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Coronavirus in der Hauptstadtregion : Universität Potsdam führt im neuen Jahr 2G ein

Schulen sollen weitere Millionen Corona-Schnelltests bekommen + Brandenburg sieht Massenanfall von Erkrankten – Kliniken am Limit + Der Corona-Blog.

Coronavirus in der Hauptstadtregion : Universität Potsdam führt im neuen Jahr 2G ein

Universität Potsdam am Neues Palais.Foto: Sebastian Gabsch PNN

Die Universität Potsdam will im neuen Jahr 2G-Regeln einführen. Ab dem 3. Januar sollen Studierende vor Ort nur noch geimpft oder genesen an Vorlesungen und Seminaren teilnehmen dürfen (Mehr dazu unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Aktuelle Zahlen in Berlin: Inzidenz steigt auf 342,7, in Intensivbehandlung sind 243 Covid-19-Patienten, ihr Anteil beträgt 23,2 Prozent.
  • Ab Mittwoch verschärfte Corona-Regeln in Berlin: Alle Details lesen Sie hier
  • Für Grundimmunisierung oder Booster: Hier gibt es Impfungen ohne Termin in Berlin
  • Mehr Service: Wie gut wirkt meine Corona­Impfung noch, wann brauche ich den Booster? Die Antwort gibt der Tagesspiegel-Impfschutzrechner
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Coronavirus in der Hauptstadtregion : Universität Potsdam führt im neuen Jahr 2G ein

Universität Potsdam führt im neuen Jahr 2G ein 

Die Universität Potsdam will im neuen Jahr 2G-Regeln einführen. Ab dem 3. Januar sollen Studierende vor Ort nur noch geimpft oder genesen an Vorlesungen und Seminaren teilnehmen dürfen, wie die Universität mitteilte. „Die weiterhin angespannte Pandemielage hat dazu geführt, dass wir als größte Hochschule Brandenburgs mit diesem Schritt vorangehen“, begründete Universitätspräsident Oliver Günther die Entscheidung. Man wolle damit auch erneuten Schließungen vorbeugen. Die Zugangsbeschränkungen sollen rigoros durchgesetzt werden. Für die Kontrollen plant die Universität nach den Angaben vom Mittwoch zusätzliche Kosten von 100 000 Euro ein. (dpa) 

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Schulen sollen weitere Millionen Corona-Schnelltests bekommen 

Berlins Schulen, Kitas und Jugendhilfe-Einrichtungen sollen weitere gut 30 Millionen Corona-Schnelltests bekommen. Dafür hat der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses am Mittwoch bis zu 65 Millionen freigegeben, wie die Senatsverwaltung für Bildung mitteilte. Damit soll gesichert werden, dass ausreichend Corona-Tests zum Schutz der Kinder und Jugendlichen sowie des Personals bis zu den Osterferien zur Verfügung stehen. Dazu gehören auch Lolli-Schnelltests für Kinder in Kindertageseinrichtungen, die den Angaben zufolge voraussichtlich ab Mitte Januar bereitgestellt werden. Dann sollen sich auch Kitakinder wie Schülerinnen und Schüler dreimal die Woche testen lassen.
„Mit der Bestellung, die wir nun auslösen, werden wir auch in Zukunft genug Tests für Berlin zur Verfügung haben“, sagte die scheidende Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). In kaum einer Einrichtung in Berlin werde so intensiv getestet wie an Schulen. „Wir wollen an unserer bewährten Teststrategie weiter festhalten, zudem soll flankierend eine Testpflicht in Kitas eingeführt werden.“
Berlin hat nach Angaben der Bildungsverwaltung in 2020 bisher Schnelltests im Wert von rund 102 Millionen Euro für Schulen und Kitas beschafft beziehungsweise bestellt. Davon wurden laut Bildungsverwaltung 9,9 Millionen Euro kurzfristig als außerplanmäßige Ausgabe zur Verfügung gestellt. Denn seit November werde an den Berliner Schulen dreimal – statt zuvor zweimal – wöchentlich getestet. Die Kitas seien verpflichtet, den Sorgeberechtigten zwei selbsttestfähige Schnelltests pro Woche auszuhändigen. (dpa)

