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Coronavirus in Berlin und Brandenburg : Inzidenz erneut leicht gesunken – auf 343,7

Impfstation bei Ikea öffnet wieder + Senat beschließt Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte + Der Corona-Blog für Berlin.

Coronavirus in Berlin und Brandenburg : Inzidenz erneut leicht gesunken – auf 343,7

In Berlin verbreitet sich das Coronavirus weiterhin schnell.Foto: Macdougall/AFP

Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus sind in Berlin weiter hoch – bei leicht rückläufiger Tendenz. In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich in der Hauptstadt nachweislich 343,7 von 100 000 Menschen mit dem Coronavirus, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen mitteilte. (Mehr dazu unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Einige Hundert weniger als in der Vorwoche: Infektionszahlen bei Schülern in Berlin und Brandenburg deutlich gesunken
  • Corona-Zahlen in Berlin: Inzidenz bei 343,7 – Intensivbetten-Auslastung bei 22,1 Prozent
  • Die verschärften Corona-Regeln für Berlin: Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, Tanzen in Clubs verboten
  • Für Grundimmunisierung oder Booster: Hier gibt es Impfungen ohne Termin in Berlin
  • Mehr Service: Wie gut wirkt meine Corona­Impfung noch, wann brauche ich den Booster? Die Antwort gibt der Tagesspiegel-Impfschutzrechner
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Coronavirus in Berlin und Brandenburg : Inzidenz erneut leicht gesunken – auf 343,7

Corona-Inzidenz in Berlin erneut leicht gesunken

Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus sind in Berlin weiter hoch – bei leicht rückläufiger Tendenz. In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich in der Hauptstadt nachweislich 343,7 von 100 000 Menschen mit dem Coronavirus, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag damit leicht unter den Werten vom Samstag (351,4) und Freitag (360,7). Am Sonntag vergangener Woche hatte sie 371,6 betragen. Nach wie vor liegt Berlin unter dem bundesweiten Durchschnitt von rund 440.

Die Berliner Gesundheitsämter meldeten 439 Neuinfektionen an einem Tag. Die Gesamtzahl erhöhte sich damit auf 284 750 Infektionen seit Beginn der Pandemie. Zwei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Zahl der Todesfälle stieg damit auf 3855. Die Zahlen am Wochenende und zu Wochenbeginn sind oft niedriger als unter der Woche – etwa wegen Meldeverzögerungen der Gesundheitsämter.
Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab der Lagebericht der Berliner Gesundheitsverwaltung am Sonntag mit 4,6 an. Der Wert spielt eine wichtige Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. (dpa) Kein Beitrag vorhanden

Neue Höchstzahl beim Impfen in Brandenburger Hausarztpraxen

Das Impfen in den Brandenburger Hausarztpraxen hat noch einmal an Fahrt aufgenommen. 127 251 Impfungen gab es innerhalb einer Woche – den Sonntag noch nicht mit eingerechnet, wie die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Damit sei die Woche vom 29. November bis zum 5. Dezember die mit Abstand stärkste in der Impfkampagne in den Arztpraxen überhaupt, sagte ein Sprecher. In der Woche vom 7. bis zum 13. Juni habe es 99 994 Impfungen in Arztpraxen gegeben.

„Die auf dem Brandenburger Impfgipfel vereinbarten 100 000 Impfungen pro Woche in den Arztpraxen werden deutlich übertroffen. Es wären sogar noch mehr Impfungen möglich, wenn verlässlich, planmäßig und ausreichend Impfstoff den Praxen geliefert werden würde“, sagte der Sprecher. Die Diskussion um Corona-Impfungen in Apotheken sei vor diesen Zahlen kontraproduktiv. Der Impfstoff müsse in die Arztpraxen, um vereinbarte Termine sicherzustellen.
Brandenburg liegt im bundesweiten Vergleich bei den Impfungen weiter hinten. Bei den Erstimpfungen liegt die Quote nach Daten des Robert Koch-Instituts bei 65,0 Prozent und damit gleichauf mit Thüringen. Eine niedrigere Impfquote hat nur noch Sachsen. Bei den vollständig Geimpften liegt die Quote im Land demnach bei 62,4 Prozent, nur Sachsen liegt dahinter. Bei den Booster-Impfungen zählt Brandenburg 12,6 Prozent und landet damit auf dem drittletzten Platz, gefolgt von Sachsen und Hessen. (dpa)

Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg sinkt weiter leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz neuer Ansteckungen mit dem Coronavirus in Brandenburg ist am Sonntag weiter leicht zurückgegangen. 646,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche meldete das Gesundheitsministerium. Am Samstag lag der Wert bei 662,6 und vor einer Woche bei 709,4. Der Landkreis mit dem höchsten Wert ist weiterhin Elbe-Elster mit 1461,1. Am Wochenende können Zahlen verzögert gemeldet werden.

1706 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter im Land. Am Vortag waren es 2899. Am Freitag waren es 4241 gemeldete Fälle, wobei die Zahl überdurchschnittlich hoch war, da die Kreise Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz zuvor für einen Tag keine neuen Daten gemeldet hatten. Bei der Altersgruppe liegen die 10- bis 14-Jährigen bei der Sieben-Tage-Inzidenz vorn – danach kommen die 5- bis 9-Jährigen.
Die Zahl neuer Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den Krankenhäusern in Brandenburg je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche ist auch am Sonntag weiter gestiegen: Sie liegt derzeit bei 5,06 und nach dem Warnwert der Warnampel noch bei Gelb. Ab einem Wert über sechs gilt der Alarmwert Rot. 706 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung werden derzeit in den Krankenhäusern behandelt, davon 162 auf der Intensivstation. 137 davon müssen beatmet werden.
Der Anteil an intensiv-pflichtigen Covid-19-Patientinnen und -Patienten an der Zahl der aktuell tatsächlich betreibbaren Intensivbetten liegt nach Ministeriumsangaben bei 23,8 Prozent und damit im roten Bereich. (dpa)

Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg leicht gesunken

In Brandenburg ist die Sieben-Tage-Inzidenz neuer Ansteckungen mit dem Coronavirus wieder leicht gesunken. Am Samstag meldete das Gesundheitsministerium 662,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche. Am Vortag lag der Wert bei 670,9 und vor einer Woche bei 674,7. Im Landkreis Elbe-Elster ist der Wert mit 1492,8 weiterhin am höchsten. Am Wochenende können Zahlen verzögert gemeldet werden.
2899 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter im Land. Am Freitag waren es 4241 registrierte Fälle, wobei die Zahl überdurchschnittlich hoch war, da die Kreise Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz zuvor für einen Tag keine neuen Daten gemeldet hatten. Die Zahl der aktuell Infizierten und Erkrankten wird auf 47.400 geschätzt. In der Vorwoche waren es 38.200. Bei der Altersgruppe liegen die 10- bis 14-Jährigen bei der Sieben-Tage-Inzidenz vorn – danach kommen die 5- bis 9-Jährigen.
703 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung werden derzeit in Brandenburgs Krankenhäusern behandelt, davon 163 auf der Intensivstation. 134 davon müssen beatmet werden. Die Zahl neuer Covid-19-Patientinnen und -Patienten in Krankenhäusern je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche ist gestiegen: sie liegt derzeit bei 4,94 und nach dem Warnwert der Warnampel bei Gelb. Am Vortag lag der Wert bei 4,78. Ab einem Wert von über sechs gilt der Alarmwert Rot. Der Anteil an intensiv-pflichtigen Covid-19-Patientinnen und -Patienten an der Zahl der aktuell tatsächlich betreibbaren Intensivbetten liegt nach Ministeriumsangaben bei 23,8 Prozent und damit im roten Bereich. (dpa)

Müller: „Wir brauchen jeden Einzelnen für Stopp der Pandemie“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die Menschen in der Hauptstadt aufgerufen, wegen der hohen Corona-Zahlen Kontakte zu reduzieren, sich an die Regeln zu halten und sich impfen zu lassen. „Wir brauchen Sie, jede und jeden einzelnen, um die Pandemie endlich zu stoppen“, schreibt Müller in einem am Samstag im Internet veröffentlichten Bürgerbrief.

