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Coronavirus in der Hauptstadt : Neue Quarantäne-Regeln in Berlin sollen ab Freitag gelten

SPD dringt auf Ausbau der Testkapazitäten + Abgeordnetenhaus debattiert über Corona-Lage + CDU fordert einheitliche Corona-Regeln + Der Corona-Blog.

Coronavirus in der Hauptstadt : Neue Quarantäne-Regeln in Berlin sollen ab Freitag gelten

Ab Freitag gelten in Berlin neue Quarantäne-RegelnFoto: imago images/Rolf Kremming

In Berlin gelten ab Freitag einfachere Regeln für die Corona-Quarantäne. Der Senat setze die in der Vorwoche dazu getroffenen Vereinbarungen von Bund und Ländern jetzt um, sagte Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. (Mehr dazu unten im Newsblog.)

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  • Für Grundimmunisierung oder Booster: Hier gibt es Impfungen ohne Termin in Berlin.
  • Mehr Service: Wie gut wirkt meine Corona-Impfung noch, wann brauche ich den Booster? Die Antwort gibt der Tagesspiegel-Impfschutzrechner.
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Coronavirus in der Hauptstadt : Neue Quarantäne-Regeln in Berlin sollen ab Freitag gelten

Gesundheitssenatorin Gote: Neue Quarantäne-Regeln in Berlin ab Freitag

In Berlin gelten ab Freitag einfachere Regeln für die Corona-Quarantäne. Der Senat setze die in der Vorwoche dazu getroffenen Vereinbarungen von Bund und Ländern jetzt um, sagte Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. „Und das bereits ab morgen.“
Bei seiner Sitzung am vergangenen Dienstag hatte der Senat den Bund-Länder-Beschluss zunächst noch nicht in Landesrecht überführt und das damit begründet, im Sinne eines bundesweit einheitlichen Vorgehens eine Verordnung des Bundes abwarten zu wollen. Diese soll am Freitag abschließend im Bundesrat behandelt werden.
Nachdem andere Bundesländer das rascher umgesetzt haben, soll die Neuregelung in Berlin nunmehr ab Freitag gelten. Der Senat werde bei seiner Sitzung am kommenden Dienstag die Landesverordnung anpassen, erläuterte eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung. Sie gelte aber schon ab Freitag. Die Gesundheitsämter seien darüber informiert.
Die von Bund und Ländern vereinbarten neuen Regeln zielen im Grundsatz auf eine Vereinfachung und Verkürzung der Quarantäne für Kontaktpersonen und der Isolierung von Infizierten ab. Ziel ist auch, dass Krankenhäuser und andere Einrichtungen der sogenannten kritischen Infrastruktur trotz Omikron-Welle genug Personal haben.
Kontaktpersonen von Infizierten müssen künftig nicht mehr in Quarantäne, wenn sie eine Auffrischungsimpfung haben, seit weniger als drei Monaten doppelt geimpft sind, geimpft und genesen oder seit weniger als drei Monaten genesen sind. Für alle anderen Kontaktpersonen sowie für Infizierte sollen Quarantäne oder Isolation in der Regel nach zehn Tagen enden. Nach sieben Tagen kann man sich mit PCR- oder Antigentest freitesten. Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen benötigen dazu zwingend einen PCR-Test und müssen seit mindestens 48 Stunden ohne Symptome sein. (dpa) 

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Gesundheitssenatorin: Berlins Testkapazitäten reichen nicht 

