermittelt werden konnten. Berlin weist weiterhin die zweithöchste Inzidenz aller Bundesländer auf, nach Bremen und vor Hamburg.

Laut RKI wurden in Berlin zwischen Montag und Dienstag 7551 Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 404.691. Weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 wurden nicht registriert. Seit Pandemiebeginn starben in Berlin nachweislich 4067 Menschen an oder mit dem Virus. (dpa)
 

Hikel erwartet Lockdown-Debatte bei weiter steigenden Corona-Zahlen

Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Martin Hikel, rechnet bei weiter zunehmenden Corona-Zahlen mit einer Lockdown-Debatte. „Wenn die Zahlen weiter so krass ansteigen, werden wir um eine Lockdown-Diskussion nicht herumkommen“, sagte der SPD-Politiker dem Nachrichtenportal „Welt“ (Montag). „Entscheidend ist dann die Lage in den Krankenhäusern. Auch wenn anteilig weniger Menschen schwer erkranken, kann das bei sehr vielen Infektionen eben auch zu sehr hohen Zahlen im Krankenhaus führen“, so Hikel mit Blick auf die Virusvariante Omikron.
Wenn sich die Lage in den Kliniken bundesweit zuspitze, müsse man gegebenenfalls auch wieder härtere Maßnahmen treffen. Er denke dabei an das, was man aus dem vergangenen Winter kenne, sagte Hikel. „Also beispielsweise die Schließung von Geschäften. Es ist möglich, dass wir wieder über Ausgangssperren sprechen – auch wenn ich da verfassungsrechtliche Zweifel habe. Wir dürfen zudem nicht vergessen, welche wirtschaftlichen Folgen die Schließung von Geschäften hatte.“

Er wisse, dass viele Gewerbetreibende sich sehr verantwortungsvoll verhielten. „Deswegen finde ich es immer schwieriger, solche Maßnahmen zu vertreten. Und trotzdem können wir sie nicht ausschließen, weil wir letztlich die Gesundheitsversorgung sicherstellen müssen.“ (dpa)

BVG weitet Kontrollen der Maskenpflicht nicht aus

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen die Kontrollen wegen der seit Samstag geltenden verschärften Maskenpflicht in Bussen und Bahnen nicht ausweiten. Ob Fahrgäste sich an die betreffenden Regeln halten, werde grundsätzlich schon seit Einführung der Maskenpflicht im Frühjahr 2020 kontrolliert, sagte BVG-Sprecher Johannes Schwentu am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Das macht der Sicherheitsdienst im Rahmen der regulären Streifentätigkeit.“ Dafür seien bei der BVG rund 250 Mitarbeiter im Einsatz. Die regelmäßigen Kontrollen beschränkten sich allerdings nicht auf die Maskenpflicht. „Die Allermeisten halten sich aber auch ohne Kontrolle daran.“
Schwentu wies darauf hin, dass die verschärfte Maskenpflicht nur in den Fahrzeugen, aber nicht auf den Bahnsteigen oder im Bahnhofsbereich gilt. In Bussen und Bahnen sind nun FFP2-Masken vorgeschrieben. „Kinder und Jugendliche zwischen und 14 Jahren können weiter eine normale medizinische Maske tragen“, sagte Schwentu. Für Kinder unter sechs gilt die Maskenpflicht ohnehin nicht.
„Wir werden am Anfang verstärkt auf Kommunikation und Information setzen“, sagte der BVG-Sprecher. Fahrgästen, die sich ausdrücklich weigern, eine Maske beziehungsweise eine FFP2-Maske zu tragen, drohe allerdings eine Strafe. (dpa)