„Ich weiß: Sie haben unsere Mahnungen und Warnungen schon oft gehört, haben mitgemacht und sich eingeschränkt“, sagte der Politiker an die Adresse der Berlinerinnen und Berliner. „Aber wir brauchen Ihre Mithilfe weiterhin, wenn wir einen Kollaps des Gesundheitssystems und viele Schwerkranke vermeiden wollen. Die Krankenhäuser sind in höchster Alarmbereitschaft – nicht nur in Berlin, sondern in ganz Deutschland.“
In Berlin sei die Lage ernst, aber zum Glück noch nicht gekippt, so Müller. „Damit das so bleibt, brauchen wir Sie. Bitte helfen Sie mit: Wir müssen unsere Kontakte reduzieren! Wir müssen uns an die Regeln halten, so schwer es oft auch fällt.“ Müller rief die Bürger zudem auf, sich regelmäßig selbst zu testen oder in den Corona-Teststellen kostenlos testen zu lassen.
Und: „Impfen wirkt“, sagte Müller. „Aber es gibt bei uns einfach noch zu viele Ungeimpfte, die unser Zusammenleben gefährden: Der Großteil der Corona-Patienten in den Kliniken sind Menschen, die bisher nicht geimpft wurden. Das verhindert einen dauerhaften Exit aus dieser Pandemie und den Weg zurück in eine sichere Normalität.“
Nach den Worten Müllers will der Senat „alles Erdenkliche“ unternehmen, um die Auffrischimpfungen zu beschleunigen – und zwar niedrigschwellig und schnell. „Wir müssen boostern, boostern, boostern!“ (dpa)

Inzidenz in Berlin sinkt auf 351,4 – weniger Neuinfektionen als am Vortag

Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus sind in Berlin leicht gesunken. In den vergangenen sieben Tagen wurden in Berlin 351,4 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen mit dem Coronavirus gemeldet, wie aus dem Lagebericht der Berliner Gesundheitsverwaltung am Samstag hervorgeht. Am Freitag hatte die Inzidenz noch bei 360,7 gelegen. Berlin liegt unter dem bundesweiten Durchschnitt von rund 442. Die entsprechende Corona-Ampel zeigt auf Rot.
Die höchste Inzidenz unter den Bezirken hat laut Lagebericht Spandau mit 438,2, gefolgt von Treptow-Köpenick mit 431,9. Den niedrigsten Wert verzeichnet Steglitz-Zehlendorf mit 277,5. Insgesamt wurden in Berlin am Freitag 2244 Neuinfektionen und vier weitere Todesfälle verzeichnet. Auch hier ist die Zahl im Vergleich zum Vortag leicht gesunken.
Am Donnerstag war mit der Ampel zur Auslastung der Intensivbetten die zweite der drei Berliner Corona-Ampeln auf Rot gesprungen. Der Wert hatte am Donnerstag knapp die Marke von 20 Prozent überschritten (20,2). Am Samstag stieg der Wert erneut; laut Lagebericht waren 22,1 Prozent der Berliner Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt.

Ohne Termin: Impfstation bei Ikea in Tempelhof wieder eröffnet

Erst Spritze, dann Möbelkauf: Der Arbeiter-Samariter-Bund hat im Auftrag der Senatsgesundheitsverwaltung wieder eine Impfstation bei Ikea in Tempelhof am Sachsendamm 47 in Betrieb genommen. Von Montag bis Sonnabend zwischen 10 und 17.30 Uhr sowie am Sonntag, 19. Dezember, gibt es dort Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen ohne Termin. Gespritzt wird jedoch allein das Mittel von Moderna. Das Angebot kommt als nicht für Schwangere und unter 30-Jährige in Betracht. Diese sollten sich an die Impfzentren des Landes oder andere stationäre Impfstellen wie im Ring-Center oder an der Trabrennbahn Karlshorst wenden, um dort den Impfstoff von Biontech zu erhalten, hieß es in einer Mitteilung der Hilfsorganisation vom Freitag. Die Ikea-Impfstation liegt im Parkdeck der Tiefgarage beim Zugang zum Möbelhaus. Bereits im August 2021 gab es dort eine Impfstation des Arbeiter-Samariter-Bundes. tagesspiegel

