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Blog zum 1. Mai in Berlin : Eierwurf auf Giffey bei DGB-Demo – Radkorso laut Organisatoren 2,5 Kilometer lang

20 Demos zum Tag der Arbeit in Berlin + Tausende auf den Straßen + Fahrradprotest im Villenviertel + Polizei will bei Gewalt konsequent eingreifen + Der Demo-Blog.

Blog zum 1. Mai in Berlin : Eierwurf auf Giffey bei DGB-Demo – Radkorso laut Organisatoren 2,5 Kilometer lang

Bei der DGB-Demo flog ein Ei in Richtung von Franziska Giffey, das aber abgewehrt wurde. Die Rede wurde abgebrochen.Foto: AFP

Rund 20 angemeldete Demos, 5500 Polizisten im Einsatz: Tausende sind am 1. Mai in Berlin auf der Straße. Am Brandenburger Tor fand die zentrale Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds statt – die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sprach und war Ziel eines Eierwurfs. Der „My-Gruni“-Fahrradkorso führt ins Grunewalder Villenviertel. Zur Demonstration linker und linksradikaler Gruppen mit dem Titel „Revolutionärer 1. Mai“ am Abend in Neukölln werden 5000 bis 20.000 Teilnehmer erwartet. Alle Entwicklungen begleiten wir in diesem Newsblog.

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Blog zum 1. Mai in Berlin : Eierwurf auf Giffey bei DGB-Demo – Radkorso laut Organisatoren 2,5 Kilometer lang

Buh-Rufe und Eierwurf bei Giffey-Auftritt auf DGB-Demo

Der Auftritt von Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey bei der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) vor dem Brandenburger Tor wurde mit vielen Buh-Rufen und lauten Pfiffen begleitet. Diese kamen aus dem kleinen, aber lautstarken „klassenkämpferischen Block“
DGB-Chef Reiner Hoffmann appellierte an den Respekt derjenigen, Giffey ausreden zu lassen. Was die SPD-Politikerin sagte, war kaum akustisch zu verstehen. „Ich bin als Regierende Bürgermeisterin in Berlin gewählt worden, weil es richtig ist, dass alle in einem demokratischen Land ihre Stimme erheben können. Es ist aber wichtig, zuzuhören“, sagte Giffey. Man habe ein Versprechen abgegeben, „sehr ernsthaft“ mit dem Volksentscheid zu Enteignungen umzugehen. Die Kommission habe ihre Arbeit aufgenommen. Sie betont die betriebliche Mitbestimmung und gute Arbeit in Berlin. In Berlin gebe es „tolle Unternehmen“. industrielle Arbeitsplätze müssten erhalten bleiben. Giffey dankte außerdem der Gewerkschaft.
Schließlich flog ein Ei in Richtung der Regierenden Bürgermeisterin, das aber abgewehrt wurde und sie nicht traf. Die Rede wurde abgebrochen. 
Katja Karger, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, sagte dazu, es sei eine große Ehre, dass Giffey beim DGB aufgetreten sei. Aber: „Kritik ist wunderbar. Aber sie muss diszipliniert erfolgen.“ René Arnsburg, einer der Organisatoren im „klassenkämpferischen Block“, sagte dem Tagesspiegel, er wisse nicht, woher das Ei kam. Das könne auch ein Provokateur gewesen sein. „Wir haben uns friedlich auf unseren Protest verständigt“, sagte Arnsburg. In der DGB-Demo seien 300 bis 400 Mitglieder von linken und sozialistischen Gruppen gelaufen. (Sabine Beikler)

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Beim Auftritt der Regierenden Bürgermeisterin Giffey wurde ein Ei auf sie geworfen, das sie aber nicht traf.   Bild: Sabine Beikler

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Bild: Sabine Beikler

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Bild: Sabine Beikler Kein Beitrag vorhanden

Entspannte Stimmung am Hertzbergplatz 

Hunderte Menschen sitzen auf der Wiese des kleinen Parks an der Sonnenallee. Hier wird um 18 Uhr die „Revolutionäre 1. Mai-Demonstration“ starten, die dieses Jahr über die Reuterstraße nach Kreuzberg ziehen soll. Unklar ist, ob es der Aufmarsch überhaupt über den Landwehrkanal schafft. Im vergangenen Jahr war es bereits in der Sonnenallee zu heftigen Ausschreitungen gekommen, die zu Auflösung des Protests führten. Derzeit ist die Stimmung in Neukölln entspannt, viele sind in Gruppen unterwegs. Bei den Spätis herrscht Hochkonjunktur.