Warteschlangen vor Berliner Corona-Testzentren wird es nach Einschätzung von Gesundheitssenatorin Ulrike Gote weiterhin geben. Die Nachfrage nach PCR-Tests, die etwa zum Überprüfen eines positiven Schnelltestergebnisses nötig sind, bliebe größer als das Angebot: „Wir haben hohe Testkapazitäten und Labore und bauen ihre Kapazitäten weiter aus. Das hätte für Delta gereicht, für Omikron reicht das nicht“, sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag bei der Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus.
„Wir können selbstverständlich die PCR-Kapazitäten noch etwas steigern in Berlin, das tun wir auch.“ Gote kündigte längere Öffnungszeiten und mehr Personal für die landeseigenen Testzentren an. „Wir prüfen auch die Beauftragung der gewerblichen Teststrukturen. Aber eins ist auch klar: Es wird am Ende nicht reichen.
Der FDP-Abgeordnete Florian Kluckert kritisierte, Berlinerinnen und Berliner müssten zum Teil stundenlang auf einen PCR-Test warten. „Das ist eine Politik, die endlich abgestellt werden muss.“ Ein schnelles Testangebot sei das Mindeste, was der Senat den Berlinern anbieten sollte. Kluckert forderte, alle PCR-Testkapazitäten auszuschöpfen, auch die an privaten Teststellen, wo die Tests bisher kostenpflichtig seien. Gote sagte, das Problem gebe es in ganz Deutschland, nicht nur in Berlin.
„Sie sagen, wir schlingern durch die Pandemie“, griff die Senatorin einen Vorwurf aus der CDU-Fraktion auf. „Sie können auch sagen, ganz Deutschland oder die ganze Welt schlingert durch die Pandemie, aber wir halten Kurs“, so die Gesundheitssenatorin. „Wir wissen nicht, was noch kommt mit Omikron, wir gehen aber davon aus, dass wir irgendwann in eine epidemische Lage kommen.“ Auch darauf bereite sich der Senat vor und werde den Öffentlichen Gesundheitsdienst in dieser Hinsicht aufbauen, sagte Gote. (dpa)

Gesundheitssenatorin Gote: Sehr bald 1000er-Inzidenz in Berlin

Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote rechnet mit einem weiteren schnellen und starken Anstieg der Corona-Infektionen durch die Virusvariante Omikron. „Wir werden kurzfristig die 1000er-Inzidenz überschreiten“, sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag im Abgeordnetenhaus.

„Omikron bringt mehr Infizierte als frühere Wellen“, sagte Gote weiter. Das werde auch jeder bei sich oder in seinem Umfeld spüren. „Die Einschläge kommen näher.“ Gute Freunde und Freundinnen, die aufgepasst und alles gegen eine Corona-Infektion getan hätten, würden sich dennoch anstecken. „Das wird uns allen so gehen.“
Deshalb sei es nötig, den Umgang mit Corona ständig anzupassen, sagte Gote mit Blick auf Maßnahmen wie die neuen Regeln für Gastronomie und Veranstaltungen, wo ab Samstag nur noch Geboosterte (dreifach Geimpfte) sowie doppelt Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem Test Zutritt haben. „Ich sage hier: Eigentlich kann man sich heute nur noch als vollständig geimpft fühlen und bezeichnen, wenn man auch geboostert ist“, so Gote. „Boostern macht den Unterschied.“ (dpa)

Coronavirus in der Hauptstadt : Neue Quarantäne-Regeln in Berlin sollen ab Freitag gelten

Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne).   Bild: Foto: Annette Riedl/dpa

Gote zu Corona-Impfungen: „Wir kämpfen gerade um jede Person“

Berlins Gesundheitssenatorin Ulkrike Gote (Grüne) hat die Berliner:innen einmal mehr dazu aufgerufen, die Impfangebote wahrzunehmen. „Die Impfungen in allen Bevölkerungsgruppen müssen angeregt werden“, erklärte Gote im Berliner Abgeordnetenhaus und fügte hinzu: „Wir kämpfen gerade um jede Person.“ Gote erklärte, das am Vortag zwischen der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD), Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) und der Berliner Integrationsbeauftragten Katarina Niewiedziall besprochene aufsuchende Impfen in einzelnen Communities sei „das richtige Mittel“.
Gote kündigte an, die Rechtsverordnung des Senats in der kommenden Woche erneut anpassen zu wollen. Konkrete Schritte kündigte sie nicht an, allerdings dürfte es sich dabei um die Anpassung der Regeln für Quarantäne und Isolation an die dann auf Bundesebene geltenden Regeln handeln. Geprüft wird auch, die zuletzt für den öffentlichen Personennahverkehr beschlossene Pflicht zum Tragen einer FFP2-Schutzmaske auch auf den Einzelhandel auszuweiten.