Impfstelle in Marzahn: Ab Montag auch Terminbuchungen und Biontech-Impfungen

Die in erst zu Wochenbeginn eröffnete Impfstelle im Freizeitforum Marzahn führt ab sofort Terminbuchungen ein. Damit soll das lange Anstehen reduziert werden, wie aus einer Mitteilung des Bezirksamts vom Freitag hervorgeht. Ab Montag sollen je 200 Termine täglich über das Online-Portal Doctolib und über die Telefonhotline 030/9028-2200 vergeben werden. Weitere 200 Termine pro Tag sollen demnach „vor Ort“ gebucht werden können. Ein Sprecher des Bezirksamts erklärte auf Nachfrage, damit bleibe die Möglichkeit bestehen, auch kurzfristig durch Anstellen zu einer Impfung zu kommen. Bei Doctolib waren am Freitagabend alle Termine für das Freizeitforum ausgebucht, wobei unklar blieb, ob die Termine tatsächlich schon vergeben worden oder nach gar nicht freigeschaltet worden waren.
Zudem ist ab Montag auch Impfstoff von Biontech für all jene verfügbar, denen er empfohlen wird. Seit der Eröffnung am 29. November war ausschließlich Moderna verimpft worden, sodass keine Impfungen für unter 30-jährige oder Schwangere angeboten werden konnten. Das ist nun ab kommender Woche möglich – für Erst- und Zweitimpfungen genauso wie für Auffrischungsimpfungen.
Nach Angaben von Bezirksbürgermeister Gordon Lemm (SPD) hätten viele Bürgerinnen und Bürger Biontech und Terminbuchungen gefordert. Wer sich dennoch anstellen will, um eine Impfung zu bekommen, ist künftig zumindest etwas vor dem Winterwetter geschützt: Bezirksamt und Arbeiter-Samariter-Bund haben auf dem Vorplatz des Freizeitforums Zelte für die Wartenden errichtet. Sie sollen bis Februar stehen bleiben.

Jarasch: Impfung von kleineren Kindern nicht der entscheidende Hebel

Grünen-Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch hat vor zu großen Erwartungen mit Blick auf die Impfung kleinerer Kinder gewarnt. Auch kleineren Kindern sollten Impfangebote zügig ermöglicht werden, sagte Jarasch am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Klar ist aber auch: Die flächendeckende Impfung von kleineren Kindern wird nicht der Hebel sein, um die Pandemie zu überwinden“, so die Grünen-Politikerin. „Unser Problem bleiben die ungeimpften Erwachsenen, hier müssen wir alle Energie reinstecken. Den Wendepunkt bei der Pandemie werden wir dadurch erreichen, dass wir hier die Impfquoten hochkriegen und schnell und ausreichend Impfungen bereitstellen.“

Berlin will die geplanten Corona-Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren direkt in Schulen anbieten. Eingesetzt werden sollen dafür mobile Impfteams, wie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Freitag ankündigte. Dies solle nach Möglichkeit noch vor Weihnachten erfolgen.
Berlins designierte Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sagte dazu: „Ich glaube, dass Kinderimpfungen ein echter Wendepunkt sein können, was die Frage der höheren Impfquote betrifft.“ Denn gerade in dieser Altersgruppe sei die Inzidenz sehr hoch in Berlin. Sie sprach sich dafür aus, parallel dazu die Zahl der Impfstellen für Erwachsene weiter auszubauen.
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte vor kurzem den Biontech-Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige zugelassen – mit einer niedrigeren Dosierung als für Erwachsene. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Kinderimpfungen steht noch aus, ist aber in Aussicht gestellt. (dpa) Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz wird eingezäunt
Die Verschärfung der Corona-Maßnahmen führt dazu, dass der Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz eingezäunt wird. Vom kommenden Mittwoch an werde es fünf Ein- und Ausgänge für den Markt geben, teilte eine Sprecherin am Freitag auf Anfrage mit. Der Schaustellerverband wolle so die 2G-Regel umsetzen, die laut Senatsbeschluss künftig generell für alle Berliner Weihnachtsmärkte gelten soll. Zutritt erhalten Besucherinnen und Besucher dann nur noch mit Impfnachweis und Personalausweis. Bislang ist der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz offen zugänglich, es herrscht jedoch Maskenpflicht.
Unklar ist noch, wie viele Buden übrig bleiben. Vermutlich muss die Marktfläche reduziert werden. „Den ganzen Breitscheidplatz kann man nicht einzäunen“, hatte der Vorsitzende der AG City, Klaus-Jürgen Meier, erst vor wenigen Tagen gesagt.

