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Coronavirus in der Hauptstadt : Inzidenz in Berlin steigt auf 1483,8

Berliner Linksfraktion will Winterferien verlängern + 19 von rund 50 Schulen in Spandau stellen auf Wechselunterricht um + Der Corona-Blog.

Coronavirus in der Hauptstadt : Inzidenz in Berlin steigt auf 1483,8

Analyse eines Corona-Tests im Labor (Symbolbild).Foto: Hans Klaus Techt/APA/dpa

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin ist erneut gestiegen. Am Sonntagmorgen lag der Wert bei 1483,8. Das geht aus des Daten des Robert-Koch-Institut (RKI) hervor. (Mehr dazu unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Wegen steigender Infektionszahlen: Berliner Linksfraktion will Winterferien verlängern
  • 50,1 Prozent der Berliner geboostert: Bundesweit Platz sieben
  • Von 5 auf 19 in einer Woche in Spandau: Mehr Schulen stellen auf Wechselunterricht um.
  • 2G-Plus und FFP2-Maskenpflicht: Diese schärferen Corona-Regeln gelten in Berlin
  • Mehr Service: Wie gut wirkt meine Corona-Impfung noch, wann brauche ich den Booster? Die Antwort gibt der Tagesspiegel-Impfschutzrechner.
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Coronavirus in der Hauptstadt : Inzidenz in Berlin steigt auf 1483,8

Inzidenz in Berlin weiter gestiegen – auf 1483,8 am Sonntag

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin ist im Vergleich zu Samstag erneut gestiegen. Am Sonntagmorgen lag der Wert bei 1483,8. Das geht aus des Daten des Robert-Koch-Institut (RKI) hervor. Demnach gab es 2.365 Neuinfektionen sowie zwei weitere Todesfälle.  
Die Hospitalisierunginzidenz stieg von 14,7 auf 16,9. Die Intensivbettenbelegen hingegen blieb unverändert bei 16,8 Prozent, und damit unter dem kritischen Wert von 20 Prozent. 74,1 Prozent der Berliner:innen sind vollständig geimpft, 76,4 Prozent sind mindestens einmal geimpft.  
Unter den zehn Landkreisen mit der bundesweit höchsten Inzidenzen sind nach Angaben des RKI die ersten fünf Berliner Bezirke. Den höchsten Wert verzeichnet Berlin-Mitte mit einer Inzidenz von 2845,8. Darauf folgen Pankow (1872,4), Friedrichshain-Kreuzberg (1819,8), Spandau (1790,1) und Neukölln (1768,2). Die hohe Inzidenz in Mitte hat nach Angaben des Bezirks auch formale Gründe: Unter anderem sei das Verfahren zum Bearbeiten von Covid-19-Fällen der zahlreichen Krankenhäuser des Bezirks zu Jahresbeginn geändert worden. Positiv-Fälle würden nicht mehr nach dem Wohnortprinzip sortiert und anderen Gesundheitsämtern zugeordnet, sondern vom Gesundheitsamt Mitte bearbeitet und gemeldet.
Neben Berlin haben nur Brandenburg (1076,1), Bremen (1256,7) und Hamburg (1552,9) Inzidenzen über Tausend. (tsp/dpa) Kein Beitrag vorhanden

Handelsverband: Bislang keine Personalengpässe in Geschäften 

In den Geschäften ist es nach Angaben des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg bislang nicht zu Personalengpässen aufgrund steigender Corona-Fallzahlen gekommen. „Hygiene, das ist unser zweiter Vorname“, sagte der Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen am Sonntag der dpa. 
Der Verband hatte seinen Verbandsmitgliedern in Berlin und Brandenburg angeboten, im Ernstfall einen Mitarbeitertausch zu organisieren. Dafür sollte Personal aus anderen Geschäften beispielsweise in Lebensmittelläden und Drogerien umverteilt werden können, damit der systemrelevante Handel nicht wegen Personalmangels schließen muss.

Bislang haben die rund 100 Mitglieder aber keinen Bedarf angemeldet, wie Busch-Petersen sagte. Einzelne Geschäfte meldeten einen höheren Krankenstand, aber den könne man noch intern ausgleichen. „Wir stehen weiterhin bereit“, sagte er. (dpa)

Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg klettert höher – 2959 neue Fälle 

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg legt weiter zu. 1076,1 Ansteckungen innerhalb einer Woche bei 100 000 Einwohnern meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntag. Am Vortag lag der Wert bei 1023,9, vor einer Woche bei 573,2. Der bundesweite Wert betrug 806,8. 

