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Chipperfield zwischen Berlin und New York

Zwischen zwei Sanierungsprojekten im deutschen Auftrag hat der britische Stararchitekt Schwerpunkte seiner Arbeit mit historischen Bauten erläutert. Mit seinem Team verfolge er nicht einfach eine formale Idee. «Design ist kein Selbstzweck. Design ist ein Werkzeug, das Dinge ermöglicht», sagte Chipperfield der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Im Fall der Neuen Nationalgalerie ging es nicht darum, die Handschrift von Chipperfield in das Projekt zu bringen, sondern das Gebäude auf sich selbst zurückzuführen.»

Chipperfield zwischen Berlin und New York

© dpa

Der britische Architekt David Chipperfield.

Fünf Jahre lang hat sein Team den ikonischen Bau von Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) saniert. An diesem Sonntag wird das Museum mit drei Ausstellungen eröffnet. Für das Auswärtige Amt baut Chipperfield nun das frühere Goethe-Haus in New York für 20 Millionen Euro um. Auch in dem repräsentativen Palais in Manhattan will er behutsam mit historischer Substanz umgehen. «Wir wollen kein architektonisches Projekt verwirklichen mit wunderbaren Räumen, Fassaden oder sowas. Es geht darum, die Möglichkeiten des Objektes zu erschließen mit dem vorhandenen Gebäude und seinen Zielen, um die es geht, damit beides besser zusammenkommt.» Entstehen soll ein Zentrum für transatlantische Begegnungen. «Wir brauchen mehr und mehr Gelegenheiten für strukturierte Dialoge über für uns heute wichtige Themen. Das war noch nie so notwendig wie jetzt», sagte Chipperfield.

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