Da es jedoch an der belebten Einkaufsstraße Tauentzien ebenfalls Weihnachtsangebote gibt, strömen die Menschen von allen Seiten auf den Platz. Vor diesem Hintergrund hatte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) bereits gebeten zu prüfen, ob diese Situation entzerrt werden kann.
Anders als im benachbarten Brandenburg dürfen die Weihnachtsmärkte in der Hauptstadt auch weiterhin öffnen – allerdings nur noch mit 2G-Regel. Manche Veranstalter haben bereits von Angang an darauf gesetzt, etwa der Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt. Dort gilt für alle Marktbeteiligten 2G plus, wie ein Sprecher sagte. Eine Testpflicht auch für Besucher habe man kurz nach der Einführung zu Wochenbeginn wieder abgeschafft. Sie habe sich als zu kompliziert erwiesen. Es gelte jedoch Maskenpflicht. (dpa/CD)

Wegen Lieferproblemen: Kitas können Testpflichten nicht erfüllen

Seit Anfang Dezember müssen Berliner Kitakinder zweimal in der Woche auf Covid getestet werden. Doch die Bildungsverwaltung kommt mit den Lieferungen nicht hinterher.Berliner Kitas können das seit Mittwoch geltende Testsystem bislang nicht flächendeckend umsetzen, weil es an Material fehlt. Man könne die „sehr hohe Nachfrage“ an Tests nicht decken, heißt es in einem Schreiben der Bildungsverwaltung an Kitaträger. Gleichzeitig erschwere eine schwierige Marktlage „die Beschaffung der Tests enorm“.
Erst in der vergangenen Woche hatte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) ein verbindliches Testsystem für Kitas angekündigt. Diese seien ab Dezember „verpflichtet, den Sorgeberechtigten zwei selbsttestfähige Schnelltests pro Woche auszuhändigen“. Deren Anwendung durch Eltern sei den Kitas auf einem Formular zu bestätigen, schrieb die Senatorin in einer Pressemitteilung vom 23. November.
Etwas anders hört sich das in einem Schreiben an Eltern an, das die Senatorin zwei Tage später verschickte. Die Anwendung der Tests solle den Kitas schriftlich mitgeteilt werden, von einer Pflicht ist dort nicht die Rede. „Aktuell besteht der Betreuungsanspruch für Ihr Kind auch ohne regelmäßige Testung und unabhängig von der Vorlage der oben genannten Bescheinigung.“
Sobald ausreichend orale Lolli-Schnelltests vorhanden sind, will die Bildungsverwaltung sogar drei verpflichtende Tests pro Woche austeilen lassen, voraussichtlich ab Mitte Januar. Die Methode sei „leichter anwendbar“ und für Kleinkinder „besser verträglich“. Noch in der vorvergangenen Woche hatte die Bildungsverwaltung eine Testpflicht in Kitas abgelehnt. Diese werde von einem „relevanten Teil der Elternschaft sowie der Einrichtungen nicht befürwortet“, teilte damals Sprecher Ralph Kotsch der dpa mit.
Die Forderung nach einer Testpflicht für Kitakinder wurde vom Landeselternausschuss bereits seit April geäußert. Die Bildungsverwaltung war am Freitag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. 