Allein in Potsdam meldete das Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden 397 neue Fälle. Landesweit wurden am Sonntag 2959 neue Ansteckungen registriert. Am Vortag waren es 5445 und vor einer Woche 446 neue Fälle. Am Wochenende können Zahlen verzögert gemeldet werden.
Neun Landkreise und die Stadt Potsdam gelten inzwischen als Hotspot-Regionen. Dort gelten nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte, Diskotheken, Clubs und ähnliche Einrichtungen müssen für den Publikumsverkehr schließen. Festivals sind untersagt. Im Kreis Oberhavel gelten seit Samstag nächtliche Ausgangsbeschränkungen. (dpa)  

Berlin hat höchste Corona-Inzidenz bundesweit  

Die Corona-Fallzahlen in Berlin schnellen weiter in die Höhe. Die Inzidenz ist erneut gestiegen und lag am Samstag bei 1473,1, wie aus den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Berlin hatte damit den höchsten Wert aller Bundesländer. Am Vortag rangierte der Wert noch bei 1258,3. Für ganz Deutschland liegt die Inzidenz bei 772,7. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben.
In der Hauptstadt wurden zwischen Freitag und Samstag laut RKI 14 087 neue Corona-Fälle verzeichnet. Fünf weitere Tote wurden im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die offizielle Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Menschen liegt bei 4082.
Die Lage auf den Intensivstationen ist jedoch weiter unter Kontrolle: 16 Prozent der Intensivbetten in Berlin waren laut Senat mit Covid-19-Patienten belegt. Die Warnampel zeigte für diesen Wert Gelb. Der Wert lag weiter unter der kritischen Marke von 20 Prozent.
Die Hospitalisierungsinzidenz steht bei 16,3 und bewegte sich damit anhaltend im kritischen Bereich. Die Ampel zeigte Rot. Der Wert gibt an, wie viele von 100 000 Menschen binnen einer Woche wegen Corona ins Krankenhaus mussten. (dpa)

 

Berliner Linksfraktion will Winterferien verlängern

Die Linksfraktion will wegen der rasant steigenden Infektionszahlen in Berlin die Winterferien in den Schulen verlängern. Besonders die Zahl der infizierten Schüler war zuletzt stark gestiegen und hatte sich innerhalb einer Woche verdoppelt.
Der Vorsitzende der Linksfraktion, Carsten Schatz, teilte am Samstag mit: „Wir regen angesichts des für Anfang Februars vorhergesagten Scheitelpunkts der Omikron-Welle an, die bevorstehenden Winterferien zu verlängern, um Schüler:innen und Familien die Möglichkeit zu geben, in dieser kritischen Zeit die Kontakte zu verringern.“ Außerdem unterstützt die Linksfraktion schon länger die Aussetzung der Präsenzpflicht.
Schatz teilte mit, Berlin solle sich dahingehend am Beispiel von Brandenburg orientieren. So könnten zumindest Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben, die Angehörige aus Risikogruppen haben. Außerdem sollen schulgenau flexiblere Unterrichtsmodelle wie Wechselunterricht ermöglicht werden. Das hatten zuletzt die Bezirkselternausschüsse und Schülervertreter gefordert. 
Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse und Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (beide SPD) wollen bislang hingegen an der Präsenzpflicht und dem Präsenzunterricht festhalten. Linksfraktionschef Schatz erklärte dazu: „Die Aufrechterhaltung des vollständigen Präsenzunterrichts an den Schulen sollte kein Dogma sein.“
Die Winterferien beginnen in Berlin am kommenden Samstag, 29. Januar, und enden am 5. Februar. 

Kassenärzte: Bis Ende Februar Booster für alle doppelt Geimpften

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) geht davon aus, dass in Berlin bis Ende Februar alle doppelt gegen Corona geimpften Menschen auch geboostert werden können. „Wenn wir das Impftempo mindestens so aufrechterhalten und die Impfzentren und Impfstellen ihr Tempo ebenfalls beibehalten, dann ist es durchaus realistisch“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Burkhard Ruppert der Deutschen Presse-Agentur. „Das sind laut unserer Rechnung zum aktuellen Zeitpunkt 900 000 Personen. Das ist zu schaffen.“