„Entscheidung muss frei bleiben“ – AfD gegen Corona-Impfpflicht

Die AfD im Berliner Abgeordnetenhaus hat sich klar gegen eine Corona-Impfpflicht positioniert. „Die Entscheidung für oder gegen die Impfung, insbesondere im Rahmen einer individuellen Risikoabschätzung, muss frei bleiben“, sagte der AfD-Politiker Frank-Christian Hansel am Donnerstag in einer Plenardebatte.
Die AfD sei nicht per se gegen Impfungen. „Vielmehr stehen wir gegen die Spaltung der Gesellschaft und das Überschreiten roter Linien hinsichtlich verfassungsgemäß geschützter Freiheiten.“ Hansel kritisierte Corona-Beschränkungen mit Zutritt nur für Geimpfte und Genesene in vielen Bereichen als „Impfzwang durch die Hintertür“.
Der Politiker verwies darauf, dass die Omikron-Variante oft weniger schwere Krankheitsverläufe nach sich ziehe. Er plädierte daher dafür, stärker zu versuchen, mit dem Virus zu leben, und nannte Israel als Vorbild. Nötig sei, sich auf den Schutz besonders gefährdeter Gruppen etwa in Pflegeheimen, den Schutz kritischer Infrastruktur etwa durch kürzere Quarantäne und eine gute Aufstellung der Krankenhäuser zu konzentrieren. (dpa)

SPD dringt auf Ausweitung der Testkapazitäten

Die SPD im Berliner Abgeordnetenhaus dringt auf eine Ausweitung der Corona-Testkapazitäten. In Zeiten der um sich greifenden Virusvariante Omikron infizierten sich immer mehr Menschen oder hätten in einschlägigen Apps rote Warnmeldungen über Kontakte zu Infizierten, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Bettina König, am Donnerstag in einer Plenardebatte. Diese müssten schnell und unkompliziert PCR-Tests machen können, um Klarheit zu haben. Dazu müssten die Kapazitäten ausgebaut und mehr senatseigene Testzentren geschaffen werden. „Ein Zentrum pro Bezirk war vor Omikron gut, jetzt zeigt sich, das ist zu wenig“, so König.

Hintergrund: Nur bei einer roten Warnung in der App oder einem positiven Schnelltest ist der dann nötige PCR-Test kostenlos – und in der Regel auch nur in landeseigenen Zentren. Bei von privaten Anbietern betriebenen Teststellen fallen Kosten an. König mahnte hier „niedrigere Zugangshürden“ zu kostenlosen PCR-Tests an. (dpa)

CDU: Senat provoziert mit seiner Quarantäneregelung Verwaltungschaos

Die Berliner CDU hat den Senat aufgefordert, schnell für eine einheitliche Quarantäneregelung in der Hauptstadt zu sorgen. Es sei nicht hilfreich, eine Quarantäneregelung für Berlin anzukündigen und dann ein paar Tage später zu verkünden, mit dem Inkrafttreten bis zum 22. Januar zu warten, weil zuvor eine bundeseinheitliche Regelung den Bundesrat passieren solle, kritisierte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Zander, am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. „Dieser Schlingerkurs führt zum Berliner Verwaltungschaos.“
Einige Gesundheitsämter wendeten die geplante Neuregelung bereits an, andere Bezirke noch die alte. „Das kann doch nicht sein, dass man je nach Bezirk in Quarantäne muss oder nicht“, sagte Zander. „Sorgen Sie schnell, dafür, dass es berlinweit eine einheitliche Regelung dazu gibt.“ 
Die Berliner CDU-Fraktion unterstütze die beim Bund-Länder-Treffen am vergangenen Freitag verabredete Verkürzung der Quarantäne, sagte der CDU-Abgeordnete bei der ersten Plenarsitzung im neuen Jahr. Problematisch sei allerdings, dass die Mitteilung, in Quarantäne zu müssen, oft zu spät komme. „Die Gesundheitsämter kommen mit ihrer personellen Ausstattung doch gar nicht mehr hinterher“, kritisierte Zander und forderte eine Verbesserung der Kontaktverfolgung. (dpa)
Lesen Sie hier mehr zur verschobenen Quarantäne-Regelung:

Corona-Inzidenz legt in Brandenburg wieder zu

Die Corona-Inzidenz neuer Ansteckungen wächst in Brandenburg wieder. Das Robert Koch-Institut gab den Wert neuer gemeldeter Corona-Fälle je 100.000 Einwohner in einer Woche am Donnerstag mit 479,0 an. Das ist mehr als am Mittwoch mit 463,0 und auch mehr als vor einer Woche mit 435,9. Brandenburg lag mit dem Wert vom Donnerstag im Ländervergleich auf dem fünfthöchsten Rang und hat weiter eine deutlich höhere Inzidenz als im Bundesdurchschnitt mit 427,7. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 3263 neue Infektionen mit dem Coronavirus, vor einer Woche waren es 2986. Regional ist die Inzidenz am höchsten in Potsdam mit 641,4. (dpa)
Mehr zur Corona-Lage in Potsdam und Brandenburg lesen Sie im Newsblog der Potsdamer Neuesten Nachrichten:

Freie Impfstoff-Wahl in der historischen Fabrik in Moabit

Ab heute, 9 Uhr stehen im Impfzentrum in der historischen Fabrik in Moabit 3500 frische Dosen des Biontech-Impfstoffs zur Verfügung (Wiebestraße 42). Alle Menschen über 12 Jahren haben hier bis 21. Januar die freie Wahl der medizinischen Mittel, etwa für ihren Booster – Termine gibt’s hier. (Robert Ide)

Berliner Abgeordnetenhaus berät über Corona

Das Berliner Abgeordnetenhaus kommt an diesem Donnerstag (10.00 Uhr) zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr zusammen. Angesichts stark steigender Infektionszahlen steht unter anderem eine Debatte über die aktuelle Corona-Lage auf dem Programm. Neben Abgeordneten aller Fraktionen wird Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) dazu Stellung nehmen. Außerdem wird über einen steuerfreien Corona-Bonus für Beamte debattiert. (dpa,Tsp)
Mehr dazu lesen Sie hier:

Corona-Inzidenz in Berlin bei 918,6 – vier Bezirke über 1000

In Berlin ist die Corona-Inzidenz erneut sprunghaft gestiegen. Nachdem am Mittwoch mit einem Wert von rund 856 die 800er-Schwelle überschritten wurde, liegt die Inzidenz am Donnerstag bereits über 900: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Morgen 918,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Damit hat Berlin nach Bremen weiter die zweithöchste Inzidenz unter den Bundesländern. Bundesweit beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 427,7.
7799 Neuinfektionen sowie 13 weitere Todesfälle wurden am Donnerstag stadtweit gemeldet. Vier Berliner Bezirke verzeichnen Inzidenzen von mehr als 1000: Im Landeskreis-Vergleich des RKI-Lageberichts liegen Friedrichshain-Kreuzberg (1398,2), Neukölln (1248,0), Mitte (1149,8) und Reinickendorf (1090,0) an zweiter bis vierter Stelle nach Bremen.
Der Anteil der für Covid-Patienten benötigten Intensivbetten ist laut dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung unterdessen leicht gesunken. Er liegt am Donnerstag bei 17,9 Prozent (Mittwoch: 19,1 Prozent). 
Die Hospitalisierungs-Inzidenz ist von 10,6 auf 11,1 gestiegen – der Wert gibt an, wie viele Krankenhaus-Einweisungen im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung es pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gab.
In stationärer Behandlung befinden sich (Stand: Mittwochmittag) 701 Corona-Patienten, 194 davon werden intensivmedizinisch versorgt.

Berliner Senat prüft Vertragsverlängerung für Luca-App

Der Berliner Senat prüft derzeit, ob der Vertrag mit den Betreibern der Luca-App zur Eindämmung der Corona-Pandemie verlängert wird. Die einjährige Vertragslaufzeit mit dem Hersteller ende im März, erklärte die Gesundheitsverwaltung am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Eine Entscheidung zur möglichen Vertragsverlängerung sei noch nicht getroffen worden. Das werde „nach einer umfassenden Bewertung des bisherigen Einsatzes und der pandemischen Lage“ demnächst passieren.

