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Coronavirus in der Hauptstadtregion : Franziska Giffey fordert flächendeckende 2G-Regelung für Berlin

SPD-Landeschefin will Ungeimpften in vielen Bereichen Zutritt verwehren + Impfzentren stocken wegen „Booster-Boom“ Kapazitäten auf + Der Corona-Blog für Berlin.

Coronavirus in der Hauptstadtregion : Franziska Giffey fordert flächendeckende 2G-Regelung für Berlin

Sie soll Berlins nächste Regierende Bürgermeisterin werden: Franziska Giffey (SPD).Foto: Jörg Carstensen/dpa

Berlins SPD-Landesvorsitzende Franziska Giffey hat eine flächendeckende Einführung der 2G-Regelung in der Hauptstadt gefordert. Ungeimpfte sollten demnach keinen Zugang mehr zu Kultureinrichtungen, Clubs, Fitnessstudios, Restaurants, Kinos oder auch für Besuche in Krankenhäusern oder Pflegeheimen bekommen. Ausnahmen geben solle es nur für Kinder und jene, die sich nicht impfen lassen können. Es müsse aber alles getan werden, um einen weiteren Lockdown zu vermeiden. (Mehr dazu unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Die aktuellen Zahlen: Die Inzidenz liegt 195. 119 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen.
  • Wegen „Booster-Boom“: Impfzentren stocken Kapazitäten wieder auf
  • Mehr Service: Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Berlin – ein Überblick.
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Giffey will strengere Corona-Regeln mit mehr 2G

Berlins SPD-Landesvorsitzende Franziska Giffey hat sich für strengere Corona-Regeln ausgesprochen. „Wir müssen alles dafür tun, einen weiteren Lockdown, insbesondere die Schließung von Schulen und Kitas, zu vermeiden.“ Das teilte Giffey, die sich im Dezember zur Regierenden Bürgermeisterin wählen lassen will, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mit. „Angesichts der weiter steigenden Infektionszahlen plädiere ich für die Pflicht zur Anwendung und Ausweitung der 2G-Regel an Orten und bei Ereignissen, an denen viele Menschen zusammenkommen.“
Mit der 2G-Regel wird der Zugang auf Geimpfte und Genesene beschränkt. Nach Giffeys Worten müssen aber Ausnahmen bleiben für Kinder und diejenigen, für die es keinen Impfstoff gibt oder die sich nicht impfen lassen können. „Für alle anderen sollte gelten: Ungeimpfte können zum Beispiel keinen Zugang zu Kultureinrichtungen, Clubs, Fitnessstudios, Restaurants, Kinos oder auch zu Besuchen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen bekommen.“
Die Lage sei ernst, hob Giffey hervor. Deshalb seien wieder strengere Regeln erforderlich. Das Infektionsgeschehen müssen eingedämmt werden. Die Berlinerinnen und Berliner, die Wirtschaft sowie Kultur- und Sportveranstaltungen bräuchten Planungssicherheit. Deshalb müsse auch wieder verstärkt kontrolliert werden, ob die Corona-Regeln eingehalten werden.
Derzeit gilt in Berlin, dass Betreiber etwa von Restaurants oder Veranstalter selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu ihren Innenräumen Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder nur noch Geimpften und Genesenen (2G). Im Falle von 2G entfällt die Maskenpflicht. Weihnachtsmärkte sind in Berlin je nach Ort mit 2G oder 3G geplant. Für Clubs und andere Anbieter von Tanzveranstaltungen ist dagegen 2G schon vorgeschrieben. (dpa)

Berliner Corona-Impfzentren bauen Angebot wieder aus  

Die Nachfrage nach Corona-Impfungen in den Berlinern Impfzentren Messe und Flughafen Tegel steigt nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Wir verzeichnen seit gut einer Woche in den Impfzentren, aber auch bei den mobilen Impfteams einen deutlichen Anstieg an Impfungen“, sagte der Berliner DRK-Präsident Mario Czaja der „Berliner Morgenpost“ (Sonntag). Ein Großteil der Termine entfällt demnach auf sogenannte Booster-Impfungen, die Auffrischung für Menschen, die schon vollständig geimpft waren.

„In der Messe wird das Personal jetzt weiter aufgestockt, damit wir relativ kurzfristig nicht nur 2000 Personen am Tag, sondern 3000 impfen können“, sagte Czaja. Das Impfzentrum Messe wird von den Maltesern betrieben. Der katholische Hilfsdienst hatte am Mittwoch mitgeteilt: „Die Hütte ist wieder voll und wir erleben einen Booster-Boom in unserem Impfzentrum.“ Auch Ungeimpfte seien weiter hochwillkommen.
Das Rote Kreuz betreibt das Impfzentrum Tegel. Bei weiter steigendem Bedarf soll nach Czajas Angaben auch im früheren Flughafen zusätzliches Personal eingesetzt. Neben den Impfzentren gibt es Impfstationen und mobile Angebote wie den Impfbus. Impfungen sind weiterhin auch bei Hausärztinnen und Hausärzten möglich. (dpa) 

Die Auslieferung von Luftfiltern verzögert sich

Nicht einmal jedes zweite Klassenzimmer in Berlin hat ein Luftfiltergerät. Lesen Sie in diesem Tagesspiegel-Plus-Text, wo die Geräte noch fehlen und wie es jetzt weitergeht.  tagesspiegel

Inzidenz in Berlin weiterhin hoch

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Berlin liegt derzeit bei 195,3, wie aus dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung am Sonntag hervorgeht. Am Vortag lag sie bei 199. Die Bezirke mit den höchstens Inzidenzen sind Reinickendorf (261), Spandau (220) und Mitte (221). 
119 Menschen werden derzeit in Berlin auf den Intensivstationen behandelt. Der Chef des Charité-Klinikpersonalsrats hat angekündigt, dass demnächst wohl wieder planbare Operationen verschoben werden müssen. 

tagesspiegel

Jarasch: Wir brauchen keinen Lockdown 

Grünen-Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch hält einen weiteren Lockdown in Berlin für vermeidbar, fordert aber eine langfristige Strategie für die Corona-Pandemie. „Wir sind durch die gestiegene Impfquote in einer anderen Situation als vor einem Jahr, aber wir sind andererseits erst am Beginn des Winters“, sagte Jarasch der Deutschen Presse-Agentur. Ein Lockdown und präventive Schließungen seien nicht nötig. „Was wir aber dringend brauchen, ist eine „Strategie gesunder Winter“, die ein ganzes Paket an Schutzmaßnahmen beinhaltet, auf die sich die Leute auch verlassen können.“
Zu den Maßnahmen sollten nach Ansicht der Grünen-Politikerin Zugangsbeschränkungen etwa zu Restaurants oder Veranstaltungen abhängig davon gehören, ob jemand bereits geimpft oder genesen ist (2G): „Ich gehe davon aus, dass wir 2G zur Regel machen müssen und 3G zur Ausnahme.“ Ausdrücklich auszunehmen davon sei alles, was die Grundversorgung betreffe, also etwa öffentlicher Nahverkehr oder Einkaufen im Supermarkt. „Das muss ohne Impfen und Tests möglich bleiben.“
Jarasch plädierte dafür, gleichzeitig das Testen wieder auszuweiten. „Und vor diesem Hintergrund sage ich auch in Richtung Bund: Wir brauchen wieder kostenlose Tests. Dass wir wieder flächendeckend kostenlose Tests haben, wäre auch die Voraussetzung für 2G+, also zusätzliche Tests auch für Geimpfte und Genesene.“ Wichtig sei auch, in den Schulen dauerhaft drei Corona-Tests pro Woche beizubehalten, wie das unmittelbar nach den Ferien üblich war.
Kritisch sieht Jarasch eine Impfpflicht etwa für Pflegeberufe. Sie sei ein erheblicher Grundrechtseingriff und etwas, das nur auf Bundesebene entschieden werden könnte. „Auf Landesebene muss es darum gehen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die wir haben, um weiterhin aufzuklären“, sagte Jarasch. „Ich kann mir auch verpflichtende Impfberatungsgespräche vorstellen, gerade für bestimmte Berufe.“ Gleichzeitig müsse auch in der ambulanten Pflege und in Pflegeheimen das Testen hochgefahren werden. „Wir haben schon eine Testpflicht für ungeimpfte Pflegekräfte, aber es kann auch hier sinnvoll sein, die Geimpften ebenfalls zu testen.“ (dpa)

Inzidenz auch in Brandenburg im roten Bereich

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Brandenburg weiterhin auf einem Höchststand für diesen Herbst: Innerhalb eines Tages wurden von den Gesundheitsämtern 1303 neue Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Das waren genauso viele wie am Donnerstag, als ein Höchststand seit Mitte Januar registriert worden war. Vor einer Woche waren es 484 Neuinfektionen innerhalb eines Tages.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche stieg landesweit auf 210,6 und damit deutlich in den roten Bereich der Corona-Warnampel. Vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei 116,4 gelegen.
Aktuell werden 246 Patienten wegen einer Covid-19-Erkrankung in Kliniken behandelt – davon 47 auf Intensivstationen. Vor einer Woche waren es noch 153 Patienten in Krankenhäusern, davon 37 auf Intensivstationen. (dpa)
Inzidenz in Berlin steigt – 119 Menschen auf Intensivstationen
Die Corona-Zahlen in der Hauptstadt steigen weiter. 1.686 Neuinfektionen meldete der Lagebericht der Gesundheitsverwaltung am Samstag (6.11.). Die Inzidenz stieg auf 199. Die meisten Fälle gibt es bei den 30- bis 39-jährigen Berlinern (insgesamt 1285). Die höchste Inzidenz haben die fünf bis 14-jährigen Kinder (in beiden Gruppen über 500). 
Besorgniserregend ist, dass auch in der vulnerablen Gruppe der über 60-Jährigen die Inzidenz steigt (derzeit bei 102). Hier gibt es noch viele Impflücken.

119 Menschen werden auf den Intensivstationen der Berliner Krankenhäuser behandelt, 88 müssen beatmet werden. Im Januar 2021 – beim bisherigen Höhepunkt der Pandemie – waren 456 Intensivbetten belegt. 

Zahl der infizierten Schülerinnen und Schüler steigt deutlich

Die Zahl der festgestellten Infektionen bei Berliner Schülerinnen und Schülern ist deutlich gestiegen. Sie lag bei der wöchentlichen Auswertung am Freitag an den allgemeinbildenden öffentlichen Schulen bei 1348.  Das könnte der bisher höchste gemessene Wert während der Pandemie gewesen sein, jedenfalls konnte die Bildungsverwaltung auf Anfrage keinen höheren Wert aus den Vormonaten nennen. Allerdings sind aktuell – infolge der gelockerten Quarantänebestimmungen – nur 59 Lerngruppen geschlossen.
In 144 Fällen wurden Infektionen bei Beschäftigten festgestellt, hinzu kommen sechs Infektionen bei Berufsschulkräften. An den beruflichen Schulen wurden 81 Schüler positiv auf Corona getestet, Lerngruppen waren nicht geschlossen.  
Mit der Vorwoche sind die Zahlen wegen der vorangegangenen Herbstferien nicht vergleichbar. Da hatten die Schulen der Bildungsverwaltung infizierte 428 Schülerinnen und Schüler sowie 60 infizierte Beschäftigte und  16 geschlossene Lerngruppen gemeldet.
An Schulen wird aktuell dreimal wöchentlich getestet. Wenn der Hygienebeirat am Montag tagt hat, wird damit gerechnet, dass an dieser Testfrequenz festgehalten wird. Es gilt auch als möglich, dass die Maskenpflicht an den Grundschulen zurückkommt. (Susanne Vieth-Entus) 

Corona-Nachverfolgung löst Unruhe an der TU aus

Die Coronalage löst auch an den Berliner Unis Unruhe aus. TU-Präsident Christian Thomsen berichtete am Freitag im Kuratorium, Coronafälle an der TU würden zunehmen. In der vergangenen Woche seien zehn gemeldet worden, bis Mitte der aktuellen Woche weitere zehn. „Die Einschläge kommen näher“, sagte Thomsen. Bei den Fällen handele es sich um Studierende und Angestellte.
Petra Jordan, die die wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen im Kuratorium vertritt, sagte, es häuften sich Beschwerden von Dozierenden, dass sie mit Coronafällen bei Studierenden alleingelassen würden: „Sie müssen die Nachverfolgung in die eigene Hand nehmen.“ TU-Kanzler Lars Oeverdieck versprach zwar Hilfe, bestätigte aber im Grunde, dass Dozierende hier wirklich vieles selber machen müssen. Ihnen falle die Aufgabe zu, Studierende in einem betroffenen Seminar zu benachrichtigen – und die Informationen zu den Kontakten auch an das zuständige Gesundheitsamt weiterzugeben. „Da fängt das Problem an, weil die Gesundheitsämter überlastet sind.“ 
Dass die Dozierenden hier nicht von anderen Stellen entlastet werden können, begründete Oeverdieck mit dem Datenschutz: Die Namen und Adressen der Studierenden dürften nicht zu vielen Stellen in die Hände fallen. Aus der Freien Universität twitterte der Asta unterdessen, nach Informationen der Studierenvetretetung gebe es an der FU aktuell sogar 45 Coronafälle. (Tilmann Warnecke) 

Weiter über 1000 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages

In Brandenburg stecken sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus an. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 159,2 am Vortag auf 179,6 am Freitag deutlich an. Vor einer Woche betrug diese Zahl neuer Infektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen noch 110,6. Einen neuen Höchststand meldete der Landkreis Elbe-Elster – dort wurden 476,8 Ansteckungen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet, wie das Gesundheitsministerium weiter mitteilte. Innerhalb eines Tages wurden in dem Kreis im Süden Brandenburgs 144 neue Fälle registriert.
Im ganzen Land stieg die Zahl der gemeldeten Infektionen am Freitag um 1067 Fälle, nachdem am Donnerstag 1303 neue Fälle und damit ein Höchststand seit Mitte Januar registriert worden waren.
Die Kreise Spree-Neiße (256,6), Oberspreewald-Lausitz (230,6), die Stadt Cottbus (222,9), die Stadt Frankfurt (Oder)(212,2) und der Landkreis Teltow-Fläming (208,7) verzeichneten am Freitag eine Inzidenz über 200. Alle anderen Landkreise lagen deutlich über 100. Brandenburg an der Havel verzeichnete mit 91,6 noch die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz.
235 Menschen liegen mit einer Covid-19-Erkrankung in Kliniken, davon 48 auf Intensivstationen, von denen mit Stand Donnerstag 43 beatmet werden. Die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz beträgt 3,08. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner nach einer Corona-Infektion innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Landesweit sind 4,7 Prozent der verfügbaren Intensivbetten in Krankenhäusern mit Covid-19-Patienten belegt.
Vollständig geimpft im Land sind 60,9 Prozent der Bevölkerung. Damit liegt das Land im Vergleich mit den anderen Bundesländern weiter auf dem vorletzten Rang, gleichauf mit Thüringen. Darüber hinaus haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Donnerstag insgesamt 52.478 Menschen eine Auffrischungsimpfung erhalten. (dpa)

Elternvertreter fordern Impfpflicht für Kita-Personal

Berliner Elternvertreter fordern regelmäßige Corona-Tests für Kita-Kinder und eine Impfpflicht für das pädagogische Personal. Kinder würden bewusst einem Infektionsrisiko ausgesetzt, kritisierte der Landeselternausschuss Kindertagesstätten am Freitag. Das stehe in krassem Gegensatz zur Schutzhaltung des Senats gegenüber älteren vulnerablen Gruppen während der bisherigen Pandemiewellen.
Doch auch bei Kindern steige die Zahl von Corona-Fällen mit schwerem Verlauf. Außerdem seien die Langzeitfolgen nicht ausreichend erforscht, um eine Infektion für Kinder als ungefährlich einstufen zu können. „Wir fordern den Senat daher auf, umgehend regelmäßige, kindgerechte und verpflichtende vor Ort durchzuführende PCR-Lolli-Tests in Kitas für Kita-Kinder und Personal anzuordnen sowie über eine Impfpflicht für das Kita-Personal nachzudenken.“
Was für die allgemeine Bevölkerung mit Blick auf Schutzmaßnahmen gelte, müsse auch für die Kita-Kindern gelten. „Da Kinder nicht selbst geimpft werden können, muss (…) aufgrund augenscheinlich mangelnder Eigenverantwortung eine Impfpflicht für Berufsgruppen, die eng mit den schutzlos ausgesetzten Kindern arbeiten, eingeführt werden“, forderte der Elternausschuss.
Aus Sicht der Elternvertreter ist außerdem nicht einleuchtend, warum es Tests in den Schulen, aber nicht in den Kindertagesstätten gibt: „Wo ist der rechtfertigende Grund, zum Beispiel eine sechsjährige Schülerin zu testen, hingegen ein fünfjähriges Kita-Kind nicht?“ Die Verläufe seien in beiden Fällen ähnlich. Dass der Senat seinen Schutzauftrag erst ab der Grundschule wahrnehme, sei „verfassungsrechtlich extrem fragwürdig“.
Durch eine allgemeine Regelung zu Corona-Tests ließen sich auch soziale Ungerechtigkeiten vermeiden. Derzeit sei es so, dass immer mehr Kitas eigenständig PCR-Test durchführten. „Es kann nicht sein, dass ein solch erhöhter Schutz nur für Kinder betuchter Eltern möglich ist“, kritisierte der Landeselternausschuss. (dpa)

Gesundheitssenatorin appelliert: Auffrischungsimpfungen nutzen

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat die Menschen aufgefordert, die Corona-Impfung aufzufrischen. Jeder, bei dem die zweite Impfung länger als sechs Monate zurückliege, sollte sich einen Termin in einem Impfzentrum oder bei seinem Hausarzt geben lassen, sagte Kalayci am Freitag im RBB-Inforadio. „Meine große Bitte ist: Nutzen Sie die Gelegenheit und gehen Sie in die Impfzentren.“
Kalayci betonte, ein Ergebnis der Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern sei das abgestimmte Vorgehen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und den Ärzte-Vertretern. „Dieses Hickhack rund um Auffrischungsimpfungen ist wohl jetzt beendet.“
Kalayci schloss sich der Forderung von Spahn an, eine Testpflicht auch für geimpfte Besucher und Personal in Alten- und Pflegeheimen einzuführen. Die Berliner Regelung sei schon seit Monaten so, dass es für nicht geimpfte Beschäftigten und Besucher eine tägliche Testpflicht gebe. Der neue Vorschlag ziele aber auch auf die Geimpften, weil wir ja wissen, dass es auch bei den Geimpften viele Impfdurchbrüche gibt und auch ein Infektionsrisiko“. (dpa)

1560 Neuinfektionen – Inzidenz in Berlin steigt auf 180

Die Corona-Lage in Berlin bleibt weiter angespannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung zufolge auf 180. Am Mittwoch lag der Wert für die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen noch bei 165,6. Am Donnerstag vor einer Woche waren es 129,4.
Die Gesundheitsämter registrierten innerhalb eines Tages zudem 1560 Neuinfektionen. Zehn weitere Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Die Zahl der Toten in Berlin im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie ist damit auf 3729 angewachsen.
Die beiden anderen Berliner stehen auf grün und gelb: Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Hospitalisierungen liegt bei 3,4, diese Ampel ist damit grün. Die Intensivbettenbelegung liegt in Berlin bei 10,9 Prozent – die Ampel steht damit auf gelb. 

Kalayci: Berlin fordert Ausgleichszahlung für leerstehende Betten 

Mehrere Bundesländer machen sich nach einem Bericht des „Business Insider“ dafür stark, in Krankenhäusern planbare Operationen erneut zu verschieben, damit die Behandlung von Corona-Patienten sichergestellt werden kann. „Das ist meine Forderung und meine Initiative“, sagte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. 
Wie das Wirtschaftsnachrichtenportal berichtete, sieht ein Beschlussvorschlag für die Gesundheitsministerkonferenz an diesem Donnerstag und Freitag in Lindau am Bodensee vor, dass der Bund rückwirkend zum 1. November die rechtliche Grundlage dafür schaffen soll, dass Krankenhäusern erneut Ausgleichszahlungen für leerstehende Betten überwiesen werden können.
„Es ist genau die Berliner Position, die in dem Antrag beschrieben wird“, sagte Kalayci. „Wir erwarten vom Bund ein starkes Signal, dass die Krankenhäuser finanziell sicher durch diese Krise gesteuert werden.“ 
Bereits im vergangenen Jahr hatte der Bund Ausgleichszahlungen für leerstehende Betten geleistet, damit Kliniken Betten für mögliche Corona-Patienten freihalten. Der Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG), Marc Schreiner, hatte am Mittwoch gewarnt, die Berliner Kliniken seien absehbar in einem neuen Krisenmodus.
Er rechne schon bald mit einem Notbetrieb und gehe davon aus, dass planbare Behandlungen in den nächsten Wochen zunehmend verschoben werden müssten, um die steigende Zahl an Covid-19-Patienten versorgen zu können. Die Charité hatte angesichts stark steigender Corona-Zahlen bereits am Montag vor einer Überlastung der Intensivstationen gewarnt. (dpa)

1525 Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 165,6

Bei der Entwicklung der Corona-Pandemie in Berlin ist keine Trendwende in Sicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung zufolge auf 165,6. Der Wert für die Zahl der nachgewiesene Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen lag am Mittwoch noch bei 157,4. Am Donnerstag vor einer Woche waren es erst 129,4.
Die Gesundheitsämter registrierten innerhalb eines Tages zudem 1525 Neuinfektionen. Zwei weitere Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Die Zahl der Toten in Berlin im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie ist damit auf 3719 angewachsen.
Leicht rückläufig war die Zahl der Intensivpatienten: Mit 113 waren es vier weniger als am Vortag, allerdings immer noch deutlich mehr als im Verlauf des Monats Oktober, als diese Zahl meist um 90 pendelte. (mit dpa)

Zahl der Corona-Infizierten in Brandenburg steigt sprunghaft an

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Brandenburg ist sprunghaft angestiegen: Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 936 neue Fälle, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch berichtete. Das ist die höchste Zahl seit dem 21. Januar, als 1055 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet wurden. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche stieg landesweit von 128,3 am Vortag auf 134,1. Landesweit starben 5 weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Mit 126 Neuinfektionen innerhalb eines Tages meldete der Landkreis Elbe-Elster am Mittwoch die höchste Zahl neuer Fälle. Der Landkreis ist bei der Sieben-Tage-Inzidenz auch schon den vierten Tag in Folge im roten Bereich über dem Wert 200 und liegt aktuell bei 291,8.

Auch die Zahl der Covid-19-Patienten, die stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen, steigt weiter an: Aktuell sind es 212 Patienten, davon 43 auf Intensivstationen. Am Vortag waren es 194 stationär versorgte Patienten und vor einer Woche 155. Landesweit sind 4,2 Prozent der verfügbaren Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. (dpa)

Brandenburger Gesundheitsämter klagen über zu wenig Personal

Einige Brandenburger Gesundheitsämter klagen über Personalmangel – und das mitten in der Corona-Krise. Auf die fortschreitende Digitalisierung blicken Behörden hingegen meist positiv, wie Anfragen bei den Behörden ergaben.

