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Coronavirus in Berlin : 29 Prozent mehr Covid-19-Intensivpatienten in einer Woche

Inzidenz steigt leicht auf 140,2 + Charité warnt vor Überlastung + Zwölf landeseigene Teststellen bleiben in Betrieb + Der Corona-Blog für Berlin.

Coronavirus in Berlin : 29 Prozent mehr Covid-19-Intensivpatienten in einer Woche

Aufwendige Behandlung: Die Versorgung eines Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation.Foto: picture alliance/dpa

Die steigenden Fallzahlen in Berlin wirken sich zunehmend auf die Krankenhäuser aus. Auf den Intensivstationen sind 120 Covid-19-Patienten in Behandlung. Vor einer Woche waren es lediglich 93 Patienten oder 9,1 Prozent. Binnen sieben Tagen ist die Zahl der Corona-Intensivpatienten also um 27 Betroffene oder 29 Prozent angestiegen. Die Charité warnt bereits vor einer Überlastung der Intensivstationen. Vorstandschef Heyo Kroemer forderte, wieder Freihaltequoten einzuführen. (Mehr dazu unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Die aktuellen Zahlen: Inzidenz in Berlin steigt leicht auf 140,2. Meldungen nur aus zwei Bezirken – 81 Neuinfektionen.
  • Zwölf landeseigene Teststellen bleiben in Betrieb: Tests gibt es jedoch nicht für alle
  • Mehr Service: Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Berlin – ein Überblick.
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Coronavirus in Berlin : 29 Prozent mehr Covid-19-Intensivpatienten in einer Woche

Zahl der Corona-Intensivpatienten steigt um 29 Prozent in einer Woche

Die steigenden Fallzahlen in Berlin wirken sich zunehmend auf die Krankenhäuser aus. Das lässt sich an den Belegungszahlen der Intensivstationen ablesen. Aktuell sind demnach 120 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung. Diese jüngste Zahl stammt vom Sonnabend, sie wird übers Wochenende nicht aktualisiert. Das entspricht einem Anteil von 11,7 Prozent an den Intensivbetten. Vor einer Woche waren es lediglich 93 Patienten oder 9,1 Prozent. Binnen sieben Tagen ist die Zahl der Corona-Intensivpatienten also um 27 Betroffene oder 29 Prozent angestiegen.
Vor einem Monat, am 1. Oktober, waren 91 Patienten in intensivmedizinischer Behandlung. Seitdem schwankte die Zahl meist um den Wert von 90, fiel manchmal darunter, dann ging es auch wieder über diese Marke. Seit einigen Tagen ist jedoch ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar – inzwischen ist die Zahl deutlich dreistellig.
Die Berliner Corona-Ampel springt erst bei einem Anteil der Covid-19-Patienten an den Intensivbetten von 20 Prozent auf Rot. Die Charité, die die Intensivversorgung nach dem Corona-Notfallplan in Berlin steuert, schlägt jedoch schon jetzt Alarm. Bundesweit stünden erheblich weniger Intensivbetten zur Verfügung als noch vor einem Jahr, weil es inzwischen einen erheblichen Rückgang beim Pflegepersonal gegeben habe, hieß es.
„Wenn sich diese Entwicklung entlang der Prognosen fortsetzt und keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, droht in den nächsten Wochen auch eine deutliche Einschränkung der Versorgung der Nicht-Covid-19-Patientinnen und Patienten“, sagte Charité-Vorstandsmitglied Martin Kreis der Deutschen Presse-Agentur. Vorstandschef Heyo Kroemer forderte, wieder Freihaltequoten einzuführen. Die vorhandenen Intensivbetten seien derzeit vor allem mit Menschen belegt, die nicht am Coronavirus erkrankt seien. Dadurch stünden kaum freie Betten für die Covid-19-Versorgung zur Verfügung. tagesspiegel Kein Beitrag vorhanden