Geht doch: Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche setzt 2G-Regel umNoch in der vergangenen Woche hatten es die Veranstalter des  Charlottenburger Weihnachtsmarkts rund um die Gedächtniskirche kaum für möglich gehalten, den von vielen Passanten geprägten Breitscheidplatz einzuzäunen. Nun haben die AG City und der Berliner Schaustellerverband es doch auf eine praktikable Weise geschafft.
An fünf Eingängen wird gemäß der 2G-Coronaregel kontrolliert, ob die Besucherinnen und Besucher geimpft oder genesen sind. Vorschriftsgemäß lässt sich der Sicherheitsdienst auch die Ausweise der Gäste zeigen, um die Angaben abzugleichen.
Am Mittwochnachmittag waren deutlich weniger Leute zu sehen als in den vorherigen Tagen, an denen nur eine Maskenpflicht geherrscht hatte. Ein Lederwarenanbieter beklagte, er habe bisher nichts verkauft. Ein Textilhändler fand die Gästezahl dagegen „normal“ für die Tageszeit. Abends werde es sicherlich voller.
Pech haben auf jeden Fall die Schausteller, die ein paar Buden jenseits der Platzes in der Tauentzienstraße aufgestellt hatten. Diese Stände sind nun geschlossen. Die Betroffenen können nur auf die vom Berliner Senat in Aussicht gestellten Entschädigungen für solche Fälle hoffen.
Für Fußgänger, die den Platz lediglich überqueren wollen, gibt es einen frei zugänglichen Weg auf einer umgewidmeten Fahrbahnspur des Kurfürstendamms. In der Folge bleibt für den Auto- und Busverkehr dort nur eine Spur übrig, der Verkehr stockt manchmal etwas. Der Radweg entlang der Budapester Straße verläuft außerhalb des Zauns und kann weiterhin genutzt werden.

Coronavirus in der Hauptstadtregion : Universität Potsdam führt im neuen Jahr 2G ein

Für die 2G-Kontrollen stehen Pagodenzelte auf dem Breitscheidplatz.   Bild: Cay Dobberke

277 Bundeswehrsoldaten und RKI-Teams unterstützen Brandenburger Gesundheitsämter

Wegen der drastisch steigenden Zahl der Corona-Infektionen in Brandenburg helfen 277 Bundeswehrsoldaten den Gesundheitsämtern bei der Kontaktnachverfolgung. Das teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, mit. Zudem unterstützten wie zu Beginn der Pandemie sogenannte Containment Scouts des Robert Koch-Instituts als Teams die Gesundheitsbehörden bei der Bearbeitung der Fälle. Sie sollen nach RKI-Angaben insbesondere dabei helfen, Kontaktpersonen schneller und effektiver nachzuverfolgen oder übernehmen die Betreuung von Beratungshotlines zu Covid-19. Die ersten Scouts – darunter Medizin Studierende – hatten nach RKI-Angaben bereits im April 2020 ihre Arbeit in den örtlichen Gesundheitsämtern begonnen.
Zur Entlastung der Gesundheitsämter sei zudem die Strategie gewechselt worden, berichtete Hesse. Die Behörden konzentrierten sich jetzt auf die sogenannten Index-Personen – also die Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, und nicht mehr auf sämtliche Kontakte der Betroffenen. So könnten Infizierte schneller isoliert und gegebenenfalls größere Ausbrüche verhindert werden. Die Mehrzahl der Landkreise und kreisfreien Städte habe außerdem Allgemeinverfügungen mit zentralen Quarantäne-Vorgaben erlassen, das erleichtere die Arbeit der Ämter ebenfalls. (dpa)

Clubcommission: Tanzen mit PCR-Tests wieder ermöglichen? 