Kammer-Präsident: Rund ein Viertel der Zahnärzte bereit zum Impfen

Die Berliner Zahnärztekammer hat darauf hingewiesen, dass nur eine Minderheit der Zahnärzte in der Hauptstadt für Corona-Impfungen infrage kommt. „Wie bei allen Ärzten sind die Kapazitäten in den Zahnarztpraxen insbesondere mit Blick auf die gegen Jahresende ablaufenden Fristen für das zahnärztliche Bonusheft beschränkt“, sagte Zahnärztekammer-Präsident Karsten Heegewaldt am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Aufgrund einiger Befragungen anderer Landeszahnärztekammern gehen wir davon aus, dass auch in Berlin die Impfbereitschaft bei bis zu einem Viertel der Zahnärztinnen und Zahnärzte liegt.“

Grundsätzlich begrüße die Kammer die politischen Bestrebungen, auch die Zahnärzteschaft in die Corona-Impfkampagne einzubeziehen.
Bund und Länder hatten sich bei Beratungen am Donnerstag darauf verständigt, dass künftig auch Zahnärzte, Apotheker und Pflegefachkräfte Impfungen gegen das Virus vornehmen dürfen. „Gerade in dieser Notlage der vierten Pandemiewelle in Deutschland möchten wir unsere ärztlichen Kolleginnen und Kollege gern unterstützen“, sagte Heegewaldt. „Als Fachärzte für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde sind wir es täglich gewohnt und geübt, Spritzen zu setzen.“ (dpa)

Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und tanzen verboten

Der Berliner Senat hat am Freitag strengere Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung beschlossen – insbesondere für Ungeimpfte. In Kraft treten sollen die Neuerungen kommenden Mittwoch. Ein Überblick, welche Regeln dann gelten.

Impfstoff fehlt in Brandenburg – Ministerin: Könnten deutlich mehr impfen

In Brandenburg steigt die Zahl der Impfwilligen, es fehlt aber weiter an Impfstoff. Die Entwicklung bei den Impfzahlen ist nach Worten von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) erfreulich. „Wir sehen aber leider bei vielen Impfaktionen, dass mehr Interessierte geimpft werden könnten, wenn vor Ort mehr Impfstoff vorhanden wäre“, sagte sie am Freitag. Der Bund müsse mehr Impfstoffdosen insbesondere von Biontech/Pfizer zur Verfügung stellen. Die aktuelle Rationierung dieses Impfstoffes sei ein „echtes Problem für das Impftempo“, so Nonnemacher. Vom Impfstoff von Moderna stünden ausreichend Impfstoffmengen bereit.

Die Impfstoffe von Biontech werden vermutlich auch in den Folgewochen nur kontingentiert zu erhalten sein, erklärte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse.
Der Brandenburger Hartmann-Bund kritisierte die Verteilung durch den Bund und die Rationierung des Impfstoffs Biontech. „Vor allem geht es jetzt um Schnelligkeit und um die, die noch nicht geimpft sind“, sagte der Vorsitzende Hanjo Pohle. Der Mediziner impft selbst in seiner Praxis und musste wegen fehlenden Impfstoffs zwei Schulklassen bereits absagen. Die Inzidenzen bei den jüngeren Menschen seien derzeit viel höher als bei den Älteren, warnte er. Sie müssten jetzt geimpft werden, dafür werde aber der Impfstoff Biontech gebraucht, so Pohle. Mit Moderna sind nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) Impfungen bei Menschen erst ab 30 möglich.
Die Zahl der Corona-Impfungen im Land ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums weiter gestiegen. Über 142 000 Impfungen gegen das Coronavirus wurden in den vergangenen sieben Tagen verabreicht. Die Impfangebote werden derzeit landesweit weiter ausgebaut.
Am Freitag öffnete die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) ein städtisches Impfzentrum auf dem Messegelände. Bereits am Mittwoch (01.12.) nahm der Landkreis Teltow-Fläming das Impfzentrum Luckenwalde in der Fläminghalle in Betrieb, der Kreis Dahme-Spreewald eine überregionale Impfstelle am ehemaligen Flughafen Schönefeld.
In Brandenburg sind derzeit 62,4 Prozent vollständig geimpft. Das Land liegt damit im Bundesvergleich auf dem vorletzten Rang. In der Altersgruppe 12 bis 17 Jahre sind 34,3 Prozent vollständig geimpft, in der Altersgruppe 18 bis 59 Jahre sind es 65,6 Prozent, in der Altersgruppe ab 60 Jahre 81,8 Prozent. Rund 320 000 Menschen haben den Daten zufolge bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. (dpa)