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Bild: Julius Geiler

Vom Coronaverhamloser zum Friedensaktivisten

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„Captain Future“ legt auf   Bild: Christoph M. Kluge Bei der verschwörungsideologischen Demo in Wedding ist der Aktivist Michael Bründel (alias „Captain Future“) als DJ für die Tanzmusik zuständig. Der Mann im gelben Kostüm war seit Anfang 2020 einer der umtriebigsten Aktivisten der Corona-Protestszene. Jetzt demonstriert er mit seinen Anhänger:innen „für den Frieden“.

Fahrraddemo passiert den Innsbrucker Platz

Rollender Protest auf der Berliner Stadtautobahn

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Bild: Jörn Hasselmann

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Bild: Madlen Haarbach

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Bild: Madlen Haarbach

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Bild: Madlen Haarbach

„Bester Radweg Berlins“: Fahrradkorso fährt auf die A100

Die Stadtautobahn wird für die Fahrraddemo gesperrt

Vom Johannaplatz in Grunewald kommend wollen die Demonstranten der „My Gruni“-Demo über die Stadtautobahn nach Neukölln radeln. Dafür soll die Stadtautobahn  vorübergehend gesperrt werden. Die Verkehrsinformationszentrale hatte zuvor eine Sperrung von etwa zwei Stunden in beiden Richtungen zwischen Hohenzollerndamm und Dreieck Neukölln angekündigt.

Verschwörungsideologische Demo in Wedding

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Kundgebung in Wedding   Bild: Christoph M. Kluge Eine Demo aus dem verschwörungsideologischen Spektrum zieht durch Wedding. „Vom Krieg profitiert nur das Kapital!“, lautet das Motto. Bei einer Zwischenkundgebung auf dem Franz-Neumann-Platz fordert eine Rednerin, den ukrainischen Botschafter Andrej Melnyk auszuweisen. „Der Mann gehört in den Knast!“, ruft sie. Die Menge applaudiert. Ein anderer Redner behauptet, in Wirklichkeit stecke der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hinter dem russischen Angriff auf die Ukraine.
Aufgerufen hat ein Bündnis von Kleingruppen, das bisher Demos gegen die Corona-Maßnahmen organisiert hat. Die Demo startete am Nettelbeckplatz und soll am S-Bahnhof Gesundbrunnen enden. Entlang der Route gab es einzelne Gegenproteste von Antifas. Die Polizei schätzte um 15 Uhr, dass etwa 2900 Menschen am My Gruni-Fahrradkorso teilnehmen. Nach Angaben der Organisator:innen sind es 4000 bis 5000 Demonstrierende.

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Bild: Jörn Hasselmann Der My Gruni-Fahrradkorso ist mittlerweile am Johannaplatz in Grunewald angekommen, wo bereits seit 12 Uhr eine Kundgebung mit Redebeiträgen und Musik stattfindet. Der Korso darf allerdings wegen der mehreren tausend Teilnehmer:innen nicht anhalten und fährt jetzt weiter Richtung Autobahn 100 und dann nach Neukölln. 

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Bild: Madlen Haarbach In Redebeiträgen appelliert das selbsterklärte Quartiersmanagement Grunewald an die Bewohner:innen, ihr Vermögen abzugeben und sich selbst zu enteignen . Außerdem werden die vermeintlichen „Probleme“ des Kiezes aufgezählt, neben der „sozialen Abschottung“ etwa auch, dass es keine Spätis gibt. 

MyGruni-Radkorso am Johannaplatz angelangt

Radkorso laut Organisator:innen 2,5km lang

Fahrradkorso rollt durch die Kleiststraße

Giffey kritisiert Eierwurf

Franziska Giffey wurde während ihres Auftritts bei der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) vor dem Brandenburger Tor mit einem Ei beworfen, das allerdings abgewehrt wurde und sie nicht traf. Ihre Rede wurde zeitweise unterbrochen. Aus der Menge wurde lautstark gefordert, den Berliner Volksentscheid zur Enteignung von Wohnungsbauunternehmen umzusetzen.
Giffey kritisierte den Eierwurf später. Dieser sei an der Stelle gekommen, als sie der Polizei für ihren Einsatz gedankt habe, sagte die SPD-Politikerin später. „Solche Aktionen sind weder hilfreich, noch politisch wertvoll. Sie lenken von dem ab, worum es am heutigen Tag eigentlich geht: Solidarität mit der Ukraine, faire Arbeitsbedingungen und Bezahlung und die gemeinsame Bewältigung der Krisen unserer Zeit.“ Und sie fügte hinzu: „Jeder von uns weiß: Proteste am 1. Mai gehören nun mal dazu, Gewalt jedoch nicht. Ich lasse mich in meiner politischen Arbeit davon nicht beirren.“ 
Bei derselben Kundgebung wurde auch DGB-Chef Reiner Hoffmann teils mit Sprechchören unterbrochen. Der Gewerkschaftschef wandte sich gegen eine dauerhafte Erhöhung des Verteidigungshaushalts auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts, wie in der Nato zugesagt. Das Geld werde stattdessen für den Sozialstaat und den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft gebraucht. „Deshalb sagen wir heute klar und deutlich Nein zu einer massiven Aufrüstung“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds. (dpa)

Giffey und Spranger in Kreuzberg

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Franziska Giffey (3.v.l.) und Iris Spranger mit Einsatzkräften   Bild: Christoph M. Kluge Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und die Innensenatorin Iris Spranger (beide SPD) informieren sich in Kreuzberg über die aktuelle Lage. Vor der Feuerwache in der Wiener Straße sprechen sie mit Einsatzkräften.
„Bis jetzt ist alles sehr ruhig“, fasst Spranger die Lage danach zusammen. Für die Polizei seien bereits die letzten beiden Tage eine Herausforderung gewesen, weil Verbote durchgesetzt und Demos abgesichert werden mussten. Doch die Beamt:innen hätten die Situation stets im Griff gehabt.
Am Abend des 1. Mai soll die Zahl der Einsatzkräfte auf 6000 steigen. Die Berliner Einsatzhundertschaften werden wie jedes Jahr von Kolleg:innen aus anderen Bundesländern unterstützt. Das sei für die Polizeien auch eine Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen, um Vorgehensweisen und Taktik zu verbessern. „Die Einsatzkräfte kommen gern nach Berlin“, sagt Spranger.
Auch Franziska Giffey ist zufrieden mit der ruhigen Lage. „Bis jetzt ist es ein normaler Sonntag in Kreuzberg“, sagt sie und schaut auf die vielen Menschen, die vorbeilaufen. Auf den Straßen könne man auch sehen, dass wieder mehr Tourist:innen in die Hauptstadt kommen. 

Radkorso rollt mit mehreren Tausend Teilnehmer:innen über die Leipziger Straße

Fahrradkorso startet Richtung Grunewald

Der Fahrradkorso in den Grunewald ist soeben gestartet. Die Organisator:innen vom selbsterklärten Quartiersmanagement Grunewald sprechen von aktuell 4000 bis 5000 Teilnehmenden. Ziel ist der Johannaplatz, wo bereits seit 12 Uhr eine parallele Kundgebung mit Musik und Redebeiträgen stattfindet  Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass bei der DGB-Demonstration in Berlin-Mitte rund 7500 Menschen protestieren. Die Polizei schätzt die Zahl der Teilnehmenden der My Gruni-Spaßdemo derzeit auf etwa 2000, es kommen allerdings nach wie vor Menschen dazu. Gerade spielt eine Demoband, demnächst soll es los gehen Richtung Grunewald. 

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Bild: Madlen Haarbach

Polizei errichtet massive Absperrungen in Neukölln

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Absperrungen der Polizei in der Sonnenallee   Bild: Christoph M. Kluge Die Sonnenallee ist für den Autoverkehr gesperrt. Die Polizei hat an mehreren Stellen massive Wassertanks als Absperrungen aufgestellt. Neugierige Passant:innen bleiben stehen und klopfen dagegen. „Was ist da drin?“ An der Ecke Hobrechtstraße wird ein Wasserwerfer für den Einsatz vorbereitet. Derweil findet auf dem Hermannplatz ein Flohmarkt statt.

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Wasserwerfer an der Ecke Hobrechtstraße   Bild: Christoph M. Kluge Weitere Beiträge Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!

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