In Berliner Clubs darf seit Mittwoch nicht mehr getanzt werden – das sehen schärfere Regeln vor, die angesichts hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus greifen. Nach Einschätzung eines Verbands könnten nun etliche Häuser wieder vorübergehend zumachen. „Die meisten werden schließen“, sagte Sprecher Lutz Leichsenring von der Clubcommission am Mittwoch. Manche könnten auf Restaurants oder den Barbetrieb setzen, andere hätten diese Alternativen nicht.
Neben den ökonomischen Schäden mache das viele auch psychisch fertig. Auch sie wünschten sich eine sichere Lösung, sagte Leichsenring der Deutschen Presse-Agentur. Das Tanzverbot, das in den Innenräumen von Clubs nun gilt, hält er aber für keine sinnvolle Lösung. Seiner Meinung nach könnte sich das Tanzen nun in Privatwohnungen und Partykeller verlagern. „Das wird unweigerlich passieren.“
Der Verband würde das Tanzen in Clubs gerne mit PCR-Tests ermöglichen. Ähnliches hatten mehrere Clubs schon in einem Modellprojekt im Sommer ausprobiert. Sie hätten auch mit Anbietern gesprochen – die Kapazitäten seien vorhanden, sagte Leichsenring. Ein Testergebnis könne man innerhalb von vier bis fünf Stunden bekommen.
Die Clubcommission hofft dabei auf Unterstützung der künftigen Landesregierung und der neuen Gesundheitssenatorin. Kurz vor Weihnachten soll Franziska Giffey (SPD) zur neuen Regierenden Bürgermeisterin gewählt werden. Als künftige Gesundheitssenatorin ist die hessische Grünen-Politikerin Ulrike Gote vorgeschlagen. Bisher hat Dilek Kalayci von der SPD das Amt inne. In Berlin lag die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut am Mittwoch bei 342,7. (dpa)

Impfzentrum in Potsdamer Schinkelhalle öffnet

In Brandenburg ist mit der Schinkelhalle in Potsdam ein weiteres großes Impfzentrum eröffnet worden. Insgesamt fünf Impfstraßen stehen seit diesem Mittwoch für Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen zur Verfügung, wie die Stadt mitteilte. Pro Woche seien 3000 Impfungen möglich.
Die Nachfrage sei groß, für die ersten vier Tage seien Termine innerhalb weniger Stunden vergriffen gewesen, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) zur Eröffnung. Die Stadt hoffe, dass sich mit der Einrichtung der Impfstellen noch mehr Menschen entschließen, sich impfen zu lassen. „Denn nur, wenn wir die Impfquote erhöhen und gleichzeitig schnell alle bereits doppelt Geimpften boostern, können wir diese Pandemie beenden“, betonte Schubert.
Als zweite große Impfstelle öffnet am kommenden Freitag (10.12) die Metropolishalle in Potsdam-Babelsberg. Angeboten werden als Impfstoffe Moderna, Biontech und Johnson & Johnson. Dabei wird Biontech nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission überwiegend für unter 30-Jährige angeboten. Moderna wird bei Menschen über 30 Jahre genutzt. Beide Impfstellen werden durch die Stadt in Zusammenarbeit mit dem DRK-Landesverband Brandenburg betrieben.
Angebote gibt es unter anderem auch in der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) im städtischen Impfzentrum auf dem Messegelände, in der überregionalen Impfstelle in der Messe Cottbus, im Impfzentrum Luckenwalde (Teltow-Fläming) in der Fläminghalle, in Eberswalde (Barnim), Pritzwalk (Prignitz), in den Ruppiner Kliniken in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) und am ehemaligen Flughafen Schönefeld im Kreis Dahme-Spreewald. Ziel der Landesregierung ist die Erhöhung der Kapazitäten auf 100 Stellen im Land.
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Brandenburg 62,7 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft nach 62,4 Prozent am Vortag. 16,1 Prozent haben mit dem Stand vom Dienstag eine Auffrischungsimpfung erhalten. (dpa)

Coronavirus in der Hauptstadtregion : Universität Potsdam führt im neuen Jahr 2G ein

Fünf Impfstraßen haben ab sofort in der Potsdamer Schinkelhalle von Mittwoch bis Samstag für Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen geöffnet.   Bild: Jens Kalaene/dpa