In Berlin können sich Menschen im Wesentlichen in 2700 Arztpraxen, in den Impfzentren des Senats sowie in Impfstellen impfen lassen. Nach dem Jahreswechsel hat die Kampagne allerdings ein wenig vom immensen Schwung im Dezember eingebüßt. „Das System fährt sich nach der Jahreswende langsam wieder hoch“, erläuterte Ruppert. „Viele Praxen haben erst im Laufe der ersten Januarwoche ihren Betrieb wiederaufgenommen, haben Impftermine koordiniert und Impfstoff bestellt.“
Im Januar verabreichten die Berliner Praxen laut KV bisher (Stand: 20. Januar) 206 748 Auffrischungsimpfungen (Booster). Hinzu kamen etwa 43 500 Zweit- und etwa 21 200 Erstimpfungen. Zusammen macht das gut 271 000 Impfungen. Im Dezember führten die Arztpraxen gut 657 000 Impfungen durch: Rund 520 000 Booster-, 70 800 Zweit- und knapp 66 000 Erstimpfungen.
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Berlin derzeit rund 2,7 Millionen Menschen grundimmunisiert, also in der Regel zweimal gegen Corona geimpft (rund 74 Prozent). Etwa 1,8 Millionen Menschen haben eine Auffrischungsimpfung erhalten (rund 50 Prozent). (dpa)

Berliner CDU befragt Mitglieder zur möglichen Impflicht

Von Montag bis Freitag befragt die Berliner CDU als erste der Berliner Parteien ihre Mitglieder zu einer möglichen Impfpflicht. Ziel sei es, den eigenen Bundestagsabgeordneten eine Einschätzung der Stimmung an der Parteibasis zu vermitteln, teilte der Generalsekretär Stefan Evers dem rbb mit.
Am Dienstag ist eine parteiinterne digitale Diskussionsveranstaltung geplant. Daran werden Mitglieder des Deutschen Ethikrates und der Ständigen Impfkommission sowie der Präsident der Berliner Ärztekammer, Peter Bobbert, teilnehmen. (rbb)

Zahl der Brandenburger Schüler mit Positivtest mehr als verdoppelt

Innerhalb einer Woche hat sich in Brandenburg die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit positivem Corona-Test mehr als verdoppelt. In dieser Woche seien bis Donnerstag (20. Januar) 6969 Schüler positiv getestet worden, das entspreche einem Anteil von 2,3 Prozent, teilte das Bildungsministerium am Freitag in Potsdam mit.

In der Woche zuvor waren es noch 3289 Schülerinnen und Schüler mit einem Positivtest (1,1 Prozent). Unter den Lehrkräften wurden bis Donnerstag 512 positiv getestet (2,1 Prozent)in der Woche davor waren es 331 (1,3 Prozent). Derzeit gibt es in Brandenburg rund 298.000 Schülerinnen und Schüler sowie etwa 25.000 Lehrkräfte an 923 Schulen. (dpa)

Höchststand bei neuen Corona-Fällen und Inzidenz in Brandenburg

Die Zahl neuer Corona-Fälle und die Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg sind innerhalb eines Tages auf neue Höchststände gestiegen. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl neuer Infektionen am Freitag mit 6223 an, am Donnerstag waren 5540 gemeldet worden.
Die Sieben-Tage-Inzidenz schnellte in Brandenburg innerhalb eines Tages auf 927,6 nach oben – ein neuer Höchststand der Zahl der Ansteckungen innerhalb einer Woche bei 100.000 Einwohnern. Am Donnerstag war ein Wert von 788,9 berechnet worden. Brandenburg liegt damit weiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 706,3 neuen Ansteckungen, aber hinter Berlin (1258,3). In Potsdam stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 1414,5. Im Landkreis Teltow-Fläming erreichte sie 1263,2 und in Dahme-Spreewald 1126,3. (dpa)

19 von rund 50 Schulen in Spandau stellen auf Wechselunterricht um

Die Corona-Welle bremst überall den Unterricht aus: Allein in Berlin-Spandau werden ab Montag 19 Schulen der rund 50 Schulen auf Wechselunterricht umstellen – in der Vorwoche waren es noch fünf. Das sagte Gesundheitsstadtrat Oliver Gellert, Grüne, im Interview mit dem Tagesspiegel. 
Betroffen sind auch Oberschulen. Der Bezirk startet jetzt eine neue Frühjahrs-Offensive: „Vorbereitet haben wir mit dem Jobcenter eine Impfaktion ab dieser Woche: Vom Jobcenter werden rund 8000 Haushalte angeschrieben und zur Impfung in die Arcaden eingeladen„, sagt Gellert. 
„Das Anschreiben ist an die Frauen im Haushalt gerichtet und in Deutsch und in der eigenen Sprache verfasst. Die Aktion soll über die nächsten Wochen gehen, und wird laufend ausgewertet. Beim Impftermin wird auch ein Dolmetscher dabei sein, der übersetzen kann. Und ein weiterer Arzt wird helfen, damit noch mehr Termine angeboten werden.“ (André Görke)
Stadtrat Gellert spricht auch über den Krankenstand beim Rathaus-Personal, fehlende Corona-Daten aus den Kiezen, nennt Zahlen zu Grund- und Oberschulen und warum er die Impf-Priorität bei den Erwachsenen sieht: Das ganze Interview lesen Sie jetzt hier:  Coronakrise in Berlin-Spandau: „19 Schulen sind bei uns ab Montag im Wechselunterricht“ Spandaus Gesundheitsstadtrat Oliver Gellert über Schulen, Kieze, Krankenstände im Rathaus und eine neue Impf-Aktion in den Arcaden: 8000 Menschen wurden jetzt zweisprachig eingeladen. tagesspiegel