Mehr Corona-Infizierte in Brandenburg – Inzidenz steigt auf 580,7

Die Zahl der Corona-Infizierten in Brandenburg nimmt weiter zu. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Potsdam stieg die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag auf 580,7, nach 573,2 am Sonntag. Vor einer Woche hatten sich 518 Menschen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt. Damit liegt Brandenburg über dem Bundeswert, den das Robert Koch-Institut am Montagmorgen mit 528,2 angab.
Die höchste regionale Sieben-Tage-Inzidenz verzeichnet derzeit der Landkreis Havelland mit 887,1 Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Es folgen Potsdam mit einem Wert von 874,7 und der Kreis Teltow-Fläming (800,9).
Die Omikron-Variante ist seit dem Jahreswechsel in Brandenburg dominant. Omikron verbreitet sich schneller als die bisher dominierende Delta-Variante des Coronavirus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der Omikron-Fälle in den vergangenen Tagen deutlich. Bis Freitag wurden demnach insgesamt 3247 Fälle der Coronavirus-Variante gezählt. Darunter seien 521 Fälle, die mit einer Gesamtgenomsequenzierung nachgewiesen wurden, und 2726 Verdachtsfälle, die über eine Polymerase-Kettenreaktion (PCR) festgestellt wurden.
Die Warnampel steht bei der Sieben-Tage-Inzidenz weiter auf Rot. Beim Anteil der Intensivbetten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten ist die Ampel mit 14,7 Prozent im gelben Bereich. Bei den neuen Krankenhauspatienten mit Covid-19 steht sie mit 2,73 auf Grün. 437 Menschen liegen mit einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus, davon befinden sich mit Stand Sonntag 112 auf Intensivstationen.
Innerhalb eines Tages kamen 702 neue Corona-Infektionen landesweit hinzu. Allerdings hatten mehrere Landkreise am Wochenende keine Daten übermittelt, wie aus der Übersicht des Gesundheitsministeriums hervorgeht. (dpa)

Nur zwei Bezirke melden Fallzahlen –  Inzidenz in Berlin leicht gefallen

Die Corona-Zahlen in Berlin sind erstmals seit längerem wieder etwas gesunken. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag meldete, lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 947,7 – nach 965,3 am Sonntag. Berlin weist damit bundesweit weiterhin den zweithöchsten Wert nach Bremen und vor Hamburg auf. 
Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg weist mit einem Wert von 1596,3 die höchste Inzidenz aller Stadt- und Landkreise in  Deutschland auf. Bundesweit gab das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag mit 528,2 an.
Auffällig ist allerdings, dass nur zwei Berliner Bezirke, nämlich Neukölln und Reinickendorf, aktuelle Corona-Zahlen gemeldet haben. Das dürfte die großen Einfluss auf die Entwicklung der Gesamtzahlen haben. Per Hinweis weist die Gesundheitsverwaltung im Lagebericht schon seit Tagen darauf hin, dass Marzahn-Hellersdorf aufgrund einer technischen Störung keine Zahlen melden kann. 
Laut RKI wurden in Berlin, also eigentlich nur in Neukölln und Reinickendorf, zwischen Sonntag und Montag 220 Neuinfektionen registriert. Die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 397.139. Weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 wurden nicht registriert. Seit Pandemiebeginn starben in Berlin nachweislich 4067 Menschen an oder mit dem Virus.
Der Anteil der für Covid-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen liegt laut Gesundheitsverwaltung bei 17,8 Prozent. Die Hospitalisierungs-Inzidenz (Zahl der Krankenhaus-Einweisungen im Zusammenhang mit Corona pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche) liegt bei 13,1.
Inzwischen sind gut drei Viertel der Berlinerinnen und Berliner mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft (76 Prozent). Als vollständig geimpft gelten 73,4 Prozent. Mehr als sieben Millionen Impfungen wurden inzwischen verabreicht. (mit dpa)

Neue Corona-Regeln ab Montag in Brandenburg – 2G plus für Gaststätten

In Brandenburg gelten die schärferen Corona-Regeln von Montag an. Die 2G-plus-Regel greift dann für den Besuch von Gaststätten. Wer geimpft und genesen ist, aber keine Booster-Impfung hat, braucht einen tagesaktuellen negativen Corona-Test. Kinder unter 6 Jahren benötigen keinen Nachweis. Wer unter 18 Jahren ist, braucht einen Nachweis für die vollständige Impfung, aber keinen Test und keine Booster-Impfung.
Die 2G-plus-Regel gilt aber nicht mehr, wenn sich die Lage in den Krankenhäusern entspannt. Nach einem Kompromiss mit der CDU wird sie ausgesetzt, wenn die Warnampel bei der Sieben-Tage-Inzidenz neuer Krankenhauspatienten mit Covid-19 landesweit eine Woche lang auf Gelb oder Grün ist und zugleich beim Anteil der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten auf Grün. Das ist derzeit nicht der Fall.
Im öffentlichen Nahverkehr gilt ab Montag eine FFP2-Maskenpflicht. Die Tragepflicht für FFP2-Masken und OP-Masken wird ausgeweitet: Bisher konnten sie in Innenräumen etwa in Kinos, Theatern und bei Gerichtsverhandlungen abgenommen werden, falls bis zum nächsten Sitzplatz mindestens ein Meter Abstand war. Das fällt jetzt weg. (dpa)

Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg erneut gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten neuen Corona-Ansteckungen nähert sich in Brandenburg der Marke von 600. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen stieg auf 573,2, wie das Gesundheitsministerium am Sonntag in Potsdam mitteilte. Der bundesweite Durchschnittswert liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts mit 515,7 darunter. Innerhalb eines Tages kamen 1807 neue Corona-Fälle hinzu, von drei Kommunen fehlten neue Daten.

Die Sieben-Tage-Inzidenz neuer Infektionsfälle in Brandenburg ist regional sehr unterschiedlich. Den höchsten Wert hat die Landeshauptstadt Potsdam mit 874,7, gefolgt vom Kreis Havelland mit 809,4. Am geringsten ist sie derzeit im Kreis Elbe-Elster mit 223,6 und im Kreis Oberspreewald-Lausitz mit 268,5.

Die Brandenburgerinnen und Brandenburger müssen ab Montag schärfere Corona-Regeln mit 2G plus in Gaststätten beachten. Wer geimpft und genesen ist, braucht dann ohne Auffrischimpfung einen tagesaktuellen negativen Test. Kinder unter 6 Jahren benötigen keinen Nachweis, unter 18-Jährige müssen vollständig geimpft oder genesen sein. Im öffentlichen Nahverkehr gilt ab Montag eine FFP2-Maskenpflicht.

Nach einem Kompromiss mit der CDU wird 2G plus ausgesetzt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz neuer Krankenhauspatienten mit Covid-19 landesweit eine Woche lang unter 6 bleibt (die Warnampel ist auf Gelb) und zugleich der Anteil der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten unter 10 Prozent ist (die Warnampel ist auf Grün). Weil aber der letzte Wert der Intensivbetten mit 16,1 Prozent vom 13. Januar im gelben und nicht im grünen Bereich liegt, gilt die 2G-plus-Regel ab Montag. (dpa)

2245 Neuinfektionen in Berlin – Inzidenz bei 965,3 

Die Corona-Zahlen in Berlin bleiben auf hohem Niveau. In den vergangenen sieben Tagen wurden 965,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner registriert, das geht aus den veröffentlichten Zahlen der Gesundheitsverwaltung vom Sonntag hervor. Am Samstag hatte die Inzidenz in Berlin bei 956,9 gelegen, am Freitag bei 949,8. Vor einer Woche wurde noch ein deutlich niedrigerer Wert von 685,7 gemeldet.
Weiterhin verzeichnen vier Berliner Bezirke Inzidenzen von mehr als 1000: Den höchsten Wert hat Friedrichshain-Kreuzberg, wo die Inzidenz von Samstag auf Sonntag von 1586,6 auf 1644,3 stieg. Dahinter liegen Neukölln (1418,2), Mitte (1353,2) und Reinickendorf (1190,5). 
Erneut nicht berücksichtigt sind im Lagebericht am Sonntag in den Berliner Zahlen Daten aus Marzahn-Hellersdorf. Der Bezirk übermittele wegen einer technischen Störung keine Daten, hieß es. 

Stadtweit wurden 2245 Corona-Neuinfektionen registriert, jedoch keine weiteren Todesfälle. 
Der Anteil der für Covid-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen liegt laut Gesundheitsverwaltung bei 18,5 Prozent. Die Hospitalisierungs-Inzidenz (Zahl der Krankenhaus-Einweisungen im Zusammenhang mit Corona pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche) liegt bei 13,5.
Seit Ausbruch der Pandemie haben sich 396.904 Menschen in der Stadt infiziert. Inzwischen sind gut drei Viertel der Berlinerinnen und Berliner mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft (76 Prozent). Als vollständig geimpft gelten 73,4 Prozent. Mehr als sieben Millionen Impfungen wurden inzwischen verabreicht.   Corona-Inzidenz steigt in Brandenburg – Schärfere Regeln ab Montag
Die Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten neuen Corona-Ansteckungen ist in Brandenburg weiter gestiegen. In den vergangenen sieben Tagen wurden 539,7 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner registriert, wie das Gesundheitsministerium am Samstag in Potsdam mitteilte. Das ist mehr als der bundesweite Durchschnittswert, den das Robert Koch-Institut mit 497,1 angab. Vor einer Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg noch bei 481,4. Regional ist sie in Potsdam mit 809,4 mit Abstand am höchsten, gefolgt von Teltow-Fläming mit 728,1. Potsdam und Teltow-Fläming grenzen an Berlin, das mit seinem Wert nahezu bei 1000 liegt.

Ab Montag gelten in Brandenburg schärfere Corona-Regeln mit 2G plus in Gaststätten: Wer geimpft und genesen ist, braucht ohne Auffrischimpfung einen tagesaktuellen negativen Test. Kinder unter 6 Jahren brauchen dann keinen Nachweis, unter 18-Jährige müssen vollständig geimpft oder genesen sein.

2G plus wird nach einem Kompromiss mit der CDU ausgesetzt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz neuer Krankenhauspatienten mit Covid-19 landesweit eine Woche lang unter 6 bleibt (die Warnampel ist auf Gelb) und der Anteil der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten zugleich unter 10 Prozent ist (die Warnampel ist auf Grün). Weil zuletzt 16,1 Prozent der Intensivbetten belegt waren, gilt jedoch 2G plus ab Montag. Im öffentlichen Nahverkehr gilt ab Montag eine FFP2-Maskenpflicht. (dpa)

Corona-Inzidenz in Berlin steigt auf 956,9

Die Corona-Zahlen in Berlin bleiben hoch. In den vergangenen sieben Tagen wurden 956,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner registriert, wie die Gesundheitsverwaltung am Samstag mitteilte. Am Freitag hatte die Inzidenz in Berlin bei 949,8 gelegen, am Donnerstag noch bei rund 918,6. Vor einer Woche wurde ein Wert von 647,9 gemeldet.
Weiterhin verzeichnen vier Berliner Bezirke Inzidenzen von mehr als 1000: Den höchsten Wert hat Friedrichshain-Kreuzberg, wo die Inzidenz von 1520,7 auf 1586,6 stieg. Dahinter liegen Neukölln (1488,2), Mitte (1332,4) und Reinickendorf (1161,6). 
Nicht berücksichtigt sind im Lagebericht am Samstag in den Berliner Zahlen Daten aus Marzahn-Hellersdorf. Der Bezirk übermittele wegen einer technischen Störung keine Daten, hieß es. 

Stadtweit wurden 6069 Corona-Neuinfektionen registriert sowie vier weitere Todesfälle. 
Der Anteil der für Covid-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen liegt laut Gesundheitsverwaltung bei 18,3 Prozent. Die Hospitalisierungs-Inzidenz (Zahl der Krankenhaus-Einweisungen im Zusammenhang mit Corona pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche) liegt bei 13,1.
Seit Ausbruch der Pandemie haben sich 394.659 Menschen in der Stadt infiziert, mehr als jeder zehnte Einwohner. Inzwischen sind gut drei Viertel der Berlinerinnen und Berliner mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft (76 Prozent). Als vollständig geimpft gelten 73,4 Prozent. Mehr als sieben Millionen Impfungen wurden inzwischen verabreicht. 

In Berlin gelten ab Samstag verschärfte Corona-Regeln

Die Berlinerinnen und Berliner müssen sich erneut auf verschärfte Corona-Regeln einstellen. Von Samstag an gelten unter anderem strengere Zugangsregeln für Restaurants, Kneipen und Cafés. Nach einem Beschluss des Berliner Senats vom Dienstag gilt die 2G-plus-Regel. Das heißt, Zutritt haben nur noch Geboosterte oder doppelt Geimpfte und Genesene mit negativem Testergebnis. Das gilt auch für Veranstaltungen ab zehn Teilnehmern etwa im Kultur-, Freizeit- und Sportbereich. Ausgenommen sind jeweils Kinder unter 14 Jahren.

Bei der Umsetzung der 2G-plus-Regel geht Berlin über die Vereinbarung von Bund und Ländern vom Freitag vor einer Woche hinaus, die sich auf die Gastronomie beschränkt hatte. Der Senat begründete das unter anderem mit dem Ziel, einheitliche und verständliche Maßnahmen treffen zu wollen.
Außerdem tritt am Samstag eine verschärfte Maskenpflicht in Bussen und Bahnen in Kraft: Im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist nun generell das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben. Die etwas dünneren sogenannten OP-Masken reichen nicht mehr.
Die neuen Quarantäne-Maßnahmen, auf die sich Bund und Länder verständigt hatten, gelten in Berlin bereits seit Freitag. Danach entfällt die Quarantäne für geboosterte Kontaktpersonen, also Personen mit vollständigem Impfschutz und Auffrischungsimpfung. Sie entfällt auch für frisch Geimpfte und Genesene, wenn die Erkrankung oder die Impfung weniger als drei Monate zurückliegt.
Für alle anderen endet die Quarantäne beziehungsweise Isolation nach zehn Tagen. Bereits nach sieben Tagen lässt sie sich vorzeitig mit einem negativen Schnelltest oder PCR-Test beenden. (dpa)

Woidke ruft Kommunen zu einheitlichem Vorgehen bei Corona-Regeln auf 

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Kommunen zu einer einheitlichen Umsetzung der Corona-Regeln aufgerufen. „Wir sind ein Land, in dem möglichst weitgehend gleiche Regeln gelten sollten. Davon bin ich fest überzeugt“, sagte Woidke am Freitag in Potsdam. „Ich glaube, dass das nicht zielführend wäre, wenn wir auf der Landkreisebene von Landkreis zu Landkreis unterschiedliche Regelungen hätten.“ Er reagierte damit bei einer Pressekonferenz auf eine Frage zu einer Äußerung des Landrats von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt (SPD).

Schmidt hatte dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am Dienstag gesagt, die Kreisverwaltung werde derzeit keine Verstöße bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen weiterverfolgen. Dabei geht es zum Beispiel um die Maskenpflicht. Er verwies auf die personelle Situation der Verwaltung und darauf, dass der Kampf gegen die Pandemie derzeit Priorität habe. Schmidt hält die Maßnahmen gegen Demo-Teilnehmer außerdem für überzogen.

Innenminister Michael Stübgen (CDU) sagte, der Landrat habe in einem Schreiben an die Polizeiinspektion angekündigt, der Kreis sei derzeit nicht in der Lage, umgehend solchen Ordnungswidrigkeitsanzeigen nachzugehen. „Das heißt aber in keiner Weise, dass er erklärt hat (…), dass er diese Ordnungswidrigkeitsanzeigen nicht weiter verfolgt.“ Dies könne bis zum Ablauf einer Frist auch später geschehen. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) kündigte an, sie wolle mit dem Landrat demnächst telefonieren. (dpa)