Inzidenz in Berlin steigt leicht auf 140,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin ist wieder leicht gestiegen. Wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung von Montagmorgen hervorgeht, steckten sich rechnerisch 140,2 von 100.000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus an. Am Sonntag hatte der Wert bei 139,2 gelegen, eine Woche zuvor bei 122,8.
Innerhalb eines Tages wurden 81 neue Ansteckungen gemeldet, am Sonntag waren es 178 gewesen. Der aktuelle Bericht enthält jedoch nur Meldungen aus zwei von zwölf Bezirken: 65 neue Fälle in Spandau, 16 in Treptow-Köpenick, Einschränkungen bei den Gesundheitsämtern sind am Wochenende üblich. Seit Beginn der Pandemie starben 3704 Menschen in Berlin im Zusammenhang mit Covid-19, am Montag wurden den zweiten Tag in Folge keine neuen Todesfälle registriert. Auch dies kann jedoch mit den Einschränkungen bei den Meldungen am Wochenende zu tun haben.
Die Inzidenz ist nur ein Wert, um die Entwicklung in der Pandemie zu beurteilen. Die Corona-Ampel des Berliner Senats zeigte hier am Montag Rot. Die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten wurde zuletzt mit Gelb bewertet, die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz mit Grün. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner nach einer Corona-Infektion innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden.
Etwa zwei Drittel der Berlinerinnen und Berliner sind nach Angaben der Gesundheitsverwaltung vollständig gegen das Virus geimpft. (mit dpa)

Corona-Inzidenz leicht gesunken in Berlin 

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin ist am Sonntag leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 139,2 an. Am Vortag hatte der Wert bei 141,6 gelegen, vor einer Woche bei 123,7. Nach RKI-Angaben gab es in der vergangenen Woche bei steigender Tendenz aber immer wieder leichte Schwankungen.

Innerhalb eines Tages wurden 178 neue Ansteckungen gemeldet, einen Tag zuvor waren es mit 869 Fällen deutlich mehr gewesen. Am Wochenende und zu Wochenbeginn werden neue Infektionen allerdings nicht immer regelmäßig gemeldet. Seit Beginn der Pandemie starben 3704 Menschen in Berlin im Zusammenhang mit Covid-19, am Sonntag wurden keine neuen Todesfälle gemeldet.

Die Inzidenz ist nur ein Wert, um die Entwicklung in der Pandemie zu beurteilen. Die Corona-Ampel des Berliner Senats zeigte hier am Sonntag Rot. Die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten wurde zuletzt mit Gelb bewertet, die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz mit Grün. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner nach einer Corona-Infektion innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden.

Etwa zwei Drittel der Berlinerinnen und Berliner sind nach Angaben der Gesundheitsverwaltung vollständig gegen das Virus geimpft. (dpa)

Berlins zwölf landeseigene Corona-Teststellen bleiben in Betrieb 

Die zwölf landeseigenen Testzentren in Berlin sollen weiter in Betrieb bleiben. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Nach jetzigem Planungsstand ändert sich daran nichts.“ In den Zentren sind aktuell 500 Corona-Tests pro Tag möglich, insgesamt also 6000. Testen lassen können sich dort unter anderem Personen, für die es keine Impfempfehlung gibt, zum Beispiel Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Das gilt auch für Kinder unter zwölf Jahren. Sie müssen für die Schnell- oder PCR-Tests nichts bezahlen.

Seit rund drei Wochen sind Corona-Tests nicht mehr generell kostenlos. Nach einem Beschluss auf Bundesebene endete das Bürgertesten zum Nulltarif am 10. Oktober. Bei privaten Test-to-Go-Stellen fallen Kosten an. Der Gesundheitsverwaltung liegen nach deren Angaben keine verlässlichen Daten dazu vor, wie viele solcher Teststellen es berlinweit zurzeit gibt. Corona-Tests gegen Gebühr waren zunächst auch für die landeseigenen Testzentren im Gespräch, wurden dann aber nicht eingeführt. (dpa)