Berlin erreicht 50-Prozent-Marke bei Booster-Impfungen

Die Nachfrage nach Auffrischungsimpfungen in Berlin hält unvermindert an. Am Freitag erreichte die Hauptstadt eine weitere Marke von symbolischer Bedeutung: 50,1 Prozent der Berlinerinnen und Berliner sind nun geboostert. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung dem Tagesspiegel auf Anfrage mit. Nach dem Impfdashboard des RKI rangiert Berlin damit im Mittelfeld der Bundesländer – konkret: auf dem siebten Platz. Führend ist das Saarland, wo bereits 58,1 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischungsimpfung erhalten haben.
„Wir haben in Berlin die 50-Prozent-Marke bei den Booster-Impfungen geknackt – ein wichtiger Meilenstein!“, ließ sich Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) zitieren. „Die Hälfte der Berliner Bevölkerung ist damit sehr gut vor schweren Krankheitsverläufen durch Corona geschützt.“ Gote erklärte mit der steigenden Quote an Booster-Impfungen auch die stabile Situation auf den Intensivstationen: Die Zahl der Covid-19-Patienten war dort zuletzt trotz stark steigender Inzidenz sogar rückläufig. Aktuell sind 177 Betroffene in intensivmedizinischer Behandlung – vor Weihnachten waren es zum Teil mehr als 240. „Ich möchte alle Berlinerinnen und Berliner, die noch keine Auffrischimpfung erhalten haben, dringend ermuntern, dies zu tun“, sagte Gote.

Coronavirus in der Hauptstadt : Inzidenz in Berlin steigt auf 1483,8

Seit einem Monat Berlins Gesundheitssenatorin: Ulrike Gote (Grüne).   Bild: Annette Riedl/dpa

Senat will keine PCR-Tests mehr für Corona-Infizierte ohne Symptome

Für Menschen mit einer mutmaßlichen Corona-Infektion könnte ein PCR-Test zur Bestätigung schon bald nicht mehr unbedingt nötig sein. Darauf deuten Aussagen von Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) am Freitag im RBB-Inforadio hin.

Wenn man sich selber positiv teste, aber ohne Symptome sei, „reicht in Zukunft höchstwahrscheinlich aus, dass man nur noch einen Schnelltest in einer Teststelle machen muss“, sagte Gote. Damit erhalte man dann auch ein entsprechendes Zertifikat. Auch für das sogenannte Freitesten am Ende der Infektionsphase reiche im Normalfall ein Schnelltest. PCR-Tests seien nur noch nötig für die Menschen, die etwa in Altenheimen, Pflegeheimen und Krankenhäusern arbeiteten.
Hintergrund der Aussagen ist eine Debatte um die Priorisierung von PCR-Tests angesichts stark steigender Infektionszahlen und begrenzter Kapazitäten bei Teststellen und Laboren. Die Gesundheitsministerkonferenz will am Samstag darüber beraten. Der Berliner Senat hatte angekündigt, eine bundesweite Linie abzuwarten.
In den vergangenen Tagen hatte es an vielen Teststellen mit PCR-Tests lange Warteschlangen mit stundenlanger Wartezeit gegeben. Auch eine Kontaktnachverfolgung wie am Anfang der Pandemie könne „gar nicht mehr durchgeführt werden“, sagte Gote. „Wir müssen uns auf andere Dinge konzentrieren und schauen, dass wir unsere kritische Infrastruktur am Laufen halten.“ 

Wichtig sei, dass Menschen, die sich infizierten, aber nicht schwer erkrankten, schnell wieder arbeiten könnten. Und dass die Risikogruppen geschützt würden, um sie vor schwerer Krankheit zu bewahren. Gote betonte, die Kontaktnachverfolgung sei nur noch wichtig bei den Berufsgruppen aus Pflegeheimen und Krankenhäusern und bei größeren Ausbrüchen etwa in Schulen oder Kitas. 
„Aber jeden Kontakt nachzuverfolgen ist nicht mehr möglich und auch nicht nötig.“ Daher werde auch die Luca-App nicht mehr dringend gebraucht, sagte Gote. Wahrscheinlich werde die Nutzung der App nicht verlängert, das entscheide der Senat in der nächsten Woche. (mit dpa)

5000 Verfahren wegen Coronahilfen-Betrug – 100 Millionen Euro Schaden

Knapp zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie führt die Polizei derzeit mehr als 5000 Ermittlungsverfahren wegen Betrügereien bei den Hilfszahlungen. „Das Deliktsfeld beschäftigt uns immer noch immens“, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik. Eine spezielle Ermittlungsgruppe im Landeskriminalamt mit knapp 30 Polizisten bearbeite die Verfahren.
„Die dazu erfassten Schadenssummen belaufen sich insgesamt auf um die 100 Millionen Euro“, sagte Slowik. „Da die Hilfsgelder schnell benötigt wurden und schnell ausgezahlt werden mussten, war uns bewusst, dass es zu Betrugsversuchen und -taten kommen wird.“ Die Polizei sei daher sehr früh in die Ermittlungen eingestiegen. Dadurch habe sich auch die so hohe Zahl der Ermittlungsverfahren ergeben.
Slowik erläuterte weiter: „In 285 Verfahren haben wir Bezüge ins islamistische Spektrum festgestellt.“ Eine weitere Ermittlungsgruppe sei dafür beim Staatsschutz, der für Kriminalität von Extremisten zuständig sei, eingerichtet worden. „Beide Ermittlungsgruppen konnten im Zuge von Durchsuchungen schon erhebliche Vermögenswerte beschlagnahmen.“
Der damalige Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte vor einem Jahr betont, der Senat habe sich 2020 bewusst für schnelle und unbürokratische Hilfe entschieden trotz der bekannten Gefahr von Missbrauch und Betrug. Man müsse die Betrugssumme ins Verhältnis setzen zu zwei Milliarden Euro Unterstützung. (dpa)

Kliniken schaffen wegen Omikron-Welle zusätzliche Kapazitäten 

Wegen der steigenden Zahl von Corona-Patienten auf den Normalstationen Berliner Krankenhäuser werden jetzt weitere Kliniken stärker in die Versorgung dieser Kranken einbezogen. So genannte Plankrankenhäuser, die keine Notfallkrankenhäuser sind, sollen nun zusätzliche Betten mit Corona-Patienten belegen. Das teilte die Berliner Krankenhausgesellschaft mit.
Ziel sei es, zur Absicherung der Versorgung zusätzliche Kapazitäten zu schöpfen, sagte Sprecherin Barbara Ogrinz. Die starke Ausbreitung der Virus-Variante Omikron stellt die Kliniken vor neue Herausforderungen. Weil bei vielen Infizierten der Krankheitsverlauf weniger heftig ist als bei der Delta-Variante und mehr Menschen doppelt oder dreifach geimpft sind, nimmt zwar die Zahl der Corona-Intensivpatienten tendenziell langsam ab oder wächst nicht mit dem bisherigen Tempo weiter. 
Stattdessen aber werden immer mehr Corona-Fälle auf den Normalstationen behandelt. Laut Ogrinz waren es am 7. Januar berlinweit 436 Patienten, am 19. Januar bereits 611. „Das ist ein kräftiges Plus“. Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten schwankte den Angaben zufolge zuletzt um 200. Sie werden teils wochenlang dort behandelt und müssen zum Teil beatmet werden.
Ogrinz wies darauf hin, das die Kapazitäten der Krankenhäuser begrenzt seien – zumal sich in der Omikron-Welle auch mehr Beschäftigte infizieren oder als Kontaktpersonen in Quarantäne müssen. „Zwar sind Betten aufbaubar, doch haben wir schlichtweg keine Reserven beim Personal“, sagte sie.
„Es wird aufgrund der ansteigenden Fallzahlen zu vermehrten Verschiebungen planbarer Behandlungen kommen, Patientinnen und Patienten müssen sich auf erhöhte Wartezeiten einstellen“, so Ogrinz. „Außerdem müssen wir in dieser Phase der Pandemie genau prüfen, welche Fälle noch ambulant, im Krankenhaus oder auf der Intensivstation versorgt werden müssen.“ Nötig sei daher jetzt ein gutes Zusammenspiel zwischen niedergelassenen Ärzten und Kliniken. (dpa)