Das Gesundheitsamt Barnim gehört zu den Behörden, in denen es an Personal fehlt. Wegen der Pandemie seien 19 befristete zusätzliche Stellen geschaffen worden, teilte ein Sprecher des Landkreises mit. Davon seien derzeit 14 besetzt. Außerdem seien mehrere Arztstellen aufgrund fehlender Bewerbungen frei. In Landkreis Barnim hatte es erst vor wenigen Tagen einen Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim gegeben. Elf Menschen starben.

Auch in Cottbus fehlt weiterhin Personal im Gesundheitsamt. Gründe dafür seien, dass die Einarbeitung von Mitarbeitern recht lang dauere und zusätzlich samstags gearbeitet werde, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Das Gesundheitsamt Prignitz verfüge über ausreichend Personal, hieß es von der Pressestelle des Landkreises. Wegen Corona seien befristet fünf Stellen geschaffen und Personal aus anderen Bereichen abgeordnet worden.

Zufrieden zeigen sich die meisten Gesundheitsämter mit dem digitalen Fortschritt. Eine vor kurzem eingeführte Software helfe bei der Arbeit. „Das Ganze erlaubt es uns erstmals, bei der Verwaltung von Corona-Fällen komplett auf die Führung einer Papierakte zu verzichten“, so der Sprecher des Landkreises Barnim. Durch die Software kämen die Befunde aus den Laboren nun ausschließlich digital, erklärte eine Sprecherin der Stadt Potsdam.

Kritik gibt es hingegen aus dem Landkreis Elbe-Elster. Die sehr aufwendige Softwarepflege sei viel zu kleinteilig für eine Aufgabe, die zentralen Gesetzen folge, hieß es aus dem Gesundheitsamt. Daher sei ein IT-Support erforderlich. (dpa)

Corona-Inzidenz in Berlin steigt weiter

Die Corona-Inzidenz in Berlin ist weiter gestiegen. Am Mittwoch meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 157,4 nachgewiesene Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am Vortag hatte dieser Wert noch bei 156,1 gelegen. Am Mittwoch vor einer Woche lag die Inzidenz in Berlin bei 124,9. Zwischen Dienstag und Mittwoch registrierte das RKI 1241 neue Fälle.
Acht Menschen sind im selben Zeitraum an oder mit dem Virus gestorben. Damit ist die offizielle Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie in Berlin auf 3717 gestiegen. 226.248 Menschen haben sich seither nachweislich angesteckt.
Mit einem Wert von 218,8 hat Reinickendorf aktuell die berlinweit höchste Inzidenz, Steglitz-Zehlendorf mit 112,4 die niedrigste. (mit dpa)

Weihnachtsmärkte in Brandenburg: Wahl zwischen 3G und 2G

Glühwein und gebrannte Mandeln: Wer in Brandenburg Lust auf Weihnachtsmärkte hat, muss sich in diesem Jahr auf einige coronabedingte Einschränkungen einstellen. Grundsätzlich gelte die 3G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete), teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam am Dienstag mit. Außerdem müssten alle Besucherinnen und Besucher den Mindestabstand einhalten.
Eine generelle Maskenpflicht werde es nicht geben. In Innenräumen wie zum Beispiel Glühweinhütten sehe das wieder anders aus. Bis man an seinem festen Platz sitze, müsse eine Maske getragen werden. Veranstalter von Weihnachtsmärkten könnten sich auch für die sogenannte 2G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und Kinder unter 12) entscheiden. Dann entfallen laut Ministerium Schutzmaßnahmen wie Abstand und Maske. Eine entsprechende Optionsregelung für Veranstalter hatte zuvor auch schon der Berliner Senat beschlossen.
Um die 2G-Vorgaben einhalten zu können, müssten die Veranstalter der Weihnachtsmärkte in der Lage sein, das Gelände zu kontrollieren. Das bedeute, dass sie den kontrollierten Zugang sicherstellen müssten, hieß es vom Ministerium. Dies sei beispielsweise möglich durch ein abgegrenztes Areal oder eine Umzäunung des Geländes. (mit dpa) Weitere Beiträge Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!

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