Berliner Schulleiterverband begrüßt Impfungen jüngerer Kinder

Der für Mitte Dezember geplante Start von Corona-Impfungen in Berlin für Kinder zwischen fünf und elf Jahren ist aus Sicht von Berliner Schulleitern der richtige Schritt. „Vor einem Vierteljahr hätte ich gesagt, lieber noch nicht, aber jetzt begrüße ich das“, sagte die Vorsitzende des Interessenverbands Berliner Schulleitungen (IBS), Astrid-Sabine Busse, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Busse, selbst Leiterin einer Grundschule in Neukölln, wies in dem Zusammenhang auch auf die von der Weltgesundheitsorganisation als „besorgniserregend“ eingestufte Omikron-Variante des Coronavirus hin, die inzwischen in Berlin mehrfach nachgewiesen wurde.
Busse hält auch die Pläne der Gesundheitsverwaltung für richtig, Kinderimpfungen in Schulen möglich zu machen. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hatte am Dienstag angekündigt, derzeit würden geeignete Schulen gesucht. Auch ihre Grundschule sei angefragt worden, sagte Busse. „Wir hatten bei uns auch schon mal Wochenendimpfaktionen in der Turnhalle mit großem Erfolg, aber für Erwachsene“, so die Schulleiterin. Organisatorisch seien auch Impfungen für Kinder machbar: „Da muss man aber sehr genau planen, wenn es parallel zum Schulbetrieb sein soll. Aber es könnte ja auch Sonnabend, Sonntag sein“, sagte Busse.
Busse kann auch der Absicht der Gesundheitsverwaltung, in den Weihnachtsferien sowohl in den Impfzentren als auch in den Schulen Impftermine anzubieten, einiges abgewinnen: „Die Idee ist schon richtig.“ Für das Virus gebe es keine Feiertage, sagte Busse. „Und die Lehrkräfte müssen nicht anwesend sein. Die impfen ja nicht, das machen die Profis.“ (dpa)

Coronavirus in der Hauptstadtregion : Universität Potsdam führt im neuen Jahr 2G ein

Astrid-Sabine Busse ist die Leiterin der Grundschule in der Köllnischen Heide in Berlin-Neukölln und Vorsitzende des Interessenverbandes Berliner Schulleitungen (IBS).   Bild: Christoph Soeder/dpa

Kliniken am Limit: Brandenburgs Gesundheitsministerium sieht Massenanfall von Erkrankten

Immer mehr Krankenhäuser in Brandenburg stoßen wegen der steigenden Zahl der zu behandelnden Covid-Fälle an ihre Belastungsgrenze, vor allem im Süden. Innerhalb des Landes müssen mehr Patienten in andere Krankenhäuser verlegt werden, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Es wies die Träger der Rettungsdienste auf den sogenannten Massenanfall von Erkrankten hinaus, die diesen nun ausrufen können. Damit kann die Koordination durch die Rettungsdienste der Landkreise und Städte besser gesteuert werden. Unter anderem gibt es mehr Verlegungskapazitäten.
Die Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner nach einer Corona-Infektion innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden, stieg von 5,45 auf 6,16. Die Warnampel ging von Gelb auf Rot. Auch die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen nahm weiter zu. Nach 24,7 Prozent am Dienstag stieg der Anteil auf 24,8. Die Warnampel steht in diesem Bereich schon länger auf Rot.
Insgesamt wurden dem Ministerium zufolge 13 Patienten im Rahmen des sogenannten Kleeblatt-Systems verlegt. Am vergangenen Freitag waren es demnach fünf Covid-Intensivpatienten aus Brandenburg, die Berlin aufnahm. Weitere acht Corona-Patienten wurden Anfang dieser Woche in die Hauptstadt verlegt. „Die nächsten Wochen werden eine extreme Belastungsprobe“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Die Lage in den Krankenhäusern sei überall sehr angespannt. Die Zahl der zu versorgenden Covid-Patienten folge nach dem Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz zwei bis drei Wochen später.
Dieser Wert sank im Vergleich zum Vortag landesweit leicht von 636,6 auf 635,1. Innerhalb eines Tages kamen 3435 neue Corona-Infektionen hinzu nach 1848 am Dienstag. 42 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung. 810 Patienten werden mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, 182 liegen auf Intensivstationen, hiervon müssen mit Stand Dienstag 144 beatmet werden. (dpa)
Mehr zur Corona-Pandemie in Potsdam und Brandenburg lesen Sie im Newsblog der Potsdamer Neuesten Nachrichten: tagesspiegel

