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Coronavirus in Berlin : In Berlin gibt es ab Freitag „Spontan-Impfungen“ in drei Impfzentren

Auch Corona-Neuinfektionen in Brandenburg steigen + Impfzentrum Tempelhof schließt + Corona-Inzidenz in Berlin steigt + Der Corona-Blog.

Coronavirus in Berlin : In Berlin gibt es ab Freitag „Spontan-Impfungen“ in drei Impfzentren

Ein Schild am Ende der Schlange des mobilen Impfteams auf dem Hermannplatz weißt darauf hin, dass bereits alle Impfungen vergeben…Foto: Fabian Sommer/dpa

In Berlin soll es in drei Impfzentren ab Freitag jeweils nachmittags „Spontan-Impfungen“ ohne Anmeldung geben. Corona-Immunisierungen seien dann zwischen 14 und 17 Uhr ohne Terminvereinbarung möglich. Das Angebot gelte zunächst für vier bis sechs Wochen für die Impfzentren Tegel, Messe und Erika-Hess-Stadion. (Mehr dazu unten im Newsblog)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Auch Corona-Neuinfektionen in Brandenburg steigen
  • Impfzentrum Tempelhof schließt: DRK erwartet keine Impf-Engpässe
  • Corona-Inzidenz in Berlin steigt weiter: Inzidenzwert inzwischen bei 18
  • Biontech ohne Termin: Impfaktion am Helios-Klinikum in Zehlendorf
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In Berlin gibt es ab Freitag „Spontan-Impfungen“ in drei Impfzentren

In Berlin soll es in drei Impfzentren ab Freitag jeweils nachmittags „Spontan-Impfungen“ ohne Anmeldung geben. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Dienstag mit. Corona-Impfungen seien dann zwischen 14 und 17 Uhr ohne Terminvereinbarung möglich. Das Angebot sei zunächst voraussichtlich für vier bis sechs Wochen für die Impfzentren in Tegel, auf dem Messegelände in Charlottenburg und im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding geplant. Dort soll nach Angaben der Gesundheitsverwaltung jeweils der Moderna-Impfstoff zum Einsatz kommen. 
Bausenator Sebastian Scheel (Linke) betonte am Dienstag Nachmittag bei der Pressekonferenz des Senats, die Impfbereitschaft sei in Berlin „relativ hoch“. Verbinden wolle er dies allerdings mit der „Aufforderung, Angebote auch wahrzunehmen“. Bis Ende September sei es möglich, 90 Prozent der Ü-12-Jährigen immunisieren zu können. (mit dpa)

Berliner Impfzentrum Tempelhof schließt – DRK erwartet keine Engpässe

Auch nach dem Aus für das Impfzentrum im Hangar 4 des ehemaligen Flughafens Tempelhof soll es keine Einschränkungen für Berlinerinnen und Berliner geben, die eine Corona-Impfung haben möchten. „Wir haben in den Impfzentren weiterhin noch Kapazitäten“, sagte der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin, Mario Czaja, am Dienstag im Interview mit Radio eins des RBB. 
„Wir können bis September noch mal eine halbe Million Menschen in den jetzt verbleibenden fünf Impfzentren impfen“, versicherte Czaja. Es gebe außerdem auch viele andere Möglichkeiten, sich impfen zu lassen.

Das Impfzentrum in Tempelhof, das im März als letztes der sechs Impfzentren der Hauptstadt geöffnet hatte, ist ab Mittwoch geschlossen. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Gesundheit sind deshalb aber keine Engpässe oder deutlich längere Wartezeiten zu befürchten: „Es bleibt bei einem großen Angebot“, sagte Sprecher Moritz Quiske am Dienstag. „Wir haben im Moment mehr Impfstoff als Nachfrage.“ (tsp mit dpa)

Corona-Inzidenz in Berlin steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin steigt weiter deutlich. Laut den aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag haben sich in den vergangenen sieben Tagen in der Hauptstadt pro 100 000 Einwohner 18 Menschen neu mit dem Corona-Virus infiziert. Am Vortag lag dieser Wert noch bei 15,8.
Berlin bleibt damit das Bundesland mit der höchsten Inzidenz. Insgesamt 196 neue Fälle wurden zwischen Montag und Dienstag registriert. Zwei weitere Menschen starben im selben Zeitraum an oder mit Covid-19.

Die Zahlen sind nach wie vor auf niedrigem Niveau, steigen aber wieder deutlich an. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich in der Hauptstadt 181.342 Menschen mit dem Virus. Die meisten gelten als genesen. 3574 Infizierte starben im Zusammenhang mit Covid-19.

Im Vergleich der Bezirke ergab sich laut den am Dienstag einsehbaren RKI-Daten folgendes Bild: Mitte ist am stärksten von Neuinfektionen betroffen und liegt laut der Übersicht bei einer Inzidenz von 29,3. Marzahn-Hellersdorf hat mit 6,1 die niedrigste Inzidenz innerhalb der Hauptstadt. (dpa)

Kabinett in Brandenburg berät über Corona-Regeln für kommendes Schuljahr

Rund drei Wochen vor Beginn des neuen Schuljahres will das Brandenburger Kabinett am Dienstag über die Corona-Regeln insbesondere in den Schulen beraten. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob neben den Schülern der weiterführenden Schulen auch Grundschüler wieder Masken tragen müssen. Die regelmäßigen Testungen der Schüler sollen fortgesetzt werden. Dem Vernehmen nach soll es angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus zudem um die Frage gehen, ob auch die zuverlässigeren PCR-Tests eingesetzt werden sollen.

Beraten werden soll auch über den Beschluss der Staatskanzleichefs zu Großveranstaltungen. Danach könnten unter bestimmten Voraussetzungen wieder bis zu 25.000 Gäste bei sportlichen oder kulturellen Veranstaltungen zugelassen sein. Formelle Beschlüsse werden am Dienstag im Kabinett noch nicht erwartet. (dpa)

Biontech ohne Termin: Impf-Aktion in Zehlendorf

In Berlin-Zehlendorf gibt es an den kommenden beiden Wochenenden eine Corona-Impfaktion am Helios-Klinikum. Wie der Klinikkonzern mitteilte, findet die Aktion im Impfzentrum des Medizinischen Versorgungszentrums am Helios Klinikum Emil von Behring statt. Dort gibt es das Vakzin von Biontech.
Anmelden muss man sich vorher nicht: Sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen sind dort ohne Terminbuchung möglich, hieß es vom Unternehmen. Impfwillige müssen lediglich ihren Impfausweis und ihre Versichertenkarte mitbringen. Die Aktion findet am 24., 25., und 31. Juli von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr statt im Impfzentrum Walterhöferstraße 11, rechts neben dem Parkhaus des Klinikums.

Coronavirus in Berlin : In Berlin gibt es ab Freitag „Spontan-Impfungen“ in drei Impfzentren

Im Impfzentrum des MVZ am Zehlendorfer Helios-Klinikum wird gegen Corona geimpft.   Bild: Helios Kliniken 

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Brandenburg auf niedrigem Niveau

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus liegt in Brandenburg weiterhin auf niedrigem Niveau. Innerhalb eines Tages seien von den Gesundheitsämtern insgesamt 13 neue Fälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Potsdam mit. Am Sonntag waren es 5 und am Samstag 19. Landesweit wurden 5,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert, nach 5,5 am Vortag und 3,7 vor einer Woche. In Berlin liegt die so genannte Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 15,3 und bundesweit bei 10,3.
Die höchsten Werte in Brandenburg meldeten am Montag der Landkreis Havelland mit 19,6 und die Stadt Frankfurt (Oder) mit 17,3. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage lang über dem Wert von 20 liegt, gilt vom folgenden Tag an wieder eine Testpflicht etwa in Gaststätten oder bei touristischen Übernachtungen. Das Landeskabinett berät am Dienstag über Ausbreitung der Delta-Variante des Virus. (dpa)

FDP-Fraktionschef Czaja fordert: Kein Corona-Lockdown mehr

Vor dem Hintergrund erneut steigender Infektionszahlen fordert Berlins FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja einen Strategiewechsel im Umgang mit Corona. „Ich erwarte vom Senat eine Garantie, dass es keinen weiteren Lockdown geben wird“, sagte Czaja der Deutschen Presse-Agentur.

Denn die jetzige Situation mit Impfen, Teststrategie, digitalen Lösungen bei der Kontaktnachverfolgung oder Erkenntnissen zum Verlauf der Krankheit sei eine komplett andere als in frühen Zeiten der Pandemie. „Der Inzidenzwert ist nicht mehr das Maß aller Dinge“, so Czaja. Nötig seien vielmehr umfassende und übergreifende Konzepte, wie man mit der Pandemie leben könne.

Die Sorgen seien groß in Berlin, dass es wieder einen Lockdown geben, sagte der Spitzenkandidat seiner Partei für Wahl zum Abgeordnetenhaus am 26. September weiter. 
Czaja weiter: „Ich will diese Garantie vom Senat haben, damit wir auch unseren Tourismus und unseren Wirtschaftsstandort Berlin wieder stärken und so Jobs sichern.“ Wenn Branchen wie Gastronomie, Hotellerie oder die Kulturlandschaft wieder durchstarten sollen, bräuchten sie Planungssicherheit und langfristige Strategien, „anstatt sich immer wieder von einem Lockdown zum nächsten zu hangeln“.

Sorge bereitet Czaja in dem Zusammenhang der Schulstart nach den Sommerferien ab 9. August. „Ich erwarte, dass wir in einen gesicherten Regelbetrieb in den Schulen gehen und diesen dann auch im Herbst und Winter beibehalten“, sagte er. Jedoch habe es der Senat nach wie vor nicht geschafft, die Schulen pandemiesicher zu machen.

Die FDP fordert ebenso wie die CDU schon seit dem Vorjahr, alle Klassenräume mit Luftreinigungsgeräten auszustatten, wozu laut Czaja rund 21.000 der Geräte nötig wären. Der Senat sieht solche Luftfilter hingegen eher als ergänzende Maßnahme und hat bislang gut 7.700 angeschafft. Räume, in denen es die Systeme nicht gebe, müssten zumindest über eine CO2-Ampel verfügen, forderte Czaja. Solche Geräte zeigen die Luftqualität an und verdeutlichen, wann ein Raum gelüftet werden muss. (dpa)

Berlin nach wie vor Spitzenreiter im Ländervergleich bei Corona-Inzidenz in Deutschland

In Berlin verharrt die Sieben-Tages-Inzidenz weiter auf dem Niveau der letzten Tage. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Montag einen Wert von 15,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Damit liegt Berlin im Vergleich mit anderen Bundesländern an der Spitze
Laut Corona-Dashboard vom RKI wurden 58,7 Prozent der Berliner mindestens einmal geimpft (Stand Montagmorgen), vollständig immunisiert sind 45,3 Prozent der Bewohner:innen. Im Länderranking liegt Berlin damit im Mittelfeld.
Im Vergleich der Landkreise ergab sich laut den am Montag einsehbaren RKI-Daten folgendes Bild: Der Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz verzeichnet mit 65,5 die höchste 7-Tage-Inzidenz. Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg liegt laut dieser Tabelle bei einem Wert von 25,5. Die anderen Bezirke verzeichnen niedrigere Zahlen. (mit dpa)

Nach Corona-Beschränkungen: Mitte will keine Großveranstaltungen am Plötzensee

Das Bezirksamt Mitte will auch nach den Corona-Lockdowns weiter keine Großveranstaltungen am Plötzensee zulassen. Das Strandbad und dessen Uferbereiche dürften nicht in eine Event-Location verwandelt werden, hieß es am Samstag in einer Mitteilung. Plötzensee und Uferzonen seien Teil des Landschaftsschutzgebietes „Volkspark Rehberge“, das Strandbad grenze unmittelbar daran an. Hinzu kämen die berechtigten Interessen der Anwohnenden.
Die dort für Sonntag angekündigte Veranstaltung „Tropicalia by Pornceptual – Open Air“ sei untersagt worden. „Wir wenden uns nicht gegen Musik- und Tanzveranstaltungen in unserem Bezirk, auf die wir pandemiebedingt alle so lange verzichten mussten“, sagte die für Kultur und Umwelt zuständige Bezirksstadträtin Sabine Weißler. Das Strandbad könne nicht in eine Event-Location verwandelt werden. „Unsere Parks, öffentlichen Grünanlagen und Gewässer werden nach der Pandemie umso dringender als gemeinschaftlich nutzbare Flächen von allen Bürgerinnen und Bürgern benötigt.“
Widerspruch gab es von der Berliner Clubcommission. „Es ist für die Clubcommission nicht nachvollziehbar, dass dem Strandbad Plötzensee nach 18 Monaten pandemiebedingten Einschränkungen nun Freiluft-Musikveranstaltungen verboten werden“, sagte Sprecher Lutz Leichsenring in einer Mitteilung. Solche Veranstaltungen könnten professionell und störungsfrei organisiert werden. Nach monatelangen konstruktiven Dialogen zwischen den Betreibern des Strandbads und Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel habe das Ordnungsamt nun einen entgegengesetzten Kurs eingeschlagen. (dpa)

Weniger neue Corona-Infektionsfälle in Brandenburg am Sonntag

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen ist in Brandenburg am Sonntag deutlich zurückgegangen. Die Gesundheitsämter meldeten fünf neue Fälle, vier davon im Landkreis Havelland und einen Fall im Kreis Märkisch-Oderland, wie das Gesundheitsministerium berichtete. Am Samstag waren noch 19 neue Fälle hinzugekommen, vor einer Woche 18. Am Wochenende und zu Wochenbeginn werden neue Infektionen nicht immer regelmäßig gemeldet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die den Wert neuer Ansteckungen pro 100 000 Einwohner in einer Woche angibt, ist landesweit etwas von 6,0 auf 5,5 gesunken. Vor einer Woche lag sie bei 3,5.

Den höchsten Inzidenzwert hat weiter Frankfurt (Oder) mit unverändert 17,3, knapp dahinter folgt der Kreis Havelland mit 17,2. Cottbus und der Kreis Oberhavel liegen mit der Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter 10, weil dort keine neuen Fälle gemeldet wurden. Am niedrigsten ist der Wert neuer Ansteckungen in der Uckermark mit 0,8 und dem Kreis Oberspreewald-Lausitz mit 0,9.

Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage lang über dem Wert von 20 bleibt, gilt dort ab dem folgenden Tag wieder eine Testpflicht etwa in Gaststätten drinnen oder bei touristischen Übernachtungen. Das Kabinett berät am Dienstag über die Situation angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. (dpa)

Giffey hält Instrument des Corona-Lockdowns für überholt

Berlins SPD-Vorsitzende Franziska Giffey hält einen neuen Lockdown auch im Falle steigender Corona-Zahlen nicht für das richtige Instrument. Planungssicherheit und Perspektiven seien ganz entscheidend für viele Branchen von der Wirtschaft über die Messebranche bis hin zur Kultur. „Schon jetzt muss entschieden und vorbereitet werden, was nächstes Frühjahr stattfinden soll“, sagte die Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Abgeordnetenhauswahl am 26. September der Deutschen Presse-Agentur.

„Und diese Planungssicherheit bekommen wir durch die drei Gs: getestet, genesen, geimpft. Wenn wir entscheiden, wir veranstalten die Grüne Woche oder eine andere große Messe, dann brauchen wir eine verlässliche Planung: Jeder, der reinkommen will, muss getestet, genesen oder geimpft sein. Diejenigen, die das nicht sind, können dann leider nicht  teilnehmen.“ Das gelte auch für andere Bereiche.

„Das ist ein Weg, mit dem man absichern kann, dass wir es unabhängig von der Inzidenz schaffen, das normale Leben weitgehend aufrechtzuerhalten“, so Giffey. Die Veranstalter könnten dann planen, Personal einstellen und Tickets verkaufen. „Diese Planungssicherheit braucht es dringend, weil wir sonst keinen Neustart für die Branchen hinkriegen.“

Giffey: „Und deswegen müssen wir jetzt sagen, dass wir diesen Weg gehen wollen. Und das heißt impfen, impfen, impfen, die Menschen davon überzeugen und Anreize zu schaffen. Das ist der Weg, um mit diesem Virus zu leben und zu ermöglichen, dass Normalität und Freiheit wieder zurückkehren und bleiben können.“

Und weiter sagte sie: „Außerdem sind wir endlich soweit, dass allen ein Impfangebot gemacht werden kann. Das heißt, wir müssen auch an den Punkt kommen, an dem die Kostenübernahme für die Tests durch den Staat endet.

Heute sei die Situation mit den Test- und Impfmöglichkeiten eine völlig andere als im Vorjahr oder noch zum Jahresanfang. „Wir sind über das Mittel des Lockdowns hinaus.“ Das gilt nach Einschätzung Giffeys auch für die Schulen. „Wir müssen alles daran setzen, dass Schulen und Kitas nach den Ferien wieder normal öffnen können, der Präsenzunterricht wieder voll läuft.“ Die frühere Familienministerin erinnerte daran, dass sich auch hier vieles verändert habe, es regelmäßige Tests gebe und ein Großteil der Lehrer geimpft sei. (dpa)

Wirtschaftssenatorin Pop will Impfverweigerer für Tests zahlen lassen

Zur Erhöhung der Impfbereitschaft hat Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) vorgeschlagen, Impfverweigerer künftig für Schnelltests zahlen zu lassen. Maßgabe bleibe, dass die Menschen getestet, genesen oder geimpft sein müssten, wenn sie Veranstaltungen in Innenräumen wie etwa eine Filmvorführung im Kino besuchen wollten, sagte sie der „Berliner Morgenpost“ (Sonntag). 
„Selbstverständlich werden wir weiter kostenlose Testungen an Kitas und Schulen durchführen. Wenn aber alle Erwachsenen, die sich impfen lassen können, ein Impfangebot bekommen haben, stellt sich die Frage, ob die Tests darüber hinaus von der Solidargemeinschaft gezahlt werden müssen“, erklärte Pop. (dpa)

100 000 Dosen Astrazeneca laufen bald ab – Berlin will Impfstoff an andere Länder geben

Berlin setzt sich dafür ein, dass mehr als 100 000 Dosen mit Astrazeneca-Impfstoff anderen Ländern zur Verfügung gestellt werden, bevor sie wegen Überschreiten der Haltbarkeit auf dem Müll landen. Das sagte der Sprecher der Berliner Gesundheitsverwaltung, Moritz Quiske, am Sonnabend dem Tagesspiegel. Er bestätigte damit einen RBB-Bericht, wonach der umstrittene Corona-Impfstoff in den Hausarztpraxen kaum noch nachgefragt wird. 

„Es geht dabei ausschließlich um jene Dosen, die der Bund über den pharmazeutischen Großhandel an die Kassenärztliche Vereinigung beziehungsweise an die niedergelassenen Ärzte geliefert hat“, sagte Quiske. „Davon laufen viele in den nächsten zwei, drei Wochen ab. Wir können aber als Land nichts machen, weil die rechtliche Zuständigkeit beim Bund liegt.“ 

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) habe das Problem mehrfach öffentlich und auch in der Gesundheitsministerkonferenz der Länder angesprochen, sagte Quiske weiter, eine Entscheidung könne aber nur der Bund fällen.

In anderen Bundesländern ist die Lage ähnlich. „Es wurden einfach im Hinblick auf die Zweitimpfungen sehr viele Dosen mit Astrazeneca bestellt“, sagte Dominik Lenz, Sprecher des brandenburgischen Gesundheitsministeriums. Diese würden aber nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), sich nach Astrazeneca lieber mit Biontech oder Moderna impfen zu lassen, kaum noch abgerufen.

Für die Astrazeneca-Dosen in den Berliner Impfzentren besteht das Problem laut Quiske übrigens – noch – nicht. Deren Haltbarkeit laufe erst zwischen Oktober und Dezember dieses Jahres ab. (Sandra Dassler)

Brandenburg berät am Dienstag über Corona-Kurs in der Schule

Rund drei Wochen vor dem ersten Schultag nach den Sommerferien will das Brandenburger Kabinett am kommenden Dienstag über den Kurs in der Corona-Pandemie vor allem für Schulen beraten. Dabei geht es auch um die Frage einer Maskenpflicht an Grundschulen, wo Schülerinnen und Schüler zuletzt keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen mussten. Bisher ist nach Angaben aus Regierungskreisen nicht absehbar, dass es darüber hinaus zu neuen Beschränkungen kommen könnte. Formelle Beschlüsse werden für Dienstag nicht erwartet. Das Kabinett hatte die bestehenden Corona-Regeln am 9. Juli bis zum Monatsende verlängert. Damit gilt zum Beispiel weiter eine Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Bussen und Bahnen. (dpa)

Hausverbot für „Captain Future“

Auch „Captain Future“ von der verschwörungsideologischen Gruppierung „Freedom Parade“ war zur Impfaktion gekommen, der in der Vergangenheit mit provokativen Aktionen gegen die Corona-Maßnahmen protestierte. Mit dem Megafon versprach er jedem eine Zimtschnecke, der sich nicht impfen lässt, wie auch auf seinem Plakat stand. Sein Angebot nahm allerdings niemand an, es gab kurze Buhrufe, dann bat ein Polizist ihn, das Gelände zu verlassen. „Captain Future“ bekam von Ikea Hausverbot. Er verließ das Gelände in Begleitung eines Polizisten widerstandslos. (Carolin Rückl/Tsp)

Coronavirus in Berlin : In Berlin gibt es ab Freitag „Spontan-Impfungen“ in drei Impfzentren

Bild: Carolin Rückl

Nicht genug Impf-Kapazitäten: Schlangen beim Impf-Drive-in geschlossen

Erst war es nur eine Empfehlung, jetzt sind die Schlangen beim Impf-Drive-in auf dem Ikea-Parkplatz in Lichtenberg geschlossen. Bei den Fußgängern wurde die Schlange hinter rund 300 Wartenden mit einer Absperrkette dichtgemacht, bei den wartenden Autos wurde hinter circa 400 Personen.
“Tun sie sich selbst einen Gefallen und kommen Sie an einem anderen Tag wieder“, sagte Bezirkssprecher Prokop Bowtromiuk. Es gibt zwar genug Impfstoff, aber nicht genug Personal, um ihn zu verimpfen. In den nächsten Tagen will man daher mehr Personal mobilisieren.

Die Verantwortlichen rechnen damit, dass mit dem aktuellen Tempo heute circa 1000 Menschen geimpft werden können. 300 Menschen wurden bis zum Zeitpunkt, als die Schlangen geschlossen wurden, bereits geimpft, 700 weitere warteten noch, hieß es vom Bezirkssprecher.

Durch die Schließung will man verhindern, dass die Menschen noch viele Stunden warten und am Ende doch ohne Impfung nach Hause gehen müssen, weil die Aktion beendet wurde. Schluss ist um 21 Uhr. Man geht davon aus, dass die Menschen, die nun anstehen, noch viele Stunden warten müssen.
Die Sonne ist inzwischen herausgekommen, es ist recht warm geworden auf dem Parkplatz. Ikea-Mitarbeitende stellten große Schirme auf. (Carolin Rückl)

100 Impfungen pro Stunde auf dem Ikea-Parkplatz – Wartezeit etwa zwei Stunden

Aktuell werden circa 100 Leute pro Stunde geimpft, sagt Bezirkssprecher Prokop Bowtromiuk. Für die nächsten Tage müsse man versuchen, noch mehr Personal zu mobilisieren. Mitarbeitende von Ikea hatten beim Aufbau geholfen und betreiben zum Beispiel den Essensstand, bei der eigentlichen Impfung sollen sie aber nicht unterstützen, erklärt er. 
Einsatzleiter Philipp Cachée schätzt, dass gerade circa 2000 Menschen hier sind. Impfstoff reicht ihm zufolge aus. “Wir sind gewappnet.” 
Der Bezirkssprecher kann die Schätzung nicht bestätigen, es gebe noch keine Zählung. Aber es sei sehr voll und man bitte die Menschen, das Angebot auch in den kommenden Tagen zu nutzen. Die Wartezeit beträgt aktuell etwa zwei Stunden. (Carolin Rückl)

Kalayci: „Die Nachfrage zeigt, dass wir einen Nerv getroffen haben“

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci kam am Samstag ebenfalls zum Lichtenberger Impf-Drive-in. „Ich freue mich sehr, dass wir hier in Berlin auch neue Wege gehen und niedrigschwellig und unkompliziert das Impfen da anbieten, wo die Menschen sind„, sagte die SPD-Politikerin. Man habe gesehen, dass in den Impfzentren die Nachfrage nachgelassen habe. „Es macht mich total glücklich zu sehen, dass sowohl in Neukölln als auch hier die Nachfrage da ist. Das zeigt, dass wir einen Nerv bei den Berlinerinnen und Berlinern getroffen haben, dass sie sagen: Wir wollen uns nicht anmelden.“ Das habe nur einen Nachteil – man müsse warten, sagte Kalayci. „Das unkomplizierte Impfenlassen funktioniert, auch wenn man dafür Wartezeit einplanen muss.“ (Carolin Rückl)

Rückstau auf der Abbieger-Spur

Auf der Landsberger Allee bildete sich laut Polizei ein moderater Rückstau auf der Linksabbieger-Spur zu Baumarkt und Ikea, der Durchfluss des Verkehrs läuft aber. Die Beamten haben eine Verkehrsmeldung herausgegeben, das Gebiet soll umfahren werden. (Carolin Rückl)

„War total entspannt“

Frank Liebchen, 57, Tankstellentechniker, hat gerade seine allererste Corona-Impfung bekommen. Er ist unter der Woche auf Montage, deswegen war das für ihn heute „die Gelegenheit“, wie er sagt. Er erhielt den Impfstoff von Johnson & Johnson – damit er seine Ruhe habe, erklärt er. „War total entspannt. Ich hätte nicht gedacht, dass man die Spritze überhaupt nicht spürt“, sagt Liebchen. (Carolin Rückl)

Coronavirus in Berlin : In Berlin gibt es ab Freitag „Spontan-Impfungen“ in drei Impfzentren

Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke)   Bild: Carolin Rückl Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) ist auch da. „Ich bin positiv überrascht vom Andrang. Das zeigt, dass die Impfbereitschaft immer noch hoch ist“, sagt er. Für heute gibt es 2000 Dosen Impfstoff. 
An einem kleinen Stand wird Essen und Trinken angeboten: Wasser, Kaffee, Butterbrezn und – na klar – Zimtschnecken für einen Euro, allerdings ist nur Kartenzahlung möglich.
An die in der Schlange Wartenden werden von Ikea Einkaufsgutscheine im Wert von fünf Euro und für einen gratis Veggie-Hot-Dog verteilt. Extra Toiletten gibt’s allerdings nicht, da müssen die bei Ikea reichen. (Carolin Rückl)

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