Wegen Corona: Bühnen müssen teils umplanen 

Die steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus fordern auch deutsche Bühnen heraus. In Berlin werden mehrere Vorstellungen wegen Infektionen im Ensemble verschoben. Das Deutsche Theater in der Hauptstadt verlegt sowohl die Premiere von René Polleschs neuer Inszenierung „So billige Träume. Und so gut“ als auch die Premiere von Armin Petras‘ neuer Arbeit „Auferstehung“.
„Wir sind anderthalb Jahre sehr gut durch die Pandemie gekommen und haben aber nun seit Dezember trotz Impfungen doch mehrere Coronafälle gerade auch im Ensemble gehabt“, teilte Intendant Ulrich Khuon der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend mit. Das habe Änderungen im Spielplan nach sich gezogen. Einerseits seien Premieren verschoben worden, aber ihnen sei es auch gelungen, durch Umbesetzungen oder Ersatzvorstellungen einen großen Teil an Ausfällen zu verhindern. „Die Situation hat sich einerseits verschärft, was die Zahl der Infektionen angeht, aber andererseits provoziert es auch den Ehrgeiz im Haus, trotzdem an Deck zu bleiben.“
Es sei wie so oft: In Schwierigkeiten bewähre sich die Gemeinschaft, teilte Khuon mit. „Wir agieren vorsichtig, aber nicht ängstlich, und finden es wichtig, Kultur- und Theatererlebnisse unter Einhaltung der Hygienebestimmungen weiterhin zu ermöglichen.“
Auch an der Deutschen Oper in Berlin fallen einige Termine wegen Corona-Infektionen aus. Abgesagt wurden Vorstellungen von „Der Zwerg“, weil für die Wiederaufnahme nicht geprobt werden kann. Auch eine Aufführung der „Zauberflöte“ fällt aus. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland zuletzt stark gestiegen. Nach Daten des Robert Koch-Instituts wurden erstmals mehr als 90 000 Ansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet. (dpa)

15 Berliner Schulen im Wechselunterricht

Die Corona-Situation ist mittlerweile so angespannt, dass an einigen Schulen der reguläre Betrieb beeinträchtigt ist, weil es viele Quarantäne- und Infektionsfälle gibt. Die Inzidenzen in der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen liegen bei rund 1800 und damit fast doppelt so hoch wie der ohnehin hohe Berlin-Wert von 949,8
Im Wechselunterricht befinden sich aber nur 15 von insgesamt 806 Schulen. Im Distanzunterricht befindet sich keine Schule. Die Zahlen geht aus der wöchentlichen Erhebung positiver PCR-Tests an Schulen von der Senatsverwaltung für Bildung hervor. Vergangene Woche standen im Stufenplan noch alle Schulen auf grün, unterrichteten also in Präsenz. Die Senatsverwaltung bekräftigte das Vorhaben, am Präsenzunterricht festzuhalten und verteidigte ihren Stufenplan. „Schülerinnen und Schüler haben durch die Schulschließungen des vergangenen Jahres massiv gelitten. Deshalb wollen wir am Präsenzunterricht festhalten solange das möglich ist“, sagte Sprecher Martin Klesmann. Forderungen nach einem Plan B lehnte er ab. „Mit unserem Stufenplan haben wir einen Plan A, B und C. Und zwar schulscharf.“
Doch es sind nicht nur die tatsächlichen Infektionen: Auch Lehrkräfte, die selbst infizierte Kinder haben und diese betreuen müssen oder deshalb in Quarantäne sind, fallen aus. Hinzu kommen Lehrer:innen und Schüler:innen, die aufgrund eines positiven Schnelltests auf das Ergebnis eines PCR-Tests warten und deshalb auch erstmal ein bis zwei Tage zu Hause bleiben müssen. Einen Überblick darüber, wie viel Unterricht coronabedingt ausfällt, gibt es nach Auskunft der Senatsbildungsverwaltung nicht, das werde nicht separat erhoben. (Sonja Wurtscheid)

BVG schränkt Busfahrplan wegen Corona-Fällen ein

Wegen stark steigender Kranken- und Quarantänefälle müssen muss die BVG ihren Betrieb einschränken. Betroffen ist zunächst nur der Busbereich – allerdings soll die Fahrplan-Anpassung hier nur der Beginn sein.

Berliner Tierärzte wollen gegen Corona impfen

Die Berliner Tierärzte können vorerst noch nicht bei den Corona-Impfungen helfen, hoffen aber darauf, bis Ende Januar loslegen zu können. „Etwa die Hälfte der Tierärzte in den Praxen ist bereit, sich zu engagieren“, sagte der Vorsitzende des Berliner Landesverbandes Praktizierender Tierärzte, Jan Wolter, der Deutschen Presse-Agentur. Entsprechende Schulungen hätten jetzt begonnen, zunächst online für den theoretischen Teil.
Beim praktischen Teil, einer zweistündigen Schulung in einem Impfzentrum, hakt es laut Wolter noch. Veterinäre hätten hier bislang keinen Zutritt, weil landesrechtliche Regelungen dazu fehlten. Er sei aber optimistisch, dass dies ebenso im Verlauf des Monats geklärt wird wie andere noch offene Fragen. So fehlten etwa noch Geräte zur Datenübertragung.
Mitte Dezember hatten Bundestag und Bundesrat beschlossen, dass neben Arztpraxen, mobilen Teams oder Impfzentren auch Apotheker, Zahn- und Tierärzte gegen Corona impfen dürfen. In Berlin gibt es nach Angaben Wolters etwa 450 Tierarztpraxen mit 650 Veterinären. Etwa doppelt so viele weitere Tierärzte arbeiten in Behörden wie Veterinärämtern oder in Unternehmen. (dpa)

Mehr Schüler und Lehrer in Brandenburg mit Coronavirus infiziert  

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Schüler und Lehrer hat in Brandenburg wieder zugenommen. Nach einem Rückgang in der ersten Woche nach den Weihnachtsferien stieg nach Angaben des Bildungsministeriums vom Freitag die Zahl der positiv getesteten Lehrkräfte von 237 auf 331. Auch bei den Schülerinnen und Schülern gab es mit 3289 einen Zuwachs der Corona-Ansteckungen. In der vergangenen Woche waren es mit 2185 Fällen über 1000 Infektionen weniger.

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Quarantäne stieg von 4801 auf 7889, wie das Ministerium weiter berichtete. Auch bei den Lehrkräften war demnach ein Anstieg zu verzeichnen. So befinden sich derzeit 485 Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne nach 340 in der Vorwoche.

Im laufenden Schuljahr gibt es im Land 923 Schulen, rund 25 000 Lehrkräfte sowie rund 297 700 Schülerinnen und Schüler an Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft. (dpa)

Corona-Inzidenz in Brandenburg steigt über 500  

Das Coronavirus breitet sich in Brandenburg weiter aus. In den vergangenen sieben Tagen wurden im Land 503,3 Neuinfektionen auf 100 000 Menschen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Vor einer Woche waren es noch 441,9 gewesen. Den bundesweiten Durchschnitt der Sieben-Tage-Inzidenz gab das Institut am Freitag mit 470,6 an.

Die Lage in den Kliniken entspannt sich weiter: Die Warnampel schaltete bei einem Wert von 2,92 neuen Krankenhauspatienten mit Covid-19 je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen erstmals wieder auf Grün nach 3,3 am Vortag. Auch der Anteil der Covid-19-Patienten bei Intensivbetten sank – von 17,4 auf 16,1 Prozent. Das Ampelsystem steht in diesem Bereich auf Gelb. Nur bei der Sieben-Tage-Inzidenz zeigt die Ampel weiter Rot, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

In den vergangenen 24 Stunden kamen landesweit 2721 neue Corona-Fälle hinzu nach 3263 am Donnerstag. Seit Ausbruch der Pandemie wurden in Brandenburg 268 143 Infektionen erfasst. Besonders stark gestiegen waren die Corona-Zahlen zuletzt in Landkreisen, die an Berlin grenzen. So ist die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Potsdam mit 724,8 landesweit am höchsten, gefolgt Teltow-Fläming (648,2) und Potsdam-Mittelmark (592,2). Sieben Landkreise und die kreisfreien Städte Cottbus und Potsdam liegen über der Marke von 500 Ansteckungen je 100 000 Einwohner in einer Wochen.

Vollständig geimpft sind nach Daten des RKI mit Stand Donnerstag 66,0 Prozent der Brandenburger Bevölkerung. 39,7 Prozent haben bereits eine Auffrischimpfung erhalten. In beiden Bereichen liegt das Land im Bundesländervergleich auf dem vorletzten Rang. (dpa)

Brandenburg vor Sonderweg für 2G plus – Kompromissvorschlag liegt vor  

Brandenburg steht voraussichtlich vor einem Sonderweg für die 2G-plus-Regel in Gaststätten. Die CDU-Fraktion beriet am Freitag über einen Kompromissvorschlag von SPD und Grünen. Er sieht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vor, dass die Regelung nicht gelten würde, wenn die Warnampel auf Grün ist. Zuvor hatten „Märkische Oderzeitung“ und „B.Z.“ darüber geschrieben.

2G plus – mit Test oder Booster-Impfung – soll nur oberhalb einer Zahl neuer Krankenhauspatienten je 100 000 Einwohner in sieben Tagen von 3 und einem Anteil von Covid-19-Patienten in Intensivbetten von über 10 Prozent eingeführt werden. Die CDU-Fraktion hatte davor gewarnt, dass 2G plus für viele Gastronomen existenzgefährdend sei. Das Kabinett wollte am Freitag über die neue Verordnung entscheiden. (dpa)

Intensivmediziner fürchten Überlastung der Krankenhäuser

Die schnell steigende Zahl von Corona-Infektionen könnte Berlins Krankenhäuser schon bald vor eine Belastungsprobe stellen. „Wir haben Personal eingebüßt, und das Personal, was noch da ist – da kann ja keiner mehr. Wenn wir wieder Patientenzahlen wie aus der zweiten Welle haben – egal auf welchen Stationen -, dann droht wirklich eine Überlastung“, sagte der Chefarzt am Sankt Gertrauden-Krankenhaus in Berlin-Wilmersdorf, Jörg Weimann, der Tageszeitung „taz“ (Freitag).

„Wir haben jetzt schon nahezu alle verschiebbaren Behandlungen verschoben. Das wird noch weitergehen. Und diese Welle, die jetzt kommt, ist mit den vergangenen Wellen kaum vergleichbar“, sagte Weimann, der das Save-Berlin-Netzwerk koordiniert, in dem die Berliner und Brandenburger Intensivstationen vertreten sind.

„Nun sind wir Intensivmediziner von Hause aus aber eher Pessimisten und bereiten uns aufs Schlimmste vor“, sagte Weimann. Seriös lasse sich nicht sagen, wie schlimm es werde. „Aber wenn wir tatsächlich gleichzeitig einen hohen Ausfall in allen Lebensbereichen inklusive der Krankenhäuser haben und viele Patienten kommen – selbst wenn die nur Sauerstoff brauchen und jemanden, der nach ihnen schaut -, dann sind wir in einer Situation, in der gar nicht mehr viel geht“, sagte Weimann, der Chefarzt der Anästhesie und interdisziplinären Intensivmedizin ist.

„Der größte Teil unserer Kolleginnen und Kollegen ist geimpft und geboostert. Nach der Anpassung der Rechtsverordnung müssen die Geboosterten nicht mehr in Quarantäne, das ist für uns total beruhigend“, sagte Weimann. „Aber unser Personal wird ja nicht nur ausfallen, weil sie selbst in Quarantäne oder Isolation müssen, sondern zum Beispiel auch, weil die Kita zumacht oder das Schulkind zu Hause bleiben muss.“ (dpa)
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