Corona-Inzidenz wieder gestiegen – weiter unter Vorwochen-Niveau

Die Corona-Inzidenz ist in Berlin wieder gestiegen – sie verharrt allerdings weiter unter dem Niveau von vergangener Woche. Laut den aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Wert am Mittwochmorgen bei 342,7. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich neu mit dem Virus infiziert haben. Am Dienstag waren es laut RKI noch 336,8. Am Mittwoch vor einer Woche lag der Wert allerdings noch bei 370,2.
Besorgniserregend bleibt indes die Lage auf den Intensivstationen. 23,2 Prozent der Intensivbetten sind aktuell mit Covid-19-Patienten belegt, wie aus dem Lagebericht der Berliner Gesundheitsverwaltung am Mittwoch hervorgeht. Vor einer Woche lag die entsprechende Auslastung noch bei unter 20 Prozent. Ab diesem Wert zeigt die entsprechende Corona-Ampel des Senats Rot und signalisiert damit dringenden Handlungsbedarf.
Zwischen Dienstag und Mittwoch registrierten die Gesundheitsämter in Berlin laut RKI 2910 Neuinfektionen. Die Zahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 290.582. Zehn weitere Menschen sind zudem nachweislich im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Seit Beginn der Pandemie zählte das RKI damit 3877 Corona-Tote in der Hauptstadt.
Weiterhin kommen in Berlin mehr Covid-Patienten in die Krankenhäuser. Der Senat gab die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz am Mittwoch mit 4,4 an. Der Wert gibt an, wie viele von 100.000 Menschen binnen sieben Tagen mit einer Covid-Erkrankung ins Krankenhaus gebracht werden.
In stationärer Behandlung befinden sich laut Lagebericht der Gesundheitsverwaltung (Stand: Dienstagmittag) 710 Corona-Patienten, davon werden 243 intensivmedizinisch versorgt. (dpa/Tsp)

Ab heute gilt 3G in Berlin auch auf Bahnsteigen

Berlinerinnen und Berliner müssen bei der Fahrt mit U- und S-Bahn ab diesem Mittwoch schon auf dem Bahnsteig mit 3G-Kontrollen rechnen. Auch dort gilt dann die Regel, dass sie genesen, geimpft oder getestet sein müssen. Bislang galten die sogenannten 3G-Regeln nur für die Fahrzeuge. Der Berliner Senat hatte sie vergangene Woche mit der aktuellen Corona-Verordnung entsprechend ausgeweitet. Die Kontrollen sollen nach wie vor stichprobenhaft erfolgen. Laut Senat gilt die 3G-Pflicht nur an den Bahnsteigen von S- und U-Bahnen, nicht jedoch in den übrigen Teilen der Bahnhöfe und auch nicht an Bus- und Tramstationen.
Bei der Berliner S-Bahn sind für die Kontrollen eigenen Angaben zufolge das Sicherheitspersonal sowie speziell geschulte Kontrolleure zuständig. Die Fahrgäste sollen über die digitalen Kanäle sowie über Anzeigen auf den Bahnsteigen über die Neuregelung informiert werden.
Die Durchsagen in den Zügen will das Unternehmen nach und nach entsprechend aktualisieren. Bei der neuesten S-Bahn-Baureihe können Ansagen zentral eingespielt werden. Bei älteren Fahrzeugen muss das für jeden Zug einzeln geschehen.
Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen die 3G-Kontrollen bei den U-Bahnen nun stichprobenartig auf die Bahnsteige ausweiten. Im Rahmen von Schwerpunktkontrollen mit Zusammenarbeit der Polizei werde es auch Zugangskontrollen zu den Bahnsteigen geben, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Allerdings: „Flächendeckende Zugangskontrollen sind nicht möglich.“
In den vergangenen zwei Wochen hatte die BVG eigenen Angaben zufolge mehrere Schwerpunktkontrollen in den Zügen durchgeführt. Nur ein geringer Teil der Fahrgäste habe keinen 3G-Nachweis vorweisen können, hieß es. (dpa)

Coronavirus in der Hauptstadtregion : Universität Potsdam führt im neuen Jahr 2G ein

Im Rahmen von Schwerpunktkontrollen mit Zusammenarbeit der Polizei werde es auch Zugangskontrollen zu den Bahnsteigen geben, teilte ein BVG-Sprecher mit.   Bild: Carsten Koall/dpa

Schärfere Corona-Regeln in Berlin – auch auf Weihnachtsmärkten

Angesichts der hohen Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus gelten ab diesem Mittwoch in Berlin noch schärfere Regeln. Mit Maßnahmen wie strengeren Obergrenzen bei Veranstaltungen, Kontaktbeschränkungen bei privaten Treffen oder einem Tanzverbot in Clubs und Diskotheken will der Senat die Situation besser in den Griff bekommen. Neu ist auch, dass nun generell auf Weihnachtsmärkten die 2G-Regel gilt – plus Maskenpflicht. Manche Veranstalter haben bereits von Anfang an auf die schärferen Kontrollen gesetzt, andere hatten sich an der Regelung für Wochenmärkte orientiert.