Viel Interesse an neuer Impfstelle in Karlshorst

Bei der Eröffnung der neuen Corona-Impfstelle an der Trabrennbahn in Berlin-Karlshorst ist es zunächst zu Verzögerungen gekommen. Es seien nicht alle Ärzte rechtzeitig vor Ort gewesen, teilte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Freitag auf Anfrage mit. Als Grund nannte ein DRK-Sprecher einen Fehler bei dem beteiligten Ärzte-Vermittlungsportal. Menschen mit Termin seien jedoch schnell ohne längere Wartezeit an die Reihe gekommen. Impfwillige, die spontan vorbeikamen, mussten sich in längere Schlangen einreihen. „Die neue Impfstelle wird sehr gut angenommen“, so der Sprecher.
Auch die Senatsgesundheitsverwaltung war über die Resonanz zufrieden. Rein rechnerisch seien am Standort Karlshorst täglich bis zu 1000 Impfungen möglich, erklärte ein Behördensprecher. Angesichts der deutlich gestiegenen Nachfrage nach einer Immunisierung gegen das Coronavirus hat Berlin in den vergangenen Wochen seine Kapazitäten wieder ausgebaut – vor allem im Osten der Stadt. Von den ehemals sechs Impfzentren sind nur noch zwei geöffnet.
Nach dem täglichen Lagebericht des Senats gab es bislang 5.678.854 Impfungen in Berlin. 69,4 Prozent der Menschen gelten als vollständig geimpft, 72,3 Prozent haben eine erste Impfung erhalten. (dpa)

Zahl der Corona-Infektionen an Berliner Schulen sinkt

4076 Berliner Schüler:innen sind laut Senatsschulverwaltung aktuell mit dem Coronavirus infiziert. Das sind fast 500 weniger als vor einer Woche, damals meldete der Senat 4565 Infektionen. 
Auch die Zahl der wegen Quarantäne geschlossenen Lerngruppen an allgemeinbildenden Schulen ist erneut gesunken, von 102 in der Vorwoche auf aktuell 77. Die meisten Infektionen wurden aus Neukölln (428) und Reinickendorf (419) gemeldet. Insgesamt 443 Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal wurden vergangene Woche positiv getestet. 
Die volle Übersicht über die Corona-Lage an Berliner Schulen veröffentlicht die Senatsschulverwaltung freitags hier unter der Frage „Wie ist die aktuelle Infektionslage in den Berliner Schulen?“.

Weniger Corona-Infektionen an Brandenburger Schulen

Die Zahl der Corona-Infektionen an Brandenburger Schulen ist leicht gesunken. In dieser Kalenderwoche seien 5935 Schülerinnen und Schüler positiv auf Covid-19 getestet worden, teilte das Bildungsministerium am Freitag nach dem Stand von Donnerstag mit. Das waren knapp 250 weniger als in der Vorwoche. Insgesamt 12 639 Schüler sind in Quarantäne, in der Vorwoche waren es gut 2000 mehr.