Die öffentlich immer wieder kontrovers diskutierte Luca-App soll Restaurantbesitzern und Event-Veranstaltern helfen, die gesetzlich vorgeschriebene Erfassung der Kontakte der Besucher ohne Zettelwirtschaft zu erledigen. Sie kann direkt mit den Gesundheitsämtern verbunden werden.
Die Senatsgesundheitsverwaltung bewertete den bisherigen Einsatz der App positiv. „Grundsätzlich kann von einem hohen Mehrwert für die Gesundheitsämter ausgegangen werden, zudem durch die jüngsten Systemerweiterungen (luca connect) der Instrumentenkasten noch einmal um weitere Features erweitert wurde“, hieß es. Derzeit lägen auch keine Anhaltspunkte vor, dass ein Betrieb der App aus datenschutzrechtlichen Gründen untersagt werden könnte.
Die Luca-App ist seit Monaten Gegenstand einer öffentlichen Kontroverse. Zuletzt entzündete sich die Kritik an einem Vorfall in Mainz, wo die Polizei gemeinsam mit dem Gesundheitsamt bei Ermittlungen zu einem tödlichen Sturz in einer Gaststätte auf Daten aus der App zurückgriff. Danach hatten einzelne Politiker dazu aufgerufen, die Luca-App von den mobilen Telefonen zu löschen, und die Bundesländer aufgefordert, auslaufende Verträge mit dem Anbieter nicht zu verlängern.
Die Betreibergesellschaft Culture4life hat ihren Sitz in Berlin. Der Musiker Smudo von den Fantastischen Vier entwickelte die Luca-App mit und ist an der Betreibergesellschaft wirtschaftlich beteiligt. Diese hatte das Vorgehen der Behörden in Mainz kritisiert und darauf hingewiesen, dass dies nicht vom Infektionsschutzgesetz gedeckt sei. (dpa)

Coronavirus in der Hauptstadt : Neue Quarantäne-Regeln in Berlin sollen ab Freitag gelten

Die Luca-App soll Restaurantbesitzern und Event-Veranstaltern helfen, die Erfassung der Kontakte der Besucher ohne Zettelwirtschaft zu erledigen.   Bild: Christoph Soeder/dpa

Giffey: Arbeit mit Migrations- und Religionsgemeinschaft gegen Impfskepsis

Die Berliner Landesregierung will stärker mit Migrations- und Religionsgemeinschaften zusammenarbeiten, um Menschen von der Impfung gegen das Coronavirus zu überzeugen. „Wir müssen Hemmschwellen abbauen und durch direkte Ansprache auch Falschinformationen über die Impfung entgegenwirken“, sagte Regierungschefin Franziska Giffey (SPD) laut einer Mitteilung der Senatsintegrationsverwaltung vom Mittwochabend.
Gemeinsam mit Integrationssenatorin Katja Kipping (Linke) hatte sie zuvor mit Organisationen in einer Videoschalte beraten – darunter seien zum Beispiel Vertreter von Migrationsorganisationen, Religionsgemeinschaften, muslimischen Vereinen, aber auch Wohlfahrtsverbänden und Stadtteilzentren gewesen.
Der Austausch bestärke sie, das aufsuchende Impfen voranzubringen, in die Kieze mit schwierigen sozialen Lagen und auch in die Communitys zu gehen, hieß es in dem Statement. Im Gespräch sind nun weitere Impfangebote in den Kiezen, mehrsprachige Ärzteteams und Informationen zur Impfung bei muslimischen Freitagsgebeten.
Der Pieks muss dorthin, wo die Menschen sind. Deswegen werben wir für aufsuchendes Impfen“, sagte auch Kipping laut Mitteilung. Das könne der Möbelmarkt in Lichtenberg genauso sein wie der Kulturverein oder Orte der Religionsgemeinschaften der Stadt. Bei Twitter sprach ihre Verwaltung von vielen konstruktiven Vorschlägen. Derzeit sind knapp 76 Prozent der Menschen in Berlin mindestens einmal geimpft. (dpa)

Berliner Apotheken starten demnächst mit Corona-Impfungen

Berliner Apotheken starten demnächst mit den Corona-Impfungen. Der Apotheker-Verein geht davon aus, dass die ersten seiner Mitglieder in der nächsten oder übernächsten Woche loslegen, wie Sprecher Stefan Schmidt am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die rechtlichen Grundlagen seien geschaffen worden, nun könne die praktische Umsetzung beginnen. Neben der Herrichtung von Räumlichkeiten gehöre die Bestellung von Impfstoff dazu.
Nach den Worten Schmidts ist damit zu rechnen, dass nach und nach eine dreistellige Zahl von Apotheken das Impfangebot unterbreitet. Eine Umfrage, an der sich 200 der rund 800 Apotheken beteiligten, habe ergeben, dass etwa die Hälfte der Teilnehmer sich vorstellen könne zu impfen. An Schulungen hätten bereits etliche Interessenten teilgenommen, dies laufe auch noch weiter. Aber nicht jeder der Berliner Apothekerinnen und Apotheker verfüge über geeignete Räume.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin sieht die Beteiligung von Apotheken an der Impfkampagne aus unterschiedlichen Gründen kritisch. „Es ist nicht die Absicht der Apothekerinnen und Apotheker, Menschen vom Arztbesuch abzuhalten“, hielt Schmidt dem entgegen. „Es geht vielmehr um ein zusätzliches Angebot für diejenigen Menschen, die nicht zum Arzt gehen.“ Es gehe also nicht um eine Konkurrenz mit den Ärzten. Die KV hatte ihre Kritik allerdings auch damit begründet, dass der Impfstoff bislang nicht einmal für alle beteiligten Praxen ausreicht. (dpa)

Humboldt-Forum wird zum Impfzentrum

Berlins prominentester Kulturort steigt in die Corona-Bekämpfung ein. Vom 18. bis 20. Januar kann man sich im Humboldt-Forum impfen lassen. Mehr Details hier: 

Impfungen in den Arztpraxen gehen auf hohem Niveau weiter

Auch im neuen Jahr bleibt die Zahl der Corona-Impfungen in Berliner Arztpraxen auf hohem Niveau. Sie lag in der ersten Januarwoche bei täglich rund 20.000, wie die Kassenärztliche Vereinigung Berlin auf Anfrage mitteilte. Am vergangenen Montag seien es 13.000, am Dienstag wieder gut 20.000 gewesen, sagte KV-Sprecherin Dörthe Arnold der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt beteiligen sich den Angaben zufolge berlinweit gut 2700 Praxen niedergelassener Ärzte an den Impfungen.

„Unser impfstärkster Monat überhaupt war der Dezember“, sagte Arnold. „Da hatten wir 660.000 Impfungen in den Praxen. Da ging es richtig rund.“ Der bis dahin stärkste Monat wiederum sei der vergangene Juni mit 570.000 Impfungen gewesen.
Nach dem Corona-Lagebericht des Senats vom Mittwoch hat es berlinweit bisher insgesamt 6.930.392 Corona-Impfungen gegeben. 75,8 Prozent der Menschen in Berlin haben eine erste Impfung bekommen, 72,9 Prozent haben den Immunschutz von in der Regel zwei Impfungen. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey sagte am Dienstag, sie rechne damit, dass in Berlin in den nächsten Tagen eine Quote von 50 Prozent bei den Auffrischimpfungen erreicht werde.
Die KV Berlin hatte sich bereits Anfang Dezember dagegen ausgesprochen, dass sich zum Beispiel Apotheken an der Impfkampagne gegen Covid-19 beteiligen. Der Vorstand der KV begründete das unter anderem damit, dass der Impfstoff nicht einmal für bislang beteiligten Praxen ausreiche. An dieser Einschätzung habe sich nichts geändert. „Ausreichend Impfstoff ist aktuell immer noch nicht vorhanden“, sagte Arnold.
Solange das so sei, sehe die KV es kritisch, bei den Corona-Impfungen Apotheker, Zahnärzte oder Tierärzte einzubeziehen. Mit Blick auf die Apotheken sei die KV grundsätzlich skeptisch. Sollte ausreichend Impfstoff für alle zur Verfügung stehen, könne darüber nachgedacht werden, Zahnärzte und Tierärzte mit dazu zunehmen, sagte Arnold. (dpa)

Gegen den Bundestrend: Corona-Inzidenz in Brandenburg erneut gesunken

Gegen den Bundestrend ist in Brandenburg die Sieben-Tage-Inzidenz neuer Corona-Ansteckungen den zweiten Tag in Folge leicht gesunken. Die Zahl neuer Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sank auf 463,0, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch berichtete. Am Vortag hatte dieser Wert 491,8 und am Montag bei 518,0 gelegen. Bundesweit gab das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz mit 407,5 an. Am Vortag hatte diese Inzidenz bei 387,9 und vor einer Woche bei 258,6 gelegen.