Wegen der Verschärfung der Corona-Regeln wird der Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz umzäunt und die Besucher werden kontrolliert. Nach Angaben einer Sprecherin gibt es fünf Zugänge mit Zelten. Zutritt erhalten Besucherinnen und Besucher dann nur noch mit Impf- oder Genesenennachweis und gültigem Ausweis. Bislang ist der Weihnachtsmarkt offen zugänglich, es herrscht Maskenpflicht. (dpa)
Einen Überblick über die Details der verschärften Corona-Regel finden Sie hier:

Drei Betroffene in Potsdam: Erste Omikron-Fälle in Brandenburg nachgewiesen

In Brandenburg sind die ersten Fälle von Infektionen mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Betroffen sind drei Menschen aus Potsdam, teilte die Stadt am Dienstagabend mit. Die positiven Corona-Tests stammten den Angaben zufolge aus der vergangenen Woche – anschließend wurde sequenziert. Die Untersuchungen seien abgeschlossen, am Dienstag habe das Ergebnis vorgelegen, erklärte ein Sprecher.
Nach Angaben der Stadt handelt es sich bei einem der Infizierten um einen Reiserückkehrer aus Südafrika, bei dem zweiten um eine direkte Kontaktperson. Die dritte Person sei offenbar nicht im Ausland gewesen und habe sich in der Region angesteckt, erklärte die Bereichsleiterin Öffentlicher Gesundheitsdienst, Kristina Böhm. Im Umfeld seien weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Ob es sich dabei auch um die Omikron-Variante handelt, muss nun ermittelt werden“, so Böhm.
Auch bei einer weiteren gebürtigen Potsdamerin sei mittlerweile eine Infektion mit der Omikron-Variante nachgewiesen worden, sie befinde sich aber außerhalb Brandenburgs in Quarantäne und sei nach einem positiven Test am Flughafen gar nicht erst nach Potsdam zurückgekehrt.
Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) kündigte unterdessen verstärkte Untersuchungen von positiven Tests an. „Um den Überblick zu behalten, wie schnell sich die Virusvariante ausbreitet und dabei die anderen Varianten verdrängt, werden wir die Sequenzierungsquote ausschöpfen und bei außergewöhnlichen Clustern zusätzlich sequenzieren. Das haben wir bereits bei der Ausbreitung der Delta-Variante so gemacht.“ Die aktuelle Entwicklung zeige, wie schnell sich die neue Variante verbreite, so Schubert. (dpa)

Brandenburg will Kontakte weiter beschränken

Die Brandenburger Landesregierung will angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen die Corona-Regeln weiter verschärfen. Vorgesehen seien unter anderem eine weitere Kontaktbeschränkung für Ungeimpfte, Obergrenzen für private Feiern und für Versammlungen im Freien, teilte die Staatskanzlei am Dienstag nach der Kabinettssitzung mit.Hinzu soll eine generelle Schließung von Clubs und Diskotheken kommen, falls der Landtag eine epidemische Notlage erklären sollte. 
Diese Erklärung soll auf Antrag der rot-schwarz-grünen Koalitionsfraktionen am kommenden Montag in einer Sondersitzung des Landtags erfolgen. Am Dienstag soll die aktualisierte Verordnung dann voraussichtlich vom Kabinett beschlossen werden, wie die Staatskanzlei mitteilte.
Die Belegung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten sei sehr hoch und die Situation auf den Intensivstationen besorgniserregend, hieß es zur Begründung. „Deshalb müssen wir, so wie die anderen Bundesländer, auf Basis der Vereinbarungen mit der Bundesregierung weitere Einschränkungen festlegen“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). (dpa)

Restaurants sollen offen bleiben – Kalayci appelliert an Bürger für die Weihnachtstage

Die Restaurants in Berlin sollen weiter offen bleiben, sofern sich die Corona-Lage nicht dramatisch verschärft, sagte die geschäftsführende Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag. Bevor die Schließung von Gastronomie nötig würde, sind nach Auskunft der Gesundheitssenatorin „weitere Eskalationsstufen“ wie Testpflicht auch für Geimpfte und Genesene sowie die Anordnung von Abstandsregeln möglich. Das gelte auch für Bars und Clubs, wenn diese „unter Gastronomiebedingungen“ – also ohne Tanz – öffnen.