426 Lehrkräfte hatten in der laufenden Woche einen positiven Test während in der Vorwoche 490 Lehrkräfte positiv auf Covid-19 getestet wurden. 589 Lehrkräfte sind in Quarantäne, in der Vorwoche waren es knapp 100 mehr.
Den Angaben zufolge sind 94 Lerngruppen an 46 Schulen in Quarantäne. In der Vorwoche waren es 160 Lerngruppen an 81 Schulen. Während in der Vorwoche zwei Schulen komplett geschlossen waren, war es in dieser Woche nur noch eine. (dpa) Berlin will Kinder an Schulen impfen – Vorbereitungen laufen

Berlin senkt Obergrenzen für Veranstaltungen

Ab kommenden Mittwoch dürfen in Berlin an Veranstaltungen draußen maximal noch 5000 Menschen teilnehmen. Veranstalter müssen bei ausverkauften Vorstellungen umplanen, sagte der geschäftsführende Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD). Auch volle Fußballstadien gehören damit der Vergangenheit an. In Innenräumen sind noch 2500 Teilnehmer erlaubt. 
Damit schlägt Berlin einen deutlich strengeren Weg ein, als gestern von Bund und Ländern als Minimum beschlossen. Das liege daran, dass „wir nach wie vor sehen, dass das ganze Thema Mobilität und Kontakte jenseits der eigentlichen Veranstaltung“ eine wichtige Rolle bei Infektionen spiele, sagte Müller – und nannte das Treffen an der Würstchenbude oder den Gang in die Kneipe nach dem Fußballspiel. Müller bat um Verständnis der Veranstalter. In anderen Regionen Deutschlands, die eine Inzidenz jenseits der 600 haben, würde alles abgesagt und geschlossen. „Wir wollen diese Eskalation vermeiden, deshalb greifen wir frühzeitig ein.“

Tanzen verboten, Clubs noch offen

In Berlin werden wegen der hohen Inzidenz Tanzlustbarkeiten ab Mittwoch untersagt. Damit ist das Tanzen in den Berliner Clubs ab Mitte nächster Woche verboten. Zwar werden die Clubs wegen rechtlicher Fragen noch nicht geschlossen, „aber es darf nicht mehr getanzt werden“, sagte der Chef der Senatskanzlei, Christian Gaebler (SPD), nach der Sondersitzung des Senats am Freitag.
Für Schließungen von Clubs muss aber das Infektionsschutzgesetz im Bund angepasst werden. Damit setzt Berlin die Mindestmaßnahmen um, auf die sich Bund und Länder am Donnerstag geeinigt hatten. Kommende Woche soll das Gesetz entsprechend angepasst werden.
Vom Bund sei beschlossen worden, Clubs bei hohen Inzidenzwerten über 350 zu schließen, der rechtliche Prozess dazu laufe aber noch, sagte Gaebler. Wenn der Bund nächste Woche die Gesetze anpasse, werde man auch in Berlin erneut beraten. Das Verbot des Tanzens sei aber auch schon ohne Beteiligung des Parlaments nach dem Infektionsschutzgesetz möglich. Es gilt ab Mittwoch, weil dann die neuen Verordnungen in Kraft treten. Offenbleiben dürfen auch Restaurants und Kneipen, aber es soll neue Abstandsregeln geben und weniger Tische. (mit dpa)

Berlin verschärft die Corona-Maßnahmen

Der Berliner Senat hat wie angekündigt am Freitag strengere Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung beschlossen – insbesondere für Ungeimpfte. In Kraft treten sollen die Neuerungen kommenden Mittwoch, wie der geschäftsführende Regierende Bürgermeister, Michael Müller (SPD), sagte.
Dazu gehören Kontaktbeschränkungen für nicht geimpfte Menschen, deutlich niedrigere Obergrenzen für Großveranstaltungen und 3G für Kontaktsportarten im Freien. Weihnachtsmärkte sollen wie angekündigt nur noch für geimpfte und genesene Menschen zugänglich sein. 2G im Einzelhandel gilt bereits in Berlin.
Treffen, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, sind in Berlin künftig auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts beschränkt. 

Man müsse sich genau vor Augen führen, „was es heißt, jetzt ungeimpft zu sein“, sagte Müller. Die Beschränkungen seien bewusst so formuliert worden. Man könne nicht immer weiter Geimpfte einschränken. „Das geht nicht. Die Ungeimpften sind diejenigen, die in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt werden, im öffentlichen wie privaten Bereich.

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