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Coronavirus in Berlin : 2209 Neuinfektionen, Inzidenz bei 220,8 – 2G womöglich ab Wochenende

Senat einig über Ausweitung der 2G-Regel + Michael Müller: Vorerst keine 2G-Plus-Regelung + Wieder Maskenpflicht an Grundschulen + Der Corona-Blog für Berlin.

Coronavirus in Berlin : 2209 Neuinfektionen, Inzidenz bei 220,8 – 2G womöglich ab Wochenende

Analyse eines Corona-Tests im Labor (Symbolbild).|Foto: Hans Klaus Techt/APA/dpa

Die Inzidenz in Berlin ist sprunghaft angestiegen. Nach 194,5 am Montag lag sie am Dienstag bei 220,8 und damit über dem Bundesschnitt von 213,7. Innerhalb eines Tages registrierten die Gesundheitsämter 2209 Neuinfektionen. Darin sind auch Nachmeldungen vom Wochenende enthalten. (Mehr dazu unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Beschluss in den nächsten Tagen: Senat einig über Ausweitung der 2G-Regel
  • Michael Müller: Vorerst keine 2G-Plus-Regelung mit zusätzlichem Test
  • Maskenpflicht an Grundschulen: Berlin weitet Maßnahme wieder auf Klassen 1 bis 6 aus
  • Mehr Service: Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Berlin – ein Überblick.
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Coronavirus in Berlin : 2209 Neuinfektionen, Inzidenz bei 220,8 – 2G womöglich ab Wochenende

2209 Neuinfektionen – Inzidenz steigt sprunghaft auf 220,8

Die Corona-Inzidenz in Berlin ist am Dienstag sprunghaft angestiegen. Nachdem der Wert in den Vortagen bei unter 200 verharrt war, lag er nun bei 220,8, wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung hervorgeht. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Damit liegt der Wert in der Hauptstadt nun auch deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 213,7.
2209 Neuinfektionen registrierte die Gesundheitsverwaltung innerhalb eines Tages. Zudem wurden fünf weitere Tote im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Der starke Anstieg bei den neuen Fällen und damit auch bei der Inzidenz hängt auch damit zusammen, dass die Gesundheitsämter der Bezirke am Montag Fälle vom Wochenende nachmeldeten, die dann in den Lagebericht für Dienstag eingingen. Am Montag wies dieser lediglich 87 Neuinfektionen aus. (mit dpa) Kein Beitrag vorhanden

Müller: 2G womöglich zum Wochenende, aber keine 2G-Plus-Regelung

Dem scheidenden Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) zufolge könnte eine umfassende 2G-Regelung bereits ab dem Wochenende oder ab Anfang der kommenden Woche gelten. „Wir haben ja beschlossen, in welche Richtung es gehen soll, und das wird jetzt formuliert“, sagte er am Dienstag im RBB-Inforadio. Der Senat wolle die neuen Vorgaben Mitte der Woche in einer Sondersitzung beschließen, „so dass es gegebenenfalls sogar schon zum Wochenende, spätestens aber Anfang der Woche auch umgesetzt werden kann, und das ist schneller als viele andere Bundesländer, die immer noch zugucken, ob irgendwas von der Bundesebene kommt“, sagte Müller.
In welchen Bereichen die 2G-Regel dann konkret gelten soll, ließ Müller noch weitgehend offen. „Es wird in der Gastronomie, es wird dort, wo viele Menschen aufeinandertreffen, bei Veranstaltungen, Kultur, Sport, da wird so etwas auch eine Rolle spielen.“ Es müsse aber unterschieden werden zwischen außen und innen. Eine 2G-Plus-Regel strebe der Senat zumindest in einem ersten Schritt zunächst nicht an. Diese würde bedeuten, dass Geimpfte oder Genesene zum Beispiel für Club-Besuche oder bei Großveranstaltungen zusätzlich noch einen Test vorweisen müssen.
Mit Blick auf Kontrollen kündigte Müller an, dass Polizei und Ordnungsämter „wieder mehr hingucken und schärfer kontrollieren“ würden. Er setze aber auch auf die Eigenverantwortung der Gastronomen: „Wir müssen doch gemeinsam ein Interesse haben, so sicher wie möglich die nächsten Monate zu gestalten“, sagte Müller. Die Bezirke Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg hatten bereits am Montag verstärkte Kontrollen angekündigt, zum Teil auch in größeren Einsätzen mit der Polizei. Die Erfahrung zeigt, dass bisher die Regelungen in Lokalen sehr unterschiedlich umgesetzt werden. Nicht alle überprüfen die Impfnachweise ihrer Gäste. (mit dpa) tagesspiegel

Müller rechnet mit Ministerpräsidentenkonferenz in kommender Woche

Berlins scheidender Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) geht davon aus, dass sich die Länderchefs bald wieder gemeinsam über Corona-Maßnahmen abstimmen werden. „Es ist nötig, und ich gehe auch davon aus, dass wir im Laufe der nächsten Woche wieder zusammenkommen werden“, sagte Müller am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“.
Gerade mit Blick auf grenzüberschreitende Fragen für Arbeitnehmer sei es gut, sich abzustimmen. Allerdings werde es weiterhin regionale Anpassungen in den einzelnen Ländern geben, „weil wir auch bei den steigenden Zahlen ja sehen, dass manche Bundesländer noch besser dastehen als andere“, betonte Müller.
Er äußerte Unverständnis über den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), der zuvor die bundesweite Einführung der sogenannten 2G-Pflicht gefordert hatte. „Wenn Herr Söder es wichtig findet, warum tut er es dann nicht? Die Instrumente sind da.“
„Es geht darum, rechtzeitig zu reagieren“, sagte Müller mit Blick auf die Übereinkunft des Senats vom Montagabend, in den nächsten Tagen eine umfassende 2G-Regelung in Berlin einzuführen. „Wir haben jetzt auch eine 200er-Inzidenz, sehen aber parallel dazu, was in den Krankenhäusern wieder los ist, mehr Verstorbene.“ Es helfe nicht, zuzugucken. 2G sei ein Baustein von mehreren. So seien auch Impfzentren weiter am Netz, um schnell für Auffrischungsimpfungen zu sorgen. Zudem soll die Testpflicht in Pflege- und Altenheimen ausgeweitet werden. (dpa)
tagesspiegel

Senat einig über Ausweitung der 2G-Regel

Berlinerinnen und Berliner ohne Impfschutz müssen sich schon bald auf weitere Einschränkungen einstellen. Der Senat hat sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Telefonkonferenz am Montagabend auf eine umfangreiche Ausweitung der 2G-Regel geeinigt – allerdings noch keinen Beschluss dazu gefasst. 
Angesichts der Pandemieentwicklung und der erheblich gestiegenen Inzidenzzahlen bundesweit – und auch in Berlin – soll künftig der Zutritt zum Beispiel zu Restaurants, Kinos und Theatern nur noch für Geimpfte und Genesene (2G) möglich sein – nicht auch für Getestete (3G). Die Gesundheitsverwaltung soll in Kürze eine entsprechende Vorlage erarbeiten, über die dann in den nächsten Tagen beschlossen werden könnte. Denkbar ist, dass die neue Regelung bereits nächste Woche in Kraft tritt. 
Forderungen, die 2G-Regel in Berlin auszuweiten, sind zuletzt lauter geworden. Am Wochenende hatten sich sowohl die SPD-Landesvorsitzende Franziska Giffey als auch Grünen-Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch dafür ausgesprochen. Aktuell haben zum Beispiel Veranstalter oder Betreiber von Restaurants die Wahl, ob sie den Zutritt zu ihren Innenräumen nur Geimpften und Genesenen erlauben oder auch Getesteten. Im Fall von 2G gilt dann keine Maskenpflicht. (dpa)

Müller: „2G macht deutlich: Es wird ungemütlicher und komplizierter, nicht geimpft oder genesen zu sein“

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller hat sich erneut zum 2G-Modell geäußert – er halte die Einführung dieser Regelung in Berlin für gut möglich. Die steigenden Corona-Infektionszahlen seien ein Zeichen dafür, dass die Pandemie nie aufgehört habe, sagte er am Montagabend im TV-Sender Phoenix. Es sei wichtig nun zu überlegen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Pandemie wieder weiter einzudämmen. Dazu gehöre neben der Diskussion um 2G auch die Beibehaltung der Maskenpflicht sowie mehr Impfungen und auch Booster-Impfungen.
Auch wenn schon viele Menschen geimpft seien, müsse die Impfquote höher sein. Dabei könne auch die Einführung einer 2G-Regelung helfen. „2G macht deutlich: Es wird ungemütlicher und komplizierter, nicht geimpft oder genesen zu sein“, sagte er. Es sollen weiterhin niedrigschwellige Impfangebote gemacht werden, um die bisher Ungeimpften für die Impfung zu motivieren. Dass man eine neuzigprozentige Impfquote erreicht, glaubt er jedoch nicht. „10 bis 15 Prozent werden wir am Ende nicht erreichen können.“
Eine Impfpflicht hält Müller für schwer umsetzbar – sowohl in der politischen Diskussion als auch in der gesellschaftlichen Akzeptanz. In vielen menschennahen Branchen sei die Impfquote bereits sehr hoch. Dass man mit einer Impfpflicht auch noch die letzten Ungeimpften erreichen kann, davon ist Müller nicht überzeugt. „In der Abwägung bin ich immer noch der Meinung: Eine Impfpflicht würde nicht viel helfen in diesen Bereichen.“ 
Zudem äußerte sich Michael Müller zu einem möglichen Lockdown über Weihnachten. „Ich glaube nicht, dass ein weiterer Lockdown über Weihnachten akzeptiert würde.“

Brandenburg prüft Maskenpflicht für Grundschulen

Das Brandenburger Kabinett prüft am Dienstag die Wiedereinführung der Corona-Maskenpflicht für Grundschülerinnen und Grundschüler. Die „B.Z.“ berichtete am Montag online darüber. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur geht die Prüfung aus dem Entwurf für die neue Corona-Verordnung von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hervor. Laut Zeitung ist Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) aber dagegen.
In Brandenburg fiel die Maskenpflicht in diesem Schuljahr zwei Wochen nach den Sommerferien weg. Berlin plant die Maskenpflicht wieder. Das Brandenburger Kabinett berät am Dienstag auch über die 2G-Regel, die schon in Sachsen in vielen Bereichen gilt.
Grünen-Fraktionschefin Petra Budke forderte die Wiedereinführung der Maskenpflicht für Erst- bis Sechstklässler. „Die Maskenpflicht in den Grundschulen muss jetzt kommen“, sagte Budke. „Wir müssen einfach dafür sorgen, dass unsere Schulen sichere Orte sind, denn wir wollen sie ja auf jeden Fall offen halten.“ (dpa)

Maskenpflicht an Berliner Grundschulen wieder in Kraft 

Nach der Sitzung des Hygienebeirats am Montag hat die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres entschieden, die Maskenpflicht wieder auf die Jahrgangsstufen 1 bis 6 auszuweiten. Das teilte die Bildungsverwaltung am Montag mit. „Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, weil ich weiß, wie sehr das Maskentragen Kinder belasten kann“, sagte Scheeres laut Mitteilung. 
Angesichts des dynamischen Infektionsgeschehens in ganz Deutschland wollen wir vorsichtig sein und haben deshalb die Maskenpflicht auch wieder auf jüngere Schülerinnen und Schüler ausgeweitet.“ Es sei wichtig, dass der Präsenzunterricht an Berliner Schulen weiterhin umfänglich stattfinden könne. Schon im Laufe der Woche soll die Maßnahme umgesetzt werden.
Außerdem soll es für Schülerinnen und Schüler vorerst weiterhin drei Corona-Tests wöchentlich in den Schulen geben. Das war ursprünglich nur für die beiden ersten Wochen nach den Herbstferien vorgesehen. Danach sollten es zwei pro Woche sein.
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Mehr Corona-Impfungen in Berliner Arztpraxen 

Berliner Arztpraxen verzeichnen eine gestiegene Nachfrage nach Impfungen gegen das Coronavirus. Nach eher ruhigen Impfwochen mit durchschnittlich 35 000 Impfungen seit Mitte August habe die Zahl der Impfungen in den Berliner Praxen wieder zugenommen, teilte die Kassenärztliche Vereinigung am Montag in Berlin mit. So seien in der vergangenen Woche bereits rund 55 000 Impfungen durchgeführt worden, hieß es.

