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„Bisschen falsch gewickelt“ : Kühnert faltet bei Anne Will CDU-General Ziemiak zusammen

Im Talk von Anne Will wollte SPD-Politiker Kevin Kühnert klarstellen, was ihn am Unions-Wahlkampf besonders stört. Eine Abrechnung folgte.

„Bisschen falsch gewickelt“ : Kühnert faltet bei Anne Will CDU-General Ziemiak zