The latest news, top headlines

Coronavirus in Berlin : Gesundheitssenatorin Kalayci fordert bundesweiten Lockdown

Einzelhandel rechnet mit Einbußen infolge von 2G-Regel + Projektleiter: Täglich etwa 3000 Impfungen mehr nach Messe-Absage + Der Corona-Blog.

Coronavirus in Berlin : Gesundheitssenatorin Kalayci fordert bundesweiten Lockdown

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sieht den Bund am Zug.Foto: Jörg Carstensen/dpa

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci dringt auf eine schnelle Reaktion des Bundes auf die weiterhin hohen Infektionszahlen und die offenbar noch gefährlichere Virusvariante „Omikron“. Die SPD-Politikerin forderte am Samstag eine Bundesnotbremse. (Mehr dazu unten im Newsblog).

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Corona-Zahlen für Berlin: Inzidenz: 369,9, Intensivbettenbelegung 19,1 Prozent, Hospitalisierungsinzidenz 4,1.
  • Folge der 2G-Regel: Einzelhandel rechnet mit Einbußen.
  • Einschätzung nach Messe-Absage: Täglich etwa 3000 Impfungen mehr möglich.
  • Mehr Service: 2G beim Shoppen, 3G in der Bahn, Testpflicht im Club – diese schärferen Corona-Regeln gelten in Berlin.
  • Und noch mehr Service: Wie gut wirkt meine Corona­Impfung noch, wann brauche ich den Booster? Die Antwort gibt der Tagesspiegel-Impfschutzrechner
  • Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie live aufs Handy: Laden Sie hier unsere App für Apple- und Android-Geräte herunter. 

Please click Activate to see the social media posts.
Learn more about our data protection policy on this page
Aktivieren Neueste zuerst Redaktionell Neueste zuerst Älteste zuerst Highlights See latest updates Neuen Beitrag anzeigen Neue Beiträge anzeigen

Coronavirus in Berlin : Gesundheitssenatorin Kalayci fordert bundesweiten Lockdown

Berlins Gesundheitssenatorin fordert Bundesnotbremse

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) dringt auf eine schnelle Verschärfung der Corona-Regeln für ganz Deutschland durch die Bundesregierung. „Ich fordere den Bund auf, eine Bundesnotbremse einzusetzen“, sagte Kalayci der „Berliner Morgenpost“. Anlass sind die weiterhin hohen Infektionszahlen und die neue, in Südafrika festgestellte und offenbar noch gefährlichere Virusvariante „Omikron“. In Berlin sei noch kein Fall dieser Variante aufgetreten, sagte Kalayci auch. Die Labore seien aber darauf vorbereitet.
Zuvor hatte die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen empfohlen. „Unmittelbar wirksam ist es aus medizinischer und epidemiologischer Sicht, die Kontakte von Beginn der kommenden Woche an für wenige Wochen deutlich zu reduzieren“, heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme. Neue Virusvarianten machten schnelles und konsequentes Handeln noch dringlicher.
Die Gesundheitssenatorin hatte bereits am Freitag erneut dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen und die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Nun rief Kalayci die Berlinerinnen und Berliner auch dazu auf, Großveranstaltungen vor allem in Innenräumen zu meiden, um das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren. (mit dpa) tagesspiegel Kein Beitrag vorhanden

21 von 35 Gäste einer Party stecken sich an – alle geimpft

Ein Samstag im Spätherbst. Für unsere Autorin und ihre Freunde ist es einer der ersten richtigen Barabende seit eineinhalb Jahren – eine Überraschungsparty zum 30. Geburtstag. Einer von ihnen hat schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen, gekommen zu sein, weil er in der Woche darauf nach Thailand fliegen will. „Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mich die Zeit davor zu isolieren.“ Aber dann ist er am Donnerstag irgendwie im Kitkat-Club gelandet, und dachte sich: Jetzt ist es auch egal. tagesspiegel

Einzelhandel rechnet mit Einbußen infolge von 2G-Regel

Der Berliner Einzelhandel erwartet deutliche Umsatzeinbußen angesichts der seit Samstag geltenden strengeren Corona-Regeln. „Wir verzeichnen bereits Frequenzrückgänge„, sagte Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, am Samstag. Er rechne mit Umsatzeinbußen von 15 bis 30 oder 40 Prozent. Zugleich erneuerte er seine Kritik an der Umsetzung der 2G-Regel wegen der Folgen für die Beschäftigten: „Die Mitarbeitenden müssen die Hilfspolizei geben und bei der Kontrolle die Konfrontationen mit Kunden aushalten.“
Mit Einführung der 2G-Regel haben zu den meisten Geschäften nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Ein negatives Testergebnis reicht nicht mehr. Ausgenommen sind unter anderem Supermärkte, Drogerien und Apotheken. Angesichts der angespannten Corona-Situation sei die Einhaltung von Regeln wichtig, so Busch-Petersen. Er appellierte jedoch erneut an den Berliner Senat, sich mit Stichprobenkontrollen zufrieden geben, wie das etwa in Baden-Württemberg oder im Öffentlichen Nahverkehr möglich sei.
„Derzeit werden die Beschäftigten in eine Situation hineingedrückt, vor der sie Angst haben“, sagte der Hauptgeschäftsführer und verwies darauf, dass Zweidrittel der Beschäftigten im Einzelhandel weiblich seien. Es gebe erste Hinweise darauf, dass sich Mitarbeitende krank meldeten. Die Kontrollen am Eingang Sicherheitskräften zu übertragen, sei keine Lösung: Dafür gebe es nicht genug Personal, zudem entstünden hohe Zusatzkosten. (dpa)

Zahlreiche Maßnahmen nach Corona-Ausbruch im Bergmann-Klinikum

Mit zahlreichen Maßnahmen reagiert Potsdams größtes Krankenhaus Ernst von Bergmann auf einen erneuten Corona-Ausbruch. Es erfolgten engmaschige Tests von Patienten und Mitarbeitern, teilte die Einrichtung am Samstag auf Nachfrage mit. Ein Besuchsverbot für die betroffene urologische Station und ein Aufnahmestopp seien bereits veranlasst worden. Betroffen vom Ausbruch sind demnach Patienten und Mitarbeiter. Zu deren Anzahl machte das Klinikum am Samstag keine Angaben. Auch den Impfstatus der Betroffenen nannte der Versorger aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht.
Derzeit werden nach Angaben der Einrichtung acht Patienten auf der Covid-Intensivstation behandelt, 21 Patienten liegen auf der Covid-Normalversorgungsstation. Ausbrüche seien in der aktuellen Pandemie-Situation leider Teil des „neuen Alltags“ von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern, hieß es weiter von Seiten des Klinikums. Entscheidend sei, diese frühzeitig zu erkennen, die Ursache zu ermitteln, abzustellen und somit schnellstmöglich zu beenden. (dpa)

Corona-Fälle nehmen weiter zu in Berlin

Die Corona-Zahlen steigen auch in Berlin weiter und belasten die Intensivstationen. Laut dem täglichen Lagebericht des Senats stand die Corona-Ampel am Samstag zweimal auf gelb und einmal auf rot. Das System soll warnen, wenn sich die Situation kritisch entwickelt. Die Corona-Inzidenz lag demnach bei 369,6 und stand damit weiter auf rot. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen sich pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen nachweislich mit dem Virus infiziert haben. Bundesweit hat die Inzidenz am Samstag einen Höchststand erreicht und lag laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 444,3.
Ein weiteres wichtiges Kriterium zur Bewertung der Situation ist die Hospitalisierungsinzidenz. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner nach einer Corona-Infektion innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Er lag am Samstag bei 4,1 und zeigte damit wie schon vor einer Woche gelb auf der Corona-Ampel. Der Wert für die Intensivbettenbelegung lag bei 19,1 Prozent.
Laut dem Lagebericht gab es in Berlin bisher insgesamt 5.488.941 Impfungen. 68,9 Prozent der Menschen in Berlin gelten als vollständig geimpft, 71,5 Prozent haben eine erste Impfung erhalten. (dpa)

Projektleiter: Täglich etwa 3000 Impfungen mehr nach Messe-Absage

Infolge der Absage der Grünen Woche werden in Berlin täglich etwa 3000 Impfungen mehr gegen das Coronavirus möglich sein. Davon geht der Projektleiter der Corona-Impfzentren, Albrecht Broemme, aus. „Ab Mitte, Ende Dezember können wir das dann bieten, weil dann der Ausbau des ICC abgeschlossen sein wird“, sagte Broemme dem RBB-Inforadio am Samstag. „Je mehr Impfungen wir an diesen gut organisierten Impfstellen anbieten können, desto effektiver ist das“, meinte er mit Blick auf die angespannte Situation in Hausarztpraxen.
Der frühere langjährige Präsident des Technischen Hilfswerks koordiniert in der Hauptstadt den Aufbau der Zentren. Er hatte schon den Aufbau des Corona-Notkrankenhauses auf dem Messegelände geleitet. An dem Standort sollte nun eigentlich das Impfzentrum für Großveranstaltungen wie die Landwirtschaftsmesse ins ICC weichen. Die Aufbauarbeiten im ICC laufen bereits. Nach dem Aus für die Grüne Woche wird es nun aber beide Impfzentren geben. „Die Absage hat mir auch einen Stich ins Herz versetzt“, sagte Broemme. Sie biete aber eine Chance, mehr Menschen zu impfen.
Broemme zeigte sich zugleich erleichtert darüber, dass Berlin auch in der ruhigeren Phase der Corona-Pandemie zwei der insgesamt sechs Impfzentren nicht geschlossen hat. Nun ginge es darum, Impfprozesse zu optimieren und – ohne Hektik zu verursachen – die Durchlaufzeit für die jeweiligen Impflinge zu verkürzen. (dpa) Grüne Woche 2022 wegen Corona abgesagt – Impfzentrum bleibt länger auf tagesspiegel

Zahl der Corona-Fälle in Brandenburg steigt weiter – Inzidenz landesweit bei 674,7

In Brandenburg bleibt die Zahl der Corona-Ansteckungen auch zum Wochenende weiter hoch. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 674,7 hat das Land nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag weiter den vierthöchsten Wert bundesweit nach Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Am Vortag lag der Wert bei 663,6. Am Samstag vergangener Woche steckten sich 552,4 von 100.000 Menschen mit dem Virus an. Die Corona-Zahlen in Brandenburg liegen damit weiter deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt.
Innerhalb eines Tages kamen nach Angaben des Gesundheitsministeriums 2997 neue Fälle hinzu nach 3302 am Freitag, 11 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Der Süden des Landes bleibt Schwerpunkt bei der Höhe der Corona-Inzidenzen. Im Landkreis Elbe-Elster liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 1592,7 – der vierthöchste Wert in einem Landkreis im Bundesvergleich. Es folgen der Kreis Spree-Neiße (1212,3) und der Kreis Dahme-Spreewald (1042). Fünf Landkreise und zwei kreisfreie Städte lagen am Samstag über einer Inzidenz von 750. Nach fünf Tagen über dieser Marke gibt die jeweilige Kommune Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr bekannt – das ist bereits in vier Kreisen der Fall.
Die Zahl der Infizierten und Erkrankten liegt bei geschätzt rund38.200, in der Vorwoche waren es rund 25.600 Menschen, die sich infizierten oder erkrankten. Die Lage in den Krankenhäusern bleibt weiter äußerst angespannt. Aktuell werden 578 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich 135 auf Intensivstationen, hiervon müssen mit Stand Freitag 118 beatmet werden. Die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz beträgt 4,82. Das bedeutet, dass die Brandenburger Warnampel in diesem Bereich auf gelb steht. (dpa)

Über 200 Corona-Fälle bei Polizei – Keine Folgen für Einsatzfähigkeit

Bei der Berliner Polizei stecken sich immer mehr Mitarbeiter mit dem Coronavirus an. „Es ist – analog zum bundesweiten Anstieg der Inzidenz – eine Steigerung erkennbar“, teilte die Behörde mit. Dies führe derzeit zu keiner Beeinträchtigung der Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Polizei Berlin, hieß es weiter. 
Den Angaben zufolge waren bei der Polizei 216 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter infiziert (Stand: 23. November). Das seien 0,8 Prozent der gesamten Beschäftigtenzahl. 433 Mitarbeiter befanden sich in Quarantäne. (dpa)

Erneut Corona-Ausbruch im Potsdamer Bergmann-Klinikum

Am Potsdamer Klinikum „Ernst von Bergmann“ gibt es einen Corona-Ausbruch auf der Urologie. Betroffen seien bis zu neun Patienten und zwei Mitarbeitende, der Ausbruch werde nun nach dem standardisierten Hygiene- und Sicherheitskonzept von einem Ausbruchsteam unter Leitung des Hygiene-Chefarztes eingedämmt, teilte Klinikum-Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt auf Anfrage der Potsdamer Neuesten Nachrichten mit. Zuvor hatte der RBB über den Ausbruch berichtet.
Um weitere Infektionen auszuschließen, sei ein Aufnahmestopp für die betroffene Station verfügt worden. Alle Patienten des Bereichs sowie alle Mitarbeitenden würden per PCR-Test auf das Virus getestet, um auch mögliche asymptomatische Infektionen festzustellen. Die positiv getesteten Patienten seien auf die Covid-Station verlegt worden, alle weiteren isoliert.
Das Klinikum teilte mit, sämtliche Meldungen des Ausbruchs seien fristgerecht erfolgt. „Alle notwendigen weiteren Maßnahmen sind routinemäßig veranlasst worden, mit dem Ziel, den Ausbruch zeitnah zu beenden. Aus Datenschutzgründen äußert sich das Klinikum nicht zum Impfstatus der Patienten und Mitarbeitenden.“

Das Klinikum betonte, dass Ausbrüche wegen der Pandemie  „leider Teil des neuen Alltags“ von Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern seien. Entscheidend sei, diese frühzeitig zu erkennen, die Ursache zu ermitteln, abzustellen und somit den Ausbruch schnellstmöglich zu beenden. Die „Bearbeitung und das Monitoring von einzelnen Covid-Infektionen oder auch Ausbrüchen“ gehöre inzwischen zur Routine, die „immer in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt“ erfolge.
Am Bergmann-Klinikum hatte es in der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 einen massiven Ausbruch mit zahlreichen Toten gegeben, das Virus hatte sich vor allem auf der Geriatrie ausgebreitet.
Seitdem hat das 1000-Betten-Krankenhaus ein striktes Sicherheits- und Hygienekonzept, das den Angaben nach über die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hinausgehe; unter anderem werde jeder Patient direkt bei der Aufnahme und 48 Stunden später noch einmal getestet. Auch Mitarbeitende müssen sich regelmäßig testen lassen.
Wie es zu dem aktuellen Ausbruch kommen konnte, sei noch nicht ermittelt, sagte Klinikum-Chef Schmidt. (Sabine Schicketanz)
Mehr Aktuelles zur Corona-Pandemie in Potsdam und Brandenburg lesen Sie im Newsblog unserer Kolleg:innen der Potsdamer Neuesten Nachrichten: tagesspiegel

Mehr Corona-Infektionen an Schulen, aber auch mehr Lerngruppen wieder offen

4565 Schüler:innen an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen sowie 293 an öffentlichen Berufsschulen in Berlin sind laut Senatsschulverwaltung aktuell mit dem Coronavirus infiziert. Das sind rund 1,36 Prozent der Schüler:innen an allgemeinbildenden Schulen (Vorwoche: 1,27 Prozent) und 0,45 Prozent der Schüler:innen an den beruflichen Schulen (Vorwoche: 0,37 Prozent).
Die Zahl der wegen Quarantäne geschlossenen Lerngruppen an allgemeinbildenden Schulen hingegen ist gesunken, von 147 in der Vorwoche auf 102. Vor allem in Friedrichshain-Kreuzberg, Steglitz-Zehlendorf und Spandau sind diese Woche viele Schüler:innen in die Schule zurückgekehrt. Die meisten geschlossenen Lerngruppen sind in Marzahn-Hellersdorf: 42 (Vorwoche: 41). An Berufsschulen sind acht Lerngruppen geschlossen (Vorwoche: drei).
Die volle Übersicht über die Corona-Lage an Berliner Schulen veröffentlicht die Senatsschulverwaltung freitags hier unter der Frage „Wie ist die aktuelle Infektionslage in den Berliner Schulen?“.

Grüne Woche abgesagt – Messe-Impfzentrum bleibt länger auf

Eigentlich sollte das Impfzentrum auf dem Messegelände in Westend Mitte Dezember ins benachbarte ICC umziehen, weil die Messe Berlin die Halle wieder für das Messegeschäft nutzen wollte. Im kommenden Januar stand die Grüne Woche an. Nun wurde die Agrarmesse wegen Corona abgesagt, das Impfzentrum soll nun länger geöffnet bleiben. Parallel dazu wird das ICC zum Impfzentrum ausgebaut, wie Berlins Gesundheitssenatorin mitteilte, um das Impfangebot an diesem Standort zu verdoppeln.

Ministerium: Immer mehr Corona-infizierte Schüler und Lehrkräfte

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Lehrer und Schüler in Brandenburg steigt weiter. Am Donnerstag (Stichtag) gab es 490 positiv getestete Lehrkräfte in Brandenburg, in der Woche davor waren es noch 376 (1,5 Prozent mehr), wie das Bildungsministerium am Freitag mitteilte. 687 Lehrer waren in Quarantäne, in der Vorwoche waren es 594 (rund 2,4 Prozent mehr). Die Zahl der positiv getesteten Schüler stieg um rund 2,1 Prozent von 4813 auf 6182 Schüler. Von den 923 Schulen in Brandenburg waren am Donnerstag zwei Schulen geschlossen. In der Woche zuvor waren es noch drei Schulen.
Die Präsenzpflicht an den Brandenburger Schulen wird vom kommendem Montag an laut Ministerium nicht generell aufgehoben. Sie gilt weiterhin für Schüler der Klassen 6, 9 und 10 sowie für die der gymnasialen Oberstufe und der Oberstufenzentren (OSZ). Dagegen können die Eltern von Kindern der Klassen 1 bis 5 entscheiden, ob ihr Kind am Präsenzunterricht teilnimmt oder nicht. Das gilt auch für die Klassen 7 und 8 sowie die Jahrgangsstufen 5 und 6 der Leistungs- und Begabtenklassen und der Förderschulen. Schülerinnen und Schüler, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, haben keinen Anspruch auf Distanzunterricht, also Lernangebote etwa per Videokonferenz. (dpa)

Mehr Impfkapazitäten für Berlin – Warteschlange an neuer Impfstelle

An der neuen Corona-Impfstelle im Einkaufszentrum Ring-Center an der Frankfurter Allee hat es am Freitagmorgen die ersten Impfungen gegeben. 

Bereits am Morgen war der Andrang riesig. Obwohl die Impfstelle erst um 9 Uhr öffnete, kamen einige Menschen schon eine Stunde früher. Um kurz nach 9 Uhr standen Impfwillige von der Frankfurter Allee über die Pettenkoferstraße bis in die Rigaer Straße an, wo sich die Schlage noch einmal bog. Etliche Menschen standen gedrängt bis in den dritten Stock im Treppenhaus des Centers. Gegen 10.30 Uhr warteten einige Impfwillige schon seit mehr als drei Stunden auf den Stich. Auch um kurz nach elf war die Schlange noch lang.
Die Nachfrage sei gut, sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit. Zum Teil habe es dort am Vormittag eine längere Warteschlange gegeben. Bis Freitagmittag hatten rund 140 Berlinerinnen und Berliner eine Impfung bekommen. In der neuen Impfstelle im dritten Stock des Einkaufszentrums sind den Angaben zufolge bis zu 1000 Impfungen am Tag möglich. Sie ersetzt eine frühere, deutliche kleinere Stelle, in der es rund 400 tägliche Impfungen gegeben hatte.
Weitere Impfstellen sind geplant. Sie sind nötig geworden, weil die Nachfrage nach einer Immunisierung deutlich gestiegen ist. Als Gründe dafür gelten die deutliche Zunahme der Infektionszahlen und die verschärften Regeln, die in Berlin von Samstag an für Ungeimpfte gelten. Die bisherigen Impfkapazitäten reichen nach Einschätzung von Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD) schlicht nicht mehr aus.
Schon am Montag soll eine weitere Impfstelle im Freizeitforum Marzahn mit einer Kapazität von 600 täglichen Impfungen an den Start gehen. Am Freitag öffnet dann eine Impfstelle an der Trabrennbahn in Berlin-Karlshorst, in der bis zu 1000 Impfungen am Tag möglich sind. Von den ehemals sechs Impfzentren sind nur noch zwei geöffnet. (Christine van den Berg/dpa)

Coronavirus in Berlin : Gesundheitssenatorin Kalayci fordert bundesweiten Lockdown

Bild: Christine van den Berg

Coronavirus in Berlin : Gesundheitssenatorin Kalayci fordert bundesweiten Lockdown

Bild: Christine van den Berg

Coronavirus in Berlin : Gesundheitssenatorin Kalayci fordert bundesweiten Lockdown

Bild: Christine van den Berg

Update: Woidke will Entscheidung für frühere Corona-Runde am Dienstag – Müller gegen vorgezogene MPK

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) will mit der Frage einer vorgezogenen Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) zur Corona-Lage bis Dienstag warten. „Am kommenden Dienstag wird das Bundesverfassungsgericht über die Regelungen der letzten Bundesnotbremse entscheiden“, sagte Woidke am Freitag. „Da es jetzt um ähnliche Regelungen geht, sollten wir diese Entscheidung abwarten und dann entscheiden, ob eine vorgezogene MPK Sinn macht.“ Brandenburg habe sich immer für weitgehend bundeseinheitliche Regelungen eingesetzt, weil sie die Akzeptanz bei den Bürgern erhöhten.

Woidke hatte zuvor gesagt, er halte eine vorgezogene MPK zur Corona-Lage unter Einbeziehung der künftigen Bundesregierung für sinnvoll. Die Voraussetzung müsse aber sein, dass sich die geschäftsführende und die kommende Bundesregierung abstimmten, sagte Woidke am Freitag RTL/ntv in Berlin. Auch müsse mit den Bundesländern dann über mögliche zusätzliche Maßnahmen gesprochen werden, damit eine solche Runde konkrete Ergebnisse bringe. Bislang ist die MPK für den 9. Dezember angesetzt.
Mit der bisherigen Rechtslage könne er ab 15. Dezember keine Ausgangsbeschränkungen mehr umsetzen, sagte Woidke. Sie gelten in Brandenburg seit Mittwoch für Ungeimpfte in Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 750. Dieser Wert ist in fünf Kreisen sowie in Cottbus und Frankfurt (Oder) überschritten. Aus Sicht von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist ein Vorziehen der MPK überflüssig. „In einigen Teilen Deutschlands gibt es bereits Teillockdowns in Hot-Spot-Regionen. Hinzu kommt die Homeoffice-Pflicht, die 3G-Regel am Arbeitsplatz und im ÖPNV“, sagte der stellvertretende MPK-Vorsitzende am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Die Ampel hat angekündigt, einen Krisenstab einzusetzen. All diese Maßnahmen können erst nach ein bis zwei Wochen überhaupt bewertet werden und messbar wirken.“ Daher sei der 9. Dezember ausgewählt worden. „Jetzt alle paar Tage eine neue MPK zu fordern, ist vor diesem Hintergrund kaum zielführend.“
Vor Woidke hatte sich bereits Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für eine frühere Ministerpräsidentenkonferenz ausgesprochen, um über strengere Corona-Maßnahmen zu beraten. Müller sagte: „Wir haben eine dramatische Lage, die alle Länder dazu zwingt, jetzt schnell zu handeln. Dies war und ist allen Beteiligten der MPK letzte Woche klar gewesen. Deshalb haben wir uns auch so zügig auf Maßnahmen verständigt.“
Jetzt müssten die Länder diese Schritte auch umsetzen. „Und das passiert an vielen Stellen auch: so viele Impfangebote für Booster und Erstimpfungen wie irgend möglich schaffen und diese ausbauen, Veranstaltungen einschränken und absagen, die Plus-Regeln anwenden und dies alles kontrollieren und bei Verstößen sanktionieren“, sagte Müller. „In Berlin haben wir zum Beispiel schon längst schärfere Maßnahmen umgesetzt, als es der MPK-Beschluss vorgibt. Jedes Land ist frei, hier härter einzugreifen als das Mindestmaß.“ (dpa)

Woidke schließt schärfere Corona-Regeln nicht aus

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält weitergehende Beschränkungen wegen der rasanten Steigerung der Corona-Infektionszahlen für realistisch. „Ob der Instrumentenkasten (…) für die Zukunft reicht, da bin ich mir nicht nur nicht sicher, sondern ich glaube es vor dieser Entwicklung nicht“, sagte Woidke am Freitag im Deutschlandfunk. „Da muss mit der Bundesebene gesprochen werden, dass wir weitere Möglichkeiten erhalten.“
Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz auf Bundesebene sind flächendeckende Schließungen von Schulen, Kitas, Betrieben und Geschäften sowie Beschränkungen von Übernachtungsmöglichkeiten und Schließungen von Restaurants vorerst nicht mehr möglich. Das Gesetz soll im Dezember auf den Prüfstand.
„Im Köcher sind jetzt nicht mehr all zu viele Maßnahmen“, sagte der Regierungschef. „Wir reizen den bundesrechtlichen Rahmen aus, den wir heute haben.“ Einen allgemeinen Lockdown gebe dieser Rahmen derzeit nicht her. Schulen will er solange wie möglich offen halten: „Ich würde alles dafür tun und die Rahmenbedingungen so setzen, dass wir möglichst den Kindern den Schulbesuch ermöglichen, dass damit auch ein relativ geordnetes Familienleben möglich ist.“ Die Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg liegt bei knapp 664, das ist nach Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt der vierthöchste Wert.
Woidke sieht angesichts der seit Mittwoch gültigen schärferen Maßnahmen aber keinen unmittelbaren Bedarf für neue Beschränkungen. „Jetzt jede Woche zweimal neu zu beschließen, bringt aus meiner Sicht relativ wenig, weil man die Menschen damit nur irre macht“, sagte er. „Wir müssen die Menschen mitnehmen, dazu gehört eine gewisse Ruhe, auch in einer schwierigen Situation.“ Er sei sich aber nicht sicher, ob noch zehn Tage Zeit seien bis zu einer neuen Entscheidung. Seit Mittwoch gilt die 2G-Regel mit Zutritt für Geimpfte und Genesene neben Gaststätten, Theatern und Kinos auch für den Einzelhandel und Friseurladen. (dpa)

Coronavirus in Berlin : Gesundheitssenatorin Kalayci fordert bundesweiten Lockdown

Ministerpräsident Woidke im Landtag in Potsdam.   Bild: Bernd Settnik/dpa Faustregel: Über 30 gibt’s Moderna. Schwangere bekommen aber auch weiterhin Biontech. Mehr dazu im folgenden Artikel. tagesspiegel

Impfzentrum auf dem Messegelände bleibt bis Februar auf

Das Impfzentrum auf dem Messegelände in Berlin-Westend bleibt bis Februar offen. Das teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Freitag auf Twitter mit. „Parallel wird das ICC zum Impfzentrum ausgebaut, so dass wir unser Impfangebot an diesem Standort verdoppeln werden.“ Ursprünglich war geplant, dass das Impfzentrum in Halle 21 Mitte Dezember ins ICC umziehen sollte, weil die Messe Berlin die Hallen wieder für ihr gewohntes Messegeschäft nutzen wollte.
Wie die Messe am Freitag mitteilte, soll es angesichts der Wucht der vierten Corona-Welle im Januar und Februar keine Großveranstaltungen geben. (dpa)

Veranstalter sagen Grüne Woche ab

Die Grüne Woche 2022 fällt aus. Acht Wochen vor der geplanten Eröffnung sagten die Veranstalter die Agrar- und Ernährungsmesse am Freitag ab. Angesichts der Wucht der vierten Corona-Welle werde es im Januar und Februar keine Großveranstaltungen geben, teilte die Messe Berlin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Davon betroffen ist auch die Fruchthandelsmesse Fruit Logistica; die internationale Fachbesucher-Messe wird von Februar auf Anfang April verschoben.

Nach einer Online-Ausgabe 2021 sollte die Publikumsmesse Grüne Woche am 21. Januar 2022 eigentlich wieder zehn Tage lang für Besucher öffnen. Geplant war, die Hallen am Berliner Funkturm nur für Geimpfte und Genesene zu öffnen (2G). Auf Masken und Abstand halten sollte verzichtet werden.
„Die Internationale Grüne Woche lebt von den Begegnungen, vom Ausprobieren, Entdecken und Schmecken. Unter den gegebenen Voraussetzungen wie Masken und Abständen lassen sich die Erwartungen unserer Besucherinnen und Besucher an die Grüne Woche nicht erfüllen“, sagte Messe-Projektleiter Lars Jaeger die Absage. Der Berliner Senat hatte am Dienstag beschlossen, 2G mit einer Maskenpflicht zu verknüpfen. (dpa)

Corona-Inzidenz in Brandenburg bei 663,6

Die Corona-Zahlen in Brandenburg liegen weiter deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. In den vergangenen sieben Tagen steckten sich im Land 663,6 von 100.000 Menschen mit dem Virus an, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Am Freitag vergangener Woche waren es 507,1 gewesen. Der bundesweite Durchschnitt lag am Freitag bei 438.
Binnen eines Tages infizierten sich in Brandenburg 3302 weitere Menschen, 19 starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Weiterhin ist der Süden des Landes besonders stark betroffen. Im Landkreis Elbe-Elster liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 1573,9. Auch in Oberspreewald-Lausitz und Dahme-Spreewald werden Werte über 1000 erreicht. (dpa)

Inzidenz in Berlin steigt auf 357

Die Corona-Zahlen in Berlin steigen weiter. Die Gesundheitsämter meldeten 2843 Neuinfektionen an einem Tag, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Das waren gut 500 mehr als am Freitag vergangener Woche. Allerdings sind die Zahlen vom Gesundheitsamt Neukölln nicht tagesaktuell, wie mitgeteilt wurde, dies wurde mit „der aktuell hohen Inzidenz und damit verbundener Prozessumstellungen im Gesundheitsamt Neukölln“ begründet. Damit steckten sich in den vergangenen sieben Tagen 357 von 100.000 Berlinerinnen und Berlinern mit dem Virus an.
Vor einer Woche hatte diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 346 gelegen. 19 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Seit Ausbruch der Pandemie sind es nun 3814.
Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in den Bezirken gibt es momentan in Reinickendorf (462), die niedrigste in Marzahn-Hellersdorf (199). Bundesweit liegt sie bei rund 438. (dpa)

Bürgermeister, Stadträtinnen, Bezirksverordnete in Quarantäne

Nach einem Corona-Fall in der Bezirksverordnetenversammlung von Marzahn-Hellersdorf müssen Bürgermeister Gordon Lemm, die Stadträtinnen Nadja Zivkovic und Nicole Bienge und zahlreiche weitere Politiker in Quarantäne. Der Vorgang zeigt auch, wie gefährdet der politische Betrieb in diesen Tagen ist: Am Donnerstagmorgen saß Lemm noch mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und anderen im Rat der Bürgermeister im Roten Rathaus zusammen – wenn auch mit negativem Selbsttest. tagesspiegel Weitere Beiträge Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.