Es sei davon auszugehen, dass bei steigender Nachfrage von Impfinteressierten die Zahl der Impfungen in den Praxen weiter ansteigen werde. Im Schnitt impfen demnach in Berlin derzeit pro Woche rund 1500 Praxen. Insgesamt wurden in den Arztpraxen bislang rund 2,2 Millionen Impfungen durchgeführt. (dpa)
Berliner Corona-Inzidenz liegt noch unter 200 – Vier Bezirke über BundesschnittAnders als bundesweit hat die Corona-Inzidenz in Berlin den Wert von 200 noch nicht überschritten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag steckten sich in den vergangenen sieben Tagen 194,5 von 100.000 Menschen in der Stadt mit dem Virus an. Das ist deutlich mehr als am Montag vor einer Woche, als ein Wert von 140,2 genannt wurde.
Bundesweit war die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Montag auf 201,1 gestiegen und erreichte damit den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Darüber liegen unter den zwölf Berliner Bezirken Reinickendorf, Spandau, Mitte und Neukölln.
Nach den Daten des Tagesspiegel Innovation Labs, das die Fallzahlen in Zusammenarbeit mit der Firma Risklayer und dem Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology am Karlsruher Institut für Technology (KIT) eigenständig erhebt, erreichte die Inzidenz in Berlin am 23. Dezember 2020 ihren Höhepunkt. Sie lag damals bei 244. 
Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Berlin nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts 231.264 Menschen angesteckt. 3735 starben demnach im Zusammenhang mit einer Infektion. (dpa)

Corona breitet sich in Brandenburg immer schneller aus

Das Coronavirus breitet sich nach amtlichen Daten immer schneller in Brandenburg aus. In den vergangenen sieben Tagen steckten sich im Land demnach 232,5 von 100.000 Menschen an, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag mitteilte. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 128,3 gelegen. Brandenburg liegt damit über dem bundesweiten Durchschnitt von 201,1.
Besonders hoch ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Süden des Bundeslands. Im Kreis Elbe-Elster liegt sie laut RKI bei 609,4. Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz liegen jeweils über 370. (dpa)

Berlins Grundschulen vor Rückkehr zur Maskenpflicht

In den Grundschulen könnte es womöglich schon bald wieder strengere Regeln geben. Am Montag tagt turnusmäßig der Hygienebeirat, der Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) in Pandemiefragen berät. Angesichts der hohen Berliner Inzidenzen in der Altersgruppe der Fünf- bis Neunjährigen (498) und der Zehn- bis 14-Jährigen (557) wird damit gerechnet, dass der Beirat die Rückkehr der Maskenpflicht an den Grundschulen empfehlen wird.
Hier war sie zwischenzeitlich aufgehoben worden, an den weiterführenden Schulen wurde sie beibehalten. Unter den 15- bis 19-Jährigen, die inzwischen schon geimpft werden können, liegt die Inzidenz bei 261, altersunabhängig in Berlin bei 195. Zudem wird davon ausgegangen, dass es nach der Beiratssitzung bei der wöchentlich dreimaligen Testpflicht bleibt.
Reinickendorfs Amtsarzt Patrick Larscheid sagte dem Tagesspiegel am Sonntag, es werde nach Einschätzung des medizinischen Teils des Beirats mit der Wiedereinführung der Maskenpflicht an den Grundschulen „zu einer Veränderung der Inzidenz bei Kindern kommen“. Das werde aber „keinen nennenswerten Effekt auf die Belastung des pädiatrischen Versorgungssystems haben“, weil es auch ohne Masken kaum kranke Kinder gebe, die ärztlicher Hilfe bedürfen. tagesspiegel

+Exklusiv+ Senat plant flächendeckende Einführung von 2G in Berlin

Den ganzen Tag über gab es schon Andeutungen, Forderungen und Unterstützung für diesen Schritt aus den drei Parteien der Regierungskoalition – nun bestätigt die Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD): Der Senat bereitet 2G vor. Womöglich könnte der Zutritt in vielen Bereichen schon Ende der Woche auf Geimpfte und Genesene beschränkt werden. Lesen Sie mehr im folgenden Artikel. tagesspiegel „Fake-Impfpässe“ werden sogar im Netz angeboten. tagesspiegel

Giffey will strengere Corona-Regeln mit mehr 2G

Berlins SPD-Landesvorsitzende Franziska Giffey hat sich für strengere Corona-Regeln ausgesprochen. „Wir müssen alles dafür tun, einen weiteren Lockdown, insbesondere die Schließung von Schulen und Kitas, zu vermeiden.“ Das teilte Giffey, die sich im Dezember zur Regierenden Bürgermeisterin wählen lassen will, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mit. „Angesichts der weiter steigenden Infektionszahlen plädiere ich für die Pflicht zur Anwendung und Ausweitung der 2G-Regel an Orten und bei Ereignissen, an denen viele Menschen zusammenkommen.“
Mit der 2G-Regel wird der Zugang auf Geimpfte und Genesene beschränkt. Nach Giffeys Worten müssen aber Ausnahmen bleiben für Kinder und diejenigen, für die es keinen Impfstoff gibt oder die sich nicht impfen lassen können. „Für alle anderen sollte gelten: Ungeimpfte können zum Beispiel keinen Zugang zu Kultureinrichtungen, Clubs, Fitnessstudios, Restaurants, Kinos oder auch zu Besuchen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen bekommen.“
Die Lage sei ernst, hob Giffey hervor. Deshalb seien wieder strengere Regeln erforderlich. Das Infektionsgeschehen müssen eingedämmt werden. Die Berlinerinnen und Berliner, die Wirtschaft sowie Kultur- und Sportveranstaltungen bräuchten Planungssicherheit. Deshalb müsse auch wieder verstärkt kontrolliert werden, ob die Corona-Regeln eingehalten werden.
Derzeit gilt in Berlin, dass Betreiber etwa von Restaurants oder Veranstalter selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu ihren Innenräumen Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder nur noch Geimpften und Genesenen (2G). Im Falle von 2G entfällt die Maskenpflicht. Weihnachtsmärkte sind in Berlin je nach Ort mit 2G oder 3G geplant. Für Clubs und andere Anbieter von Tanzveranstaltungen ist dagegen 2G schon vorgeschrieben. (dpa)

Berliner Corona-Impfzentren bauen Angebot wieder aus  

Die Nachfrage nach Corona-Impfungen in den Berlinern Impfzentren Messe und Flughafen Tegel steigt nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Wir verzeichnen seit gut einer Woche in den Impfzentren, aber auch bei den mobilen Impfteams einen deutlichen Anstieg an Impfungen“, sagte der Berliner DRK-Präsident Mario Czaja der „Berliner Morgenpost“ (Sonntag). Ein Großteil der Termine entfällt demnach auf sogenannte Booster-Impfungen, die Auffrischung für Menschen, die schon vollständig geimpft waren.

„In der Messe wird das Personal jetzt weiter aufgestockt, damit wir relativ kurzfristig nicht nur 2000 Personen am Tag, sondern 3000 impfen können“, sagte Czaja. Das Impfzentrum Messe wird von den Maltesern betrieben. Der katholische Hilfsdienst hatte am Mittwoch mitgeteilt: „Die Hütte ist wieder voll und wir erleben einen Booster-Boom in unserem Impfzentrum.“ Auch Ungeimpfte seien weiter hochwillkommen.
Das Rote Kreuz betreibt das Impfzentrum Tegel. Bei weiter steigendem Bedarf soll nach Czajas Angaben auch im früheren Flughafen zusätzliches Personal eingesetzt. Neben den Impfzentren gibt es Impfstationen und mobile Angebote wie den Impfbus. Impfungen sind weiterhin auch bei Hausärztinnen und Hausärzten möglich. (dpa) 

Die Auslieferung von Luftfiltern verzögert sich

Nicht einmal jedes zweite Klassenzimmer in Berlin hat ein Luftfiltergerät. Lesen Sie in diesem Tagesspiegel-Plus-Text, wo die Geräte noch fehlen und wie es jetzt weitergeht.  tagesspiegel

Inzidenz in Berlin weiterhin hoch

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Berlin liegt derzeit bei 195,3, wie aus dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung am Sonntag hervorgeht. Am Vortag lag sie bei 199. Die Bezirke mit den höchstens Inzidenzen sind Reinickendorf (261), Spandau (220) und Mitte (221). 
119 Menschen werden derzeit in Berlin auf den Intensivstationen behandelt. Der Chef des Charité-Klinikpersonalsrats hat angekündigt, dass demnächst wohl wieder planbare Operationen verschoben werden müssen. 

tagesspiegel

Jarasch: Wir brauchen keinen Lockdown 

Grünen-Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch hält einen weiteren Lockdown in Berlin für vermeidbar, fordert aber eine langfristige Strategie für die Corona-Pandemie. „Wir sind durch die gestiegene Impfquote in einer anderen Situation als vor einem Jahr, aber wir sind andererseits erst am Beginn des Winters“, sagte Jarasch der Deutschen Presse-Agentur. Ein Lockdown und präventive Schließungen seien nicht nötig. „Was wir aber dringend brauchen, ist eine „Strategie gesunder Winter“, die ein ganzes Paket an Schutzmaßnahmen beinhaltet, auf die sich die Leute auch verlassen können.“
Zu den Maßnahmen sollten nach Ansicht der Grünen-Politikerin Zugangsbeschränkungen etwa zu Restaurants oder Veranstaltungen abhängig davon gehören, ob jemand bereits geimpft oder genesen ist (2G): „Ich gehe davon aus, dass wir 2G zur Regel machen müssen und 3G zur Ausnahme.“ Ausdrücklich auszunehmen davon sei alles, was die Grundversorgung betreffe, also etwa öffentlicher Nahverkehr oder Einkaufen im Supermarkt. „Das muss ohne Impfen und Tests möglich bleiben.“
Jarasch plädierte dafür, gleichzeitig das Testen wieder auszuweiten. „Und vor diesem Hintergrund sage ich auch in Richtung Bund: Wir brauchen wieder kostenlose Tests. Dass wir wieder flächendeckend kostenlose Tests haben, wäre auch die Voraussetzung für 2G+, also zusätzliche Tests auch für Geimpfte und Genesene.“ Wichtig sei auch, in den Schulen dauerhaft drei Corona-Tests pro Woche beizubehalten, wie das unmittelbar nach den Ferien üblich war.
Kritisch sieht Jarasch eine Impfpflicht etwa für Pflegeberufe. Sie sei ein erheblicher Grundrechtseingriff und etwas, das nur auf Bundesebene entschieden werden könnte. „Auf Landesebene muss es darum gehen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die wir haben, um weiterhin aufzuklären“, sagte Jarasch. „Ich kann mir auch verpflichtende Impfberatungsgespräche vorstellen, gerade für bestimmte Berufe.“ Gleichzeitig müsse auch in der ambulanten Pflege und in Pflegeheimen das Testen hochgefahren werden. „Wir haben schon eine Testpflicht für ungeimpfte Pflegekräfte, aber es kann auch hier sinnvoll sein, die Geimpften ebenfalls zu testen.“ (dpa)

Inzidenz auch in Brandenburg im roten Bereich

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Brandenburg weiterhin auf einem Höchststand für diesen Herbst: Innerhalb eines Tages wurden von den Gesundheitsämtern 1303 neue Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Das waren genauso viele wie am Donnerstag, als ein Höchststand seit Mitte Januar registriert worden war. Vor einer Woche waren es 484 Neuinfektionen innerhalb eines Tages.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche stieg landesweit auf 210,6 und damit deutlich in den roten Bereich der Corona-Warnampel. Vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei 116,4 gelegen.
Aktuell werden 246 Patienten wegen einer Covid-19-Erkrankung in Kliniken behandelt – davon 47 auf Intensivstationen. Vor einer Woche waren es noch 153 Patienten in Krankenhäusern, davon 37 auf Intensivstationen. (dpa)
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