Erneut mehr Corona-Neuinfektionen in Brandenburg

In Brandenburg nimmt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter zu. Innerhalb von 24 Stunden habe sich die Zahl der bestätigten Fälle um 484 erhöht, teilte am Samstag das Gesundheitsministerium mit Verweis auf Angaben des Robert Koch-Instituts mit. Der bislang höchste Stand in diesem Jahr wurde am 9. April mit 911 Neuinfektionen binnen 24 Stunden erfasst.
In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich rechnerisch 116,4 von 100.000 Menschen. Am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei einem Wert von 110,6, vor einer Woche bei 81,7. Brandenburg nähert sich damit weiter dem bundesweiten Durchschnittswert, den das Robert Koch-Institut am Samstagmorgen mit 145,1 angab.
Die höchste Zahl von Corona-Fällen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner meldeten die Landkreise Elbe-Elster (187,0), Spree-Neiße (151,3) und Oberspreewald-Lausitz sowie die kreisfreie Stadt Cottbus (147,9). Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz verzeichnete am Samstag weiterhin die Stadt Frankfurt (Oder) mit 49,2.
Die Zahl der aktuell Infizierten und Erkrankten liegt bei geschätzt rund 5500, in der vergangenen Woche waren es laut Gesundheitsministerium rund 4000.
Nach den Angaben werden aktuell 153 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus, 37 von ihnen befinden sich auf Intensivstationen, hiervon müssen 28 beatmet werden.
Die Inzidenz ist nur ein Wert, um die Entwicklung in der Pandemie zu beurteilen. Die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz lag bei 3,1. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner nach einer Corona-Infektion innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden.
60,5 Prozent der Bevölkerung im Land sind vollständig geimpft. Darüber hinaus haben bislang mehr als 35.600 Menschen eine Auffrischungsimpfung erhalten. (dpa)

Bezirke erwarten wieder höhere Nachfrage für Corona-Hotlines 

Die Berliner Bezirke rechnen wieder mit einer höheren Nachfrage für Corona-Hotlines. „Es wird nicht davon ausgegangen, dass es einen signifikanten Rückgang an Beratungswünschen geben wird, denn es verändern sich immer noch regelmäßig die gesetzlichen Grundlagen und Vorgaben“, sagte Falko Liecke, Bezirksstadtrat von Neukölln auf dpa-Anfrage.

Auch in anderen Bezirksämtern wie Berlin-Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg oder Spandau gehe man trotz einer Impfquote von knapp 66 Prozent von einem Anstieg der Nachfragen aus. „Die Anzahl der Fragen wird vermutlich steigen, da die Menschen unsicher im Hinblick auf das weitere Prozedere sind, wenn sie zwar geimpft sind, aber dennoch einen Nachweis auf Corona haben“, sagte Michael Waibel, Büroleiter des Bezirksstadtrates für Soziales und Gesundheit in Charlottenburg-Wilmersdorf.
Seit Beginn der Pandemie hat die Gesundheitsverwaltung eine zentrale Hotline eingerichtet, zusätzlich bieten alle zwölf Bezirke eigene Hotlines an. Dort rufen Menschen an, um sich als Kontaktperson oder Verdachtsfall zu melden. Oder auch bei Fragen rund um die aktuellen Hygienevorschriften, Testmöglichkeiten oder Einreisebestimmungen.
Die Nachfrage hänge dabei stark von der Entwicklung der Corona-Fallzahlen ab: Je höher die Zahlen, desto höher sei die Nachfrage, sagte Gudrun Widders, Leiterin des Gesundheitsamtes in Spandau. Außerdem steige die Zahl an Anrufen auch vor Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten, kurz vor beziehungsweise zum Ende von Ferien oder auch nach Änderungen der Corona-Maßnahmen.
Die Auslastung der Corona-Hotline verlaufe – wie die Corona-Pandemie – wellenartig, so Liecke. „Wir rechnen schon damit, dass wir Anstiege haben werden und das Personal wieder aufstocken müssen. Vielleicht nur nicht in dem Ausmaß wie im letzten Jahr“, sagte Widders mit Blick auch auf den bevorstehenden Winter.
Insgesamt sind die Hotline-Anrufe im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutlich zurückgegangen. In der Hotline in Charlottenburg-Wilmersdorf beispielsweise liefen im September 2020 pro Woche durchschnittlich 1700 Anrufe ein – diesen September waren es etwa 450. In Berlin-Mitte hatten letztes Jahr im September wöchentlich etwa 1050 Menschen angerufen, dieses Jahr ungefähr 250. Ähnlich verhält es sich in anderen Bezirken. (dpa)

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 141,6

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Berlin weiter gestiegen, von 137,9 am Freitag auf 141,6 am Samstag. Bei den Bezirken ist Neukölln mit 181,5 Spitzenreiter, Pankow hat mit 81,6 die niedrigste Inzidenz. Die Ampel ist damit, wie schon seit Langem, weiterhin rot.
Innerhalb eines Tages wurden 870 neue Ansteckungen gemeldet, einen Tag zuvor waren es 1071 gewesen. Seit Beginn der Pandemie starben 3704 Menschen in Berlin im Zusammenhang mit Covid-19, damit sind vier Todesfälle hinzu gekommen.
Auch die Auslastung der Intensivbetten mit Corona-Patienten stieg weiter von 10,9 auf 11,7 Prozent – diese Ampel ist damit ebenfalls weiterhin gelb (die Schwelle zu Rot liegt bei 20 Prozent). 

Gesundheitssenatorin warnt vor schwieriger Lage auf Intensivstationen

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat angesichts der Entwicklung in der Corona-Pandemie vor einer Zuspitzung der Situation auf den Intensivstationen gewarnt. „Jetzt in der kalten Jahreszeit steigen die Infektionszahlen stark, und genauso wie in anderen Bundesländern auch ist die Lage auf den Intensivstationen und in den Krankenhäusern zunehmend angespannt“, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. „Ich fordere Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf, bundesweit verbindliche Freihaltequoten für die Versorgung der Covid-19-Patientinnen und -patienten auf den Intensivstationen zu ermöglichen und die Finanzierung auf den Weg zu bringen.“ Die Krankenhäuser dürften mit den finanziellen Folgen nicht alleine gelassen werden.

Gleichzeitig rief Kalayci dazu auf, die Möglichkeiten zum Impfen zu nutzen: „Mein dringender Appell an Über-70-Jährige sowie an Menschen, deren Impfung mit Johnson & Johnson länger als vier Wochen her ist, lautet: Lassen Sie sich auffrischimpfen!
Gesundheitsminister Spahn (CDU) sagte am Freitag im rbb-Inforadio zur Situation in den Krankenhäusern: Dass die Zahlen steigen, sei erwartet worden für Herbst und Winter. „Wichtig ist jetzt, dass wir die Belastung in den Intensivstationen in den Krankenhäusern nicht zu stark steigen lassen. Dass wir wieder vorsichtiger, achtsamer miteinander sind.“ Dazu gehöre das Boostern, also das Auffrischen von Impfungen. Seiner Meinung nach sollten die Bundesländer diese Menschen noch einmal schriftlich einladen. Dafür wolle er nächste Woche bei der Gesundheitsministerkonferenz in Lindau werben. (dpa)

145.000 Berliner haben Auffrischungsimpfung erhalten

In Berlin sind bis zum 28.Oktober insgesamt ca. 145.000 Auffrischungsimpfungen verabreicht worden. Das geht aus einer Tagesspiegel-Anfrage an die Senatsverwaltung für Gesundheit hervor. Circa 63.000 der Impfungen wurden demnach in den Impfzentren und durch die mobilen Impfteams durchgeführt.

Exakte Daten, wie viele Berliner:innen in die Empfehlungsgruppe für eine Auffrischungsimpfung fallen, liegen der Gesundheitsverwaltung nach eigenen Angaben nicht vor. Es fehlten aus datenschutzrechtlichen Gründen etwa Angaben von Personen mit Immundefizienz, denen eine Auffrischungsimpfung empfohlen wird. 
Ebenfalls empfohlen wird die dritte (bzw. zweite bei Johnson&Johnson) Impfung den Ü70-Jährigen. Dieser Personenkreis umfasst in Berlin laut Gesundheitsverwaltung etwa 550.00 Menschen. (Sonja Wurtscheid)

180 Impfdurchbrüche in Pflegeheimen seit dem Sommer

Seit Beginn der vierten Corona-Welle im Sommer 2021 hat es in Berliner Pflegeheimen 180 Impfdurchbrüche bei Bewohner:innen gegeben. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit dem Tagesspiegel auf Nachfrage mit. Demnach wurden in diesem Zeitraum in der stationären Pflege inkl. Tagespflege insgesamt 216 Bewohner:innen positiv getestet. Die Zahl der gegenwärtig infizierten Bewohner:innen in den stationären Pflegeeinrichtungen in Berlin liege bei 99, die Zahl der gegenwärtig infizierten Mitarbeiter:innen bei 47, heißt es von der Gesundheitsverwaltung. (Sonja Wurtscheid)

Johnson&Johnson: Auffrischungsimpfung unabhängig vom Alter

Wer eine Corona-Impfung mit dem Mittel Janssen von Johnson&Johnson erhalten hat, sollte sich unabhängig von seinem Alter um eine Auffrischungsimpfung bemühen. Auf eine entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) weist die Senatsgesundheitsverwaltung hin. Vorgesehen ist dafür eine sogenannte Kreuzimpfung, also die Verabreichung eines anderen Impfstoffes, in diesem Fall: ein mRNA-Impfstoff wie etwa Comirnaty von Biontech oder Spikevax von Moderna nach mindestens vier Wochen (28 Tage) nach der Janssen-Impfung.
Eine Ausnahme gibt es: Sollte nach der ersten Impfung zwischenzeitlich eine per PCR-Test sicher festgestellte Covid-19-Erkrankung aufgetreten sein, wird derzeit keine weitere Impfung empfohlen, wie die Gesundheitsverwaltung weiter mitteilt.
Auffrischungsimpfungen können bei den Hausärzt:innen, den Betriebsärzt:innen, den mobilen Impfteams in den Stadtteilen sowie in den Corona-Impfzentren Messe und Tegel vorgenommen werden. Eine Übersicht der Impfstandorte in Berlin gibt es hier.

Erste Alarmsignale aus den Bezirken

Epidemische Lage beenden: Das findet der Senat richtig. Aber wie soll Berlin mit den stark steigenden Zahlen in den Corona-Winter gehen? Darauf gibt es keine Antwort. Dafür kommen die Gesundheitsämter in den Bezirken allmählich schon wieder an ihre Grenzen. Lesen Sie mehr bei Tagesspiegel Plus. tagesspiegel

Dritter Tag in Folge mit mehr als 1000 Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 137,9

In Berlin zeigen alle Indikatoren der Corona-Pandemie nach oben. Am Freitag vermeldete die Senatsgesundheitsverwaltung 1073 Neuinfektionen, damit gab es am dritten Tag in Folge mehr als tausend neue Fälle. Neun weitere Todesfälle nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus wurden registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg deutlich von 129,4 auf 137,9 – die dazugehörige Ampel ist schon lange rot.
Auch die Zahl der Intensivpatienten nahm weiter zu: von 105 auf 111. Damit stieg die Auslastung der Intensivbetten mit Corona-Patienten von 10,2 auf 10,9 Prozent – diese Ampel ist gelb (die Schwelle zu Rot liegt bei 20 Prozent). Grün ist die Ampel für die Hospitalisierungsinzidenz: Sie stieg allerdings ebenfalls von 3,2 auf 3,9. Der Wert zeigt an, wie viele neue Corona-Fälle es in den Krankenhäusern pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gab.
Nur noch ein Bezirk liegt bei der Inzidenz unter 100 – und das auch nur knapp. In Treptow-Köpenick beträgt sie 99,3. Ähnlich ist die Lage in Pankow (101,7), Marzahn-Hellersdorf (102,5) und Steglitz-Zehlendorf (107,2). Die höchsten Werte wurden in Mitte mit 181,5 und Friedrichshain-Kreuzberg mit 173,3 ermittelt.
Den geringsten Anstieg gibt es dort, wo er am nötigsten wäre: bei den Impfungen. Zwischen 4000 und 6000 kommen derzeit jeden Tag hinzu, die Impfquote klettert dadurch in der Regel nur um ein Zehntelprozent. So auch am Freitag: Da waren 66,5 Prozent der Berlinerinnen und Berliner vollständig und 69,1 Prozent mindestens einmal geimpft. Die Werte am Donnerstag: 66,4 und 69,0 Prozent.