Generell gelte allerdings weiter die Empfehlung, Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Um die Weihnachtszeit sei wegen anstehender Feiern ohnehin eine Erhöhung der Infektionszahlen zu erwarten, was sich verzögert auch in den Krankenhäusern bemerkbar machen werde. Deshalb bitte sie die Menschen dringend, auf große Feiern zu Weihnachten und Silvester zu verzichten, sagte Kalayci. „Bitte nutzen Sie die Zeit zur Entschleunigung.“

Weniger Biontech-Dosen als bestellt kommen in Berlin an

Berlin erhält zurzeit wesentlich weniger Biontech-Impfstoff als beim Bund bestellt. Nach Angaben der geschäftsführenden Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) waren für die vergangenen beiden Wochen je 30.600 Dosen bestellt. Geliefert worden seien für die vergangene Woche 14.640 und für die laufende 6510 Dosen.  
Der Biontech-Impfstoff werde für Unter-30-Jährige und für Schwangere gebraucht. Engpässe seien nicht auszuschließen, aber Spahn habe zugesagt, Lieferungen vorzuziehen. Vom – laut Studien ebenso wirksamen – Moderna-Impfstoff ist nach Angaben von Kalayci ausreichend vorhanden.

Bisher drei bestätigte Omikron-Fälle in Berlin

Zur Omikron-Variante des Virus gibt es in Berlin nach Angaben der geschäftsführende Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) bisher drei bestätigte Fälle und einen Verdacht. Die drei bestätigten Fälle beträfen zwei Reiserückkehrer aus Südafrika und eine Kontaktperson.

Die Labore in Berlin sind nach Auskunft von Kalayci zu 90 Prozent ausgelastet. 85.000 PCR-Tests pro Woche seien machbar, 76.000 seien es in der vorletzten Woche gewesen. Eine Regelanpassung, um die Kapazitäten zu schonen – also weniger PCR-Tests zu machen – sei bundesweit in Arbeit, sagte Kalayci. Details dieser Regelung nannte sie nicht.

Senat rechnet am Donnerstag mit Stiko-Entscheidung für Kinder

Für Donnerstag rechnet der Senat laut der geschäftsführenden Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) mit einer Entscheidung der Ständigen Impfkommission (Stiko), ob Impfungen von Vier- bis Elfjährigen empfohlen werden. Man habe Stiko-Chef Mertens in einem Gespräch am Montag gebeten, der Entscheidung – als denkbar gilt eine Empfehlung nur für Risikogruppen – möglicherweise eine Formulierung hinzuzufügen im Sinne von: Wenn Eltern die Impfung ihres Kindes auch wünschen, spreche nichts dagegen. Mertens habe zugesagt, diese Bitte zu prüfen.

Weil nicht genau klar sei, wann der Impfstoff für Kinder in Berlin verfügbar sei, habe man einen Impfstart am 15. Dezember avisiert. Dafür würden 15 spezielle Kabinen in Tegel hergerichtet sowie je zehn auf dem Messegelände und im ICC. Die tägliche Kapazität hänge vom Personal der Hilfsorganisationen ab. 

Details einer Impfkampagne in den Schulen würden zurzeit vorbereitet. Kindgerechte Impfangebote, beispielsweise an Wochenenden im FEZ Wuhlheide und im Naturkundemuseum, würden geprüft. Sie bitte jedoch „möglichst viele Kinder- und Jugendärzte“, ebenfalls zu impfen, sagte die Senatorin. Generell gelte, dass Kinder unter 16 Jahren zur Impfung von einem Elternteil begleitet werden müssten.

Über-60-Jährige bekommen Booster-Einladung – Neue Impfstellen in Spandau und Neukölln

Nach Informationen von der geschäftsführenden Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) haben 46 Prozent der Über-60-Jährigen die Auffrischung inzwischen erhalten. Nachdem bereits die Über-70-Jährigen angeschrieben worden seien, sollen als Nächstes die Menschen ab 60 zum Boostern eingeladen werden.

In der vergangenen Woche seien knapp 250.000 Menschen geimpft worden – ein Plus von 22 Prozent im Wochenvergleich. „Einen herzlichen Dank“ sprach Kalayci nicht nur den Beteiligten der Impfkampagne aus, sondern auch allen Berlinerinnen und Berlinern, die die Angebote des Landes angenommen haben.

Das Personal fürs Impfmanagement sei bereits deutlich aufgestockt worden, aber weitere Helfer:innen würden gebraucht. Neue Impfstellen sollen in den Spandau-Arkaden und neben dem Estrel-Hotel in Neukölln etabliert werden. Die Impfstelle in Spandau soll noch in dieser Woche startklar sein, die bereits länger geplante im ICC Mitte nächster Woche.

Kalayci gibt sich vorsichtig optimistisch

Die geschäftsführende Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sieht die Corona-Situation in Berlin wieder vorsichtig optimistisch. In der Pressekonferenz nach der Senatssitzung am Dienstag sagte sie, die Sieben-Tage-Inzidenz liege in Berlin mit 337 pro 100.000 Einwohner etwa 100 unter dem Bundesdurchschnitt und dem Wert in Brandenburg. Das gelte für alle Altersgruppen.

Es habe in den vergangenen sieben Tagen „eine leicht positive Entwicklung“ gegeben, „aber noch keine Trendwende, noch keine Entwarnung“. 22,3 Prozent der Intensivbetten seien inzwischen mit Corona-Patienten belegt. 230 Intensivpatienten „bedeuten eine Verdopplung in den letzten vier Wochen“. Drei Viertel der Intensivpatienten seien ungeimpft. Die wöchentlichen Todeszahlen seien lange zweistellig gewesen und zuletzt auf einen einstelligen Wert gesunken.

Berlin sei als Großstadt strukturell ein Hotspot im Infektionsgeschehen. Insofern zeige die relativ niedrige Inzidenz, dass die richtigen Maßnahmen ergriffen worden seien – etwa durch massives Vorantreiben der Booster-Impfungen. Bei denen habe Berlin „einen deutlichen Vorsprung, weil wir frühzeitig gestartet sind“.

Brandenburg: Linke-Fraktion setzt sich für allgemeine Impfpflicht ein

Die Linke-Fraktion im Brandenburger Landtag setzt sich für eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus ein. „Impfen ist das Einzige, das uns aus der Pandemie hilft“, sagte Fraktionschef Sebastian Walter am Dienstag im Landtag in Potsdam. Walter forderte die Landesregierung auf, die Impfkampagne und die Aufklärung der Bürger über die Corona-Impfungen stärker voranzutreiben. „Die einzige Langzeitwirkung der Impfung, die ich kenne, ist ein großer Schutz gegen schwerwiegende Krankheitsverläufe“, sagte er mit Blick auf Ängste von Impfgegnern. (dpa)

Inzidenz bei 336 – Sinkende Tendenz im Vergleich zur Vorwoche

Die Corona-Inzidenz in Berlin ist im Vergleich zur Vorwoche etwas gesunken. Laut den aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl am Dienstagmorgen bei 336,8. Vor einer Woche betrug der Wert 372,1. (Zur Erinnerung: Er gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich mit dem Virus infiziert haben.) Bundesweit lag der Wert am Dienstagmorgen bei rund 432. Erstmals seit September sank die Dynamik der Sieben-Tage-Inzidenz auf einen negativen Wert.

2615 neue Infektionen wurden registriert. Vor einer Woche waren es 3172 Neuinfizierte. 12 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden gemeldet. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Berlin lag damit bei 3867.

Weiterhin kommen in Berlin mehr Covid-Patienten in die Krankenhäuser. Der Senat gab die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz am Montag mit 4,6 an. Der Wert gibt an, wie viele von 100.000 Menschen binnen sieben Tagen mit einer Covid-Erkrankung ins Krankenhaus gebracht werden. Mehr als jedes fünfte Intensivbett ist von Corona-Patienten belegt. Die entsprechende Ampel im Warnsystem des Landes steht auf Rot. (dpa)
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