Innerhalb eines Tages kamen in Brandenburg 2587 neue Corona-Infektionen hinzu, nach 1048 am Vortag. Vor einer Woche waren es 3324 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz wurde wie am Vortag mit 610,9 vom Landkreis Teltow-Fläming gemeldet, gefolgt vom Landkreis Dahme-Spreewald mit 558,5 und dem Landkreis Prignitz mit 540,1.
Die Zahl der Covid-19-Patientinnen und -Patienten, die stationär in Kliniken behandelt werden, stieg deutlich auf 515 an, nach 329 am Vortag. 137 Patienten werden auf Intensivstationen behandelt, davon müssen 112 beatmet werden. Dies sind jeweils etwas weniger als am Dienstag. Der Anteil der verfügbaren Intensivbetten, die mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt sind, sank von 19,9 Prozent am Dienstag auf 18,1 Prozent und blieb damit im gelben Bereich. Ab 20 Prozent schaltet die Warnampel auf Rot. (dpa)

Handel in Berlin schließt Personalengpässe nicht aus

Angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen schließt der Handelsverband Berlin-Brandenburg (HBB) nicht aus, dass systemrelevante Geschäfte erhebliche Personalprobleme bekommen. „Deshalb schauen wir uns jetzt an, welche Hilfen wir innerhalb unserer Branche aktivieren können, um zu verhindern, dass der systemrelevante Handel schließen muss“, sagte HBB-Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen der „Berliner Morgenpost“ (Mittwoch). Im Ernstfall solle dafür Personal aus anderen Geschäften etwa in den Lebensmitteleinzelhandel oder in Drogerien vermittelt werden, um Schließungen wegen Personalmangels zu vermeiden.

Die Vermittlung wolle der Handelsverband organisieren. „Sollte es notwendig werden, dieses Netzwerk zu aktivieren, würde das über uns laufen“, sagte Busch-Petersen. „Wir sind die Schaltstelle.“ Das Angebot zum Mitarbeitertausch sei allen rund 1000 Verbandsmitgliedern in Berlin und Brandenburg unterbreitet worden. (dpa)

Neuköllns Bezirksbürgermeister begrüßt schärfere Corona-Regeln

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) findet die vom Senat beschlossenen Verschärfungen der Coronaregeln richtig. Hinter der neuen von Samstag an geltenden 2G-plus-Regel stehe die Erkenntnis, dass Geboosterte ein wesentlich geringeres Infektionsrisiko hätten und ihnen damit entsprechend auch der Zutritt zu Restaurants und zu Veranstaltungen erleichtert werden sollte, sagte Hikel dem RBB-Inforadio am Mittwoch. Die Regel schaffe einen Anreiz, sich boostern zu lassen und trage dazu bei, dass Geschäfte nicht geschlossen werden müssten. „Insofern ist das ein logischer und richtiger Schritt, die Verschärfungen in diese Richtung zu machen.“
Auch die Rückkehr zur FFP2-Maskenpflicht in Bussen und Bahnen hält Hikel für nachvollziehbar: „Ich finde gut, dass im ÖPNV jetzt wieder eine FFP2-Maskenpflicht gilt“, sagte der Bezirksbürgermeister. „Ob das Ganze reichen wird und ob das der Wellenbrecher ist, glaube ich, können wir gar nicht so einfach beurteilen.“
Die Entwicklung der Infektionszahlen mache ihm große Sorgen, betonte Hikel. In Neukölln liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 1160, berlinweit bei 856,4. Sie ist damit von allen Berliner Bezirken am höchsten. „Wir haben viele Quartiere mit einer hohen Bevölkerungsdichte“, sagte Hikel zu der Frage, warum die Corona-Pandemie erneut Neukölln so hart trifft.
„Die sozioökonomischen Verhältnisse sind nicht durchgängig genauso gut wie in anderen Bezirken. Das heißt kleinere Wohnungen mit größeren Familien, wenig Ausweichmöglichkeiten, keine Homeoffice-Möglichkeiten, weil die Tätigkeit es nicht zulässt“, so der Bezirksbürgermeister. „Das sind Parameter, die dazu führen, dass die Infektionszahlen in Bezirken wie Neukölln sehr steil nach oben gehen.“ (dpa)
Lesen Sie hier mehr zur Corona-Lage in Neukölln:

Inzidenz in Berlin nun über 800 – Friedrichshain-Kreuzberg überschreitet 1000er-Marke

In Berlin ist die Sieben-Tage-Inzidenz erneut deutlich gestiegen und hat die 800er-Schwelle überschritten. Die Gesundheitsverwaltung meldete am Mittwoch in ihrem Lagebericht einen Wert von 856,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Vortag lag der Wert bei 737,2.
In den Tagen nach Weihnachten lag der Wert noch unter 300. Bundesweit beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 407,5. Berlin hat im Ländervergleich einen sehr hohen Inzidenzwert. Nur in Bremen ist er nach RKI-Daten mit 1296,8 noch höher.

Die Gesundheitsverwaltung meldete am Mittwoch 8862 Corona-Neuinfektionen sowie zwei weitere Todesfälle in der Hauptstadt.
Darüber hinaus hat nach Neukölln (Mittwoch: 1160,7) ein weiterer Bezirk die Schwelle von 1000 beim Inzidenzwert überschritten, wie aus dem Berliner Lagebericht hervorgeht. Friedrichshain-Kreuzberg meldete am Mittwoch eine Inzidenz von 1164,7. Im bundesweiten Landkreis-Ranking des Robert-Koch-Instituts belegen beide Bezirke nach Bremen den zweiten und dritten Platz.
Die niedrigste Inzidenz verzeichnete Marzahn-Hellersdorf (302,8), allerdings wird im Lagebericht darauf hingewiesen, dass aus dem Bezirk wegen einer technischen Störung aktuell keine Daten übermittelt werden.
Unverändert ist die Corona-Ampel zur Intensivbetten-Auslastung: Wie schon am Dienstag liegt der Anteil der für Covid-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen bei 19,1 Prozent. Die Ampel zeigt damit weiterhin auf Gelb, ab einem Wert von 20 Prozent springt sie auf Rot.
In stationärer Behandlung befinden sich (Stand: Dienstagmittag) 686 Corona-Patienten, davon werden 202 intensivmedizinisch versorgt.
Die Hospitalisierungs-Inzidenz liegt bei 10,6 und ist seit dem Vortag auch unverändert, hier zeigt die Ampel ebenfalls auf Rot. Der Wert gibt die Zahl der Krankenhaus-Einweisungen im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung pro 100.000 Einwohner in einer Woche an. 
Noch am Montag lag der Wert bei 4,0, die Ampel war grün. Den sprunghaften Anstieg des Wertes erklärt die Gesundheitsverwaltung mit einer Umstellung der Berechnung: Es würden nun Daten des Ivena-Systems herangezogen („Interdisziplinärer Versorgungsnachweis“, eine Online-Plattform für die Notfallversorgung) und nicht mehr die Meldedaten der Gesundheitsämter. Letztere seien wegen der hohen Fallzahlen derzeit unvollständig und unterschätzten die tatsächliche Hospitalisierungsinzidenz.
Die Impfquote: 75,8 Prozent der Berliner sind mindestens einmal gegen Corona geimpft, 72,9 Prozent sind vollständig geimpft. (mit dpa, isa)

2G-Plus in der Kultur: Für Geboosterte eine Lockerung

Unsere Kultur-Autorin Christiane Peitz wies soeben darauf hin, dass 2G-Plus in der Kultur nicht generell eine Verschärfung darstellt. In diesem Bereich galt bisher schon für alle Veranstaltungen ab 200 Besuchern eine Testpflicht in Ergänzung zur 2G-Regelung. Hier ist das Bild also gemischt: Sie gilt nun schon ab zehn Personen, was eine Verschärfung ist – Geboosterte sind künftig jedoch davon befreit, was für sie also eine Lockerung bedeutet. Weitere Beiträge Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!

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