Berliner Grüne wollen an Präsenzunterricht festhalten

Die Berliner Grünen wollen trotz der berlinweit deutlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen am Präsenzunterricht festhalten. „Insgesamt überwiegt das Interesse, die Schulen für die Kinder und Jugendlichen offen zu halten“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Marianne Burkert-Eulitz. Und auch die Präsenzpflicht müsse bleiben – in früheren Phasen der Pandemie war sie aufgehoben worden. 
„Momentan sehen wir nicht, dass man an die Präsenzpflicht ran muss“, sagte Burkert-Eulitz. Berlin sei durch das Ampelsystem des von der Bildungsverwaltung vorgelegten Stufenplans gut aufgestellt, um die Situation an den einzelnen Schulen einschätzen zu können. Nach dem Stufenplan gibt es wöchentlich einmal eine Bewertung der Pandemiesituation an jeder Schule. 
Corona habe deutlich gemacht, dass alles getan werden müsse, um die Schulen offen zu halten, sagte die Grünen-Abgeordnete. „Es hat sich gezeigt, dass der soziale Ort Schule ganz wichtig ist für den Alltag von Kindern und Jugendlichen, um auch psychisch gesund zu bleiben.“
Burkert-Eulitz wies auf die zahlreichen Corona-Maßnahmen in den Schulen hin: Kinder und Jugendliche müssten sich an zahlreiche Regeln halten, Maske tragen, sich dreimal die Woche testen lassen, es gebe Impfangebote für sie. „Mehr Sicherheitsstufen gibt es sonst vielleicht noch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.“ 
Kinder und Jugendliche seien auch die mit Blick auf Infektionen am meisten überwachte Gruppe. Das sei ein Grund dafür, warum die Inzidenzen bei ihnen so hoch seien. Forderungen nach dem Aufheben der Präsenzpflicht und Kritik an der Haltung des Senats, die Schulen so lange wie möglich offen halten zu wollen, hatte es unter anderem von Landeselternvertretern, von der Berliner Linken und aus der Bildungsgewerkschaft GEW gegeben. (dpa)

Inzidenz in Berlin steigt auf 1258 – Höchstwert zusammen mit Bremen

Die Corona-Inzidenz in Berlin ist erneut gestiegen und lag am Freitag bei 1258,3. Berlin hatte damit zusammen mit Bremen (1258,7) den höchsten Wert aller Bundesländer. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mit. 
Am Vortag betrug der Wert in Berlin noch 1154,2. Für ganz Deutschland liegt die Inzidenz bei rund 700. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben.
Im Berliner Bezirk Mitte zeigte der Lagebericht des Senats einen Inzidenzwert von rund 2200 an. Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg und Spandau lagen bei knapp 1600. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf hatte wegen technischer Probleme einige Tage lang keine Daten übertragen und zeigte daher weiterhin noch keine aktuelle Zahl an.
In der Hauptstadt wurden zwischen Donnerstag und Freitag laut RKI 10.678 neue Corona-Fälle registriert. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich damit nachweislich 437.562 Menschen. Vier weitere Tote wurden im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die offizielle Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen Menschen stieg auf 4077.
Trotz der hohen Inzidenz blieb die Lage auf den Intensivstationen weiter unter Kontrolle. 16,8 Prozent der Intensivbetten in Berlin waren laut Senat mit Covid-19-Patienten belegt. Damit lag der Wert weiter unter der kritischen Marke von 20 Prozent.
Die Hospitalisierungsinzidenz stieg im Wochenvergleich weiter auf 14,7 und bewegte sich damit anhaltend im kritischen Bereich. Der Wert gibt an, wie viele von 100.000 Menschen binnen einer Woche wegen Corona ins Krankenhaus mussten.
Inzwischen sind gut drei Viertel der Berlinerinnen und Berliner mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft (76,4 Prozent). Als vollständig geimpft gelten 74 Prozent. Mehr als sieben Millionen Impfungen wurden inzwischen verabreicht. (Tsp/dpa)
Die Werte auf der folgenden Karte können wegen unterschiedlicher Meldewege von den amtlichen Zahlen abweichen.
In diesen Bezirken gibt es die meisten neuen Coronafälle Datawrapper

Personalausfall bei Berliner Polizei nimmt weiter zu

Bei der Polizei Berlin nimmt der Personalausfall wegen der Omikronwand weiter zu. Inzwischen laufen Vorbereitungen für eine weitere Verschärfung der Lage. Für die Winterferien im Februar wird mit einer Ausfallquote von 30 bis 40 Prozent gerechnet – nicht nur wegen Corona. Zugleich wies die Behörde am Donnerstag Forderungen zurück, die Einsätze bei sogenannten Spaziergängen von Maßnahmenkritikern und Rechtsextremisten zurückzufahren.
Bislang sei aber kein Bereich der Berliner Polizei dienstunfähig, hieß es bei der Polizei. Deren eigener Corona-Krisenstab tagte am Donnerstag. Personalausfälle können die einzelne Bereich bislang selbst ausgleichen. Bislang war es nicht erforderlich, dass sich etwa die örtlichen Direktionen gegenseitig aushelfen. Zudem hofft die Polizei, mit der aktuellen Impfquote von 86 Prozent die Lage meistern zu können.
Coronabedingt konnten 1030 Beamte mit Stand Donnerstag ihren Dienst nicht ausüben – 654 waren positiv getestet worden, der Rest in vorsorglicher Quarantäne. Am Montag waren es noch insgesamt 800 Beamte, die ausgefallen sind, am Dienstag 881 und am Mittwoch 943. Die Polizei hat rund 18000 Vollzugsbeamte, insgesamt sind es mehr als 26000 Mitarbeiter.
Die Ausfallquote, also der Anteil der Mitarbeiter, die nicht arbeiten können, beläuft sich nach Tagesspiegel-Informationen derzeit auf mehr als 15 Prozent. Allerdings wird behördenintern im Februar mit einer Ausfallquote von 30 bis 40 Prozent gerechnet. Neben einem auch ohne Corona auf zehn Prozent angestiegen Krankenstand, stehen im Februar auch Ferien an – und damit auch Urlaubstage und Dienstausgleich. Eine Sprecherin sagte, die Polizei Berlin sei weiterhin leistungsbereit. Auch Weihnachten hätten viele Beamte frei.
Bereits am Montag hatte die Polizei auf die bevorstehende Omikron-Wand reagiert und die erste von drei Pandemiestufen ausgelöst – rein präventiv, wie es hieß. Nach den Plänen gilt die erste Pandemiestufe, wenn 15 bis 30 Prozent des Personals ausfallen. Stufe 2 gilt bei einem Ausfall von 30 bis 50 Prozent, die dritte bei mehr als 50 Prozent.  
Die Polizeiführung wies aber am Donnerstag Forderungen der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) zurück, den Personaleinsatz bei nicht angemeldeten Corona-Demonstrationen wie den Spaziergängen immer montags zurückzufahren.
Der Berliner GdP-Sprecher Benjamin Jendro sagte am Donnerstag dem RBB, aktuell sei die Polizei handlungsfähig. „Aber wir betrachten die nächsten Wochen schon mit Sorge“. Irgendwann komme auch die Berliner Polizei an ihre Grenzen. Deswegen müsse man schauen, dass man die Einsätze der Polizei priorisiere.
„Dazu gehört im Übrigen auch die sehr personalintensive Begleitung der Corona-Spaziergänger am Montag. Das sind keine angemeldeten Demonstrationen und die Sicherheit muss gewährleistet werden“, erklärte der Sprecher der Berliner GdP. „Aber ob wir da immer mit einzelnen Hundertschaften dabei sein müssen, da stellt sich uns schon die Frage, ob das Infektionsrisiko nicht zu hoch ist. Weil wir müssen sehen, dass wir auch in vier, fünf, sechs Wochen handlungsfähig sind.“ Die Gewerkschaft sei gesprächsbereit, um mit der Polizeipräsidentin Lösungen zu finden, sagte Jendro.
Eine Sprecherin wies derartige Überlegungen, den Polizeieinsatz bei potenziell gewalttägigen Aufzügen von teils Rechtsextremen einzuschränken, zurück. Auch im Krisenstab wurden derlei Ideen vorerst beiseite geschoben. „Was die Versammlungslage betrifft, ist die Haltung ganz klar“, sagte eine Sprecherin. Die Polizei werde weiterhin präsent sein, um frühzeitig reagieren zu können – etwa um Übergriffe zu unterbinden und eine Eskalation zu vermeiden. „Wir werden auch bei den sogenannten Spaziergängen weiterhin mit hohem Kräfteansatz präsent sein.“
Bei der Polizei führt die Pandemiestufe 1 dazu, dass aus der bisherigen Corona-Koordinierungsstelle nun ein Krisenstab geworden ist. Das Ziel: zentrale Steuerung, schnellere Informationen und zügige Umsetzung. Dies soll in der dynamischen Infektionslage die vollständige Leistungsfähigkeit der Polizei stadtweit garantieren.
Bereits Ende Dezember war in der Polizei mit einem bislang nie dagewesenen Personalausfall gerechnet worden. Der Betrieb von Mordkommission, Spezialkräfte und Streifenwagen sollen unbedingt aufrechterhalten werden. Zur Not müssen Beamte aus den Stäben in den Abschnitten einspringen, beim Landeskriminalamt müssen sich Kommissariate gegenseitig aushelfen. Fortbildungen werden eingestellt – außer etwa das Schießtraining. (Alexander Fröhlich) 

Berliner Senat erwägt Abschaffung der Kontaktdatenerfassung

Nach Tagesspiegel-Informationen erwägt der Berliner Senat die Abschaffung der Pflicht zur Kontaktdatenerfassung in Restaurants, Bars oder Museen. Die Infektionsschutzverordnung soll dahingehend geändert werden. Dazu haben sich die Staatssekretäre unter anderem aus der Gesundheitsverwaltung bereits verständigt.

Bislang müssen Gäste persönliche Daten wie die Adresse oder die Telefonnummer in einer Anwesenheitsdokumentation hinterlegen. Betreiber sind dazu verpflichtet, dies zu überprüfen. Statt einer schriftlichen Erfassung ist auch ein Check-in per Luca-App oder Corona-Warn-App möglich – das wäre dann auch hinfällig.
Geboosterte sowie frisch Geimpfte oder Genesene müssen ohnehin nicht mehr in Quarantäne. Die Berliner Gesundheitsämter haben die Kontaktnachverfolgung dazu weitgehend eingestellt und konzentrieren sich auf große Ausbruchsgeschehen etwa in Pflegeheimen. Deshalb soll die Regelung nun abgeschafft werden. Damit würde Berlin dem Beispiel von Nordrhein-Westfalen folgen. Dort ist die Abschaffung der Anwesenheitsdokumentation bereits umgesetzt worden.
Berlin will sich laut Senatskreisen auch von der Luca-App trennen. Der Vertrag läuft im März aus. Er soll nicht verlängert werden. Die Funktion könnte künftig durch die Corona-Warn-App erfüllt werden. Dazu hatte unter anderem der Berliner Datenschutzbeauftragte geraten, wie der Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint exklusiv berichtete.

Zwei Stunden Wartezeit auch vor kleiner Teststelle in Neukölln

Auch vor Arztpraxen, die kostenlose PCR-Tests anbieten, warten die Berliner inzwischen stundenlang auf ein Stäbchen im Rachen. Ob positiver Selbsttest, Kontaktperson oder rote Warn-App, ist hier inzwischen egal: „Wir glauben Ihnen schon, dass Sie nicht zum Spaß hier in der Kälte stehen“, sagt eine Helferin vor einer Praxis in Neukölln und teilt die Anmeldezettel aus. Zwei Stunden warten die Erwachsenen, für Kinder unter fünf Jahren geht es etwas schneller. Trotzdem wird natürlich geheult und gequengelt, und auch die Großen seufzen beim Anblick der häuserlangen Schlange hörbar auf. Nach dem Testen heißt es dann nochmal warten: Erst nach 24 Stunden kommt das digitale Ergebnis. (Mascha Malburg)

Berliner Nahverkehr: Personalausfälle wegen Omikron – neue Einschränkungen

Weil es zu viele Personalausfälle wegen der Omikron-Variante gibt, reduziert die BVG die Takte bei bestimmten Bus-, U-Bahn- und Straßenbahnlinien. Mehr im folgenden Artikel. tagesspiegel

So viele neue Corona-Fälle wie nie in Brandenburg seit Pandemiebeginn

Die Zahl neuer Corona-Fälle in Brandenburg ist innerhalb eines Tages so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Zählung im März 2020. Die Gesundheitsämter meldeten 5539 Neuinfektionen, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl neuer Infektionen mit 5540 an. Der bisherige Höchstwert waren 5034 neue Fälle am 10. Dezember.
Die Sieben-Tage-Inzidenz schnellte innerhalb eines Tages um rund 100 nach oben auf 788,9. Damit liegt das Land deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 638,8 neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner in einer Woche, aber noch unter Berlin mit 1154,2. In Potsdam stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 1233,9. Auch im Kreis Teltow-Fläming ist sie mit 1016,6 mittlerweile vierstellig.
Die 2G-plus-Regel für Gaststätten bleibt in Brandenburg bestehen, denn die Warnampel zeigt für den Anteil der Intensivbetten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten mit 13,7 Prozent noch immer Gelb. Die Zahl neuer Krankenhauspatienten mit Covid-19 je 100.000 Einwohner in einer Woche liegt mit 2,9 weiter im grünen Bereich der Ampel, der Wert hat aber zum Vortag etwas zugelegt. (dpa) Weitere Beiträge Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!

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