Giffey: Kinder sollten besondere Anlässe wie Halloween wieder feiern können

Halloween ist zurück in der Stadt, und das nach zwei Corona-Jahren, in denen für Kinder nahezu alle Feste ausgefallen sind. „In Gruppen von Tür zu Tür zu laufen und Süßigkeiten zu sammeln – dafür ist aktuell nicht die Zeit“, kommentierte Franziska Giffey (SPD) noch als Bundesfamilienministerin die Halloween-Feiereien im vergangenen Jahr.
Dieses Jahr sagt die designierte Bürgermeisterin Franziska Giffey auf Anfrage: „Ich finde es wichtig, dass Kinder und Jugendliche mehr und mehr zur Normalität zurückkehren können. Dazu gehört auch, dass besondere Anlässe wie das Halloween-Fest wieder gefeiert werden können.“ Angesichts steigender Infektionszahlen verweist sie auf die Corona-Regeln. Der Umzug der Kinder von Tür zu Tür solle unter Einhaltung von Abstand und Masken erfolgen. „Die Masken können ja auch gerne für Hexen, Monster und Gespenster gruselig gestaltet sein“, schlägt Giffey vor. Gerade bei kleineren Kindern, die noch kein Impfangebot hätten, sei weiterhin Vorsicht geboten. (Saara von Alten) tagesspiegel

Neuköllns Bezirksbürgermeister will Impfpflicht für Mitarbeiter von Kliniken, Schulen und Kitas

Der Bezirksbürgermeister von Neukölln, Martin Hikel, befürwortet eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in Krankenhäusern, Schulen und Kitas. Eine generelle Impfpflicht werde nur sehr schwer umzusetzen sein, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im RBB-Inforadio. Deshalb sei noch mehr Aufklärung nötig. „Auf der anderen Seite müssen wir in einzelnen Berufsgruppen darüber sprechen, ob man nicht den Druck ein Stück weit erhöht“, sagte Hikel. „Natürlich ist es fahrlässig, wenn Menschen, die in Krankenhäusern arbeiten, nicht eine Verpflichtung haben, sich impfen zu lassen.“

Coronavirus in Berlin : 29 Prozent mehr Covid-19-Intensivpatienten in einer Woche

Bild: imago/Emmanuele Contini Das gelte von der Reinigungskraft bis zum Chefarzt. „Quasi sämtliche Menschen, die in den Krankenhäusern arbeiten, sollten aus meiner Sicht geimpft sein, um den Virus nicht weiterzutragen“, sagte der Bezirksbürgermeister. „Ähnliches gilt natürlich auch für Menschen, die im pädagogischen Bereich arbeiten, in Schulen, in Kitas, Erzieherinnen, Lehrkräfte“, betonte Hikel. (dpa)

Auch Inzidenz in Brandenburg wieder über 100

Mit dem Coronavirus infizieren sich in Brandenburg wieder mehr Menschen. Erstmals seit Monaten ist die Sieben-Tage-Inzidenz wieder dreistellig. In den vergangenen sieben Tagen steckten sich rechnerisch 104,1 von 100.000 Menschen mit dem Virus an, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag mitteilte. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 70,9 gelegen, eine weitere Woche zuvor bei 51. Brandenburg liegt aber noch unter dem bundesweiten Durchschnitt von rund 130. (dpa)

1147 Neuinfektionen, 105 Intensivpatienten, Inzidenz steigt auf 129,4

Das Coronavirus breitet sich in Berlin wieder schneller aus. In den vergangenen sieben Tagen steckten sich rechnerisch 129,4 von 100.000 Menschen an, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag mitteilte. Berlin liegt damit in etwa im bundesweiten Durchschnitt. Am Donnerstag vergangener Woche hatte der Wert noch bei 108,6 gelegen, eine weitere Woche zuvor bei 79,2. Am Mittwoch lag die Inzidenz in Berlin bei 124,9 und damit über dem Bundesschnitt von 118,0. Deutschlandweit stieg sie jedoch zu Donnerstag sprunghaft auf 130,2 an, erheblich stärker als in Berlin. Auch in der Hauptstadt steht die Corona-Ampel für die Inzidenz weiter auf Rot.
Zum zweiten Mal in Folge wies der Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung am Donnerstag mehr als 1000 registrierte Neuinfektionen aus. Am Mittwoch waren 1082, nun sogar 1147. Erneut wurden sieben Todesfälle infolge einer Corona-Infektion verzeichnet.
Eine starke Zunahme zeigte sich auf den Intensivstationen: Binnen eines Tages mussten dort elf neue Covid-19-Patienten mit schwerem Verlauf aufgenommen werden, die Gesamtzahl ist erstmals seit langem wieder dreistellig – derzeit werden 105 Betroffene intensivmedizinisch behandelt. Ihr Anteil an der Auslastung der Intensivbetten ist erstmals seit langem wieder im zweistelligen Prozentbereich: Der Lagebericht gab sie mit 10,2 Prozent an, nach 9,2 Prozent am Mittwoch. Die dazugehörige Ampel steht auf Gelb, die Schwelle zu Rot liegt bei 20 Prozent. Die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der neuen Corona-Fälle in Kliniken insgesamt binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner, ging von 3,6 am Dienstag über 3,4 am Mittwoch auf 3,2 am Donnerstag leicht zurück.
In kleinen Schritten geht es beim Impfen voran: Etwa zwei Drittel der Berlinerinnen und Berliner sind nach Angaben der Gesundheitsverwaltung vollständig gegen das Virus geimpft. Diesen Schutz haben 66,4 Prozent, mindestens eine Spritze bekamen 69,0 Prozent, das sind jeweils 0,1 Prozentpunkte mehr als am Vortag. (mit dpa) tagesspiegel

Mediziner: Es wird Zeit für die dritte Impfung 

Berliner Mediziner haben dazu aufgerufen, angesichts der steigenden Zahl von Corona-Fällen die Möglichkeiten für eine Auffrischungsimpfung zu nutzen. Es müsse eine Diskussion losgehen über die Drittimpfung, sagte der Allgemeinmediziner Malik Böttcher am Mittwoch in der RBB-„Abendschau“. 
Das sieht auch der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid so: „Grundsätzlich muss man sagen, guckt euch um: Es werden Leute krank, es sterben Leute. Es ist real, es ist nicht eingebildet. Und je weniger ihr geimpft seid, desto größer wird das Problem für euch.“

Auch der Virologe Klaus Stöhr rief dazu auf, sich die sogenannte Booster-Impfung zu überlegen. „Impfstoff ist da, es gibt genügend Betriebsärzte, es gibt Hausärzte, es gibt Impfzentren, da braucht man sich nicht anstellen.“ Die Ständige Impfkommission empfiehlt Auffrischungsimpfungen unter anderem für Menschen ab 70 Jahre und solche mit geschwächtem Immunsystem. Angeraten werden sie auch für Pflege- und medizinisches Personal mit direktem Kontakt zu Patienten sowie Menschen, die den Impfstoff von Johnson & Johnson bekommen haben. (dpa)

Mehr als 1000 Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 124,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin ist erneut deutlich angestiegen. Am Mittwoch wies der Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung sie mit 124,9 aus. Einen Tag zuvor lag sie noch bei 118,7. Am 1. Oktober betrug der Wert lediglich 74,4. Die entsprechende Ampel zeigt weiterhin Rot. Binnen eines Tages registrierten die Gesundheitsämter 1082 Neuinfektionen. Sieben weitere Todesfälle infolge einer Corona-Infektion kamen hinzu.
Der deutliche Anstieg der letzten Zeit schlägt sich bisher allerdings nicht im selben Maße in den Krankenhäusern nieder, auch wenn generell eine Zunahme der Fälle zu verzeichnen ist. Am Mittwoch gab die Verwaltung die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten mit 9,2 Prozent an (Ampel auf Gelb), während die Hospitalisierungsinzidenz, die die Zahl aller neuen Corona-Fälle in Krankenhäusern in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner angibt, bei 3,4 lag (Ampel auf Grün). Zum Vergleich: Am Dienstag betrug die Auslastung 9,7 Prozent, am 1. Oktober 8,8 Prozent; bei der Hospitalisierungsinzidenz lag der Wert tags zuvor bei 3,6 und zu Monatsbeginn bei 1,3. In absoluten Zahlen: Binnen eines Tages ging die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen von 99 auf 94 zurück – zu Monatsbeginn lag sie bei 91.
Fast 4000 zusätzliche Impfungen verzeichneten die Gesundheitsämter an einem Tag. Prozentual gesehen ist der Anstieg hier allerdings gering: Am Mittwoch waren 66,3 Prozent der Berlinerinnen und Berliner vollständig und 68,9 Prozent mindestens einmal geimpft – das langte nicht mal bei der ersten Nachkommastelle für einen Zuwachs. Zu Monatsbeginn betrugen diese Werte 64,2 und 67,4 Prozent.

Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg nimmt weiter zu

Die Sieben-Tage-Inzidenz nimmt in Brandenburg weiter zu: nach einem Wert von 86,1 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche am Montag meldete das Gesundheitsministerium am Dienstag eine Inzidenz von 90. Vor einer Woche wurde ein Wert von 57,8 ermittelt.
Die Gesundheitsämter informierten innerhalb eines Tages über 280 Neuinfektionen, am Montag wurden 102 registriert, vor einer Woche waren es 143.
Den mit Abstand höchsten Inzidenzwert meldete Cottbus mit 171,2, gefolgt von den Landkreisen Spree-Neiße mit 138,9 und Elbe-Elster mit 114,8. Die niedrigsten Werte erreichten der Landkreis Uckermark mit 38,9 und die kreisfreien Städte Frankfurt (Oder) und Brandenburg (Havel) mit jeweils 40,3.
154 Patienten müssen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden, davon befinden sich 34 auf Intensivstationen. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz – die Anzahl der Patienten je 100.000 Einwohner, die mit dieser Erkrankung innerhalb einer Woche stationär aufgenommen wurden – erreichte 2,53 nach 2,13 am Vortag. Mittlerweile sind 3,3 Prozent der verfügbaren Intensivbetten in Krankenhäusern mit Covid-19-Patienten belegt (Vortag: 2,9 Prozent).
Bei dem Anteil der vollständig Geimpften in der Bevölkerung hat Brandenburg nun die Marke von 60,0 Prozent erreicht. Bundesweit liegt der Anteil der vollständig Geimpften an der Bevölkerung bei 66,3 Prozent. (dpa)

995 Neuinfektionen – Inzidenz in Berlin steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin ist am Dienstag erneut gestiegen. Am Dienstag lag sie bei 118,7, die dazugehörige Corona-Ampel steht weiterhin auf Rot. Zum Vergleich: Am Montag wies der Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung die Inzidenz noch mit 114,9 aus, am Dienstag vor drei Wochen, dem 5. Oktober, betrug der Wert lediglich 76,6.
Der Lagebericht wies am Dienstag 995 registrierte Neuinfektionen aus. Ein weiterer Todesfall kam nicht hinzu. Die Impfquote nahm hingegen nur gering zu: Vollständig geimpft sind 66,3 Prozent der Berlinerinnen und Berliner, mindestens einmal geimpft sind 68,9 Prozent, das sind jeweils 0,1 Prozentpunkte mehr als am Vortag. Der Anstieg der Impfquote ist gering: Vor drei Wochen lagen die Werte bei 64,5 bzw. 67,6 Prozent.
Die Belegung der Kliniken steigt allmählich: Am Dienstag betrug der Anteil von Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen 9,7 Prozent, das waren 0,6 Prozentpunkte mehr als am Vortag und 1,6 Prozentpunkte mehr als vor drei Wochen, die Ampel zeigt Gelb. Das entspricht 99 Betroffenen, am 5. Oktober waren es 83. Die Hospitalisierungsinzidenz betrug am Dienstag 3,6. Am Montag lag sie bei 3,2, vor drei Wochen 1,4. Die Ampel zeigt in diesem Bereich Grün an. Weitere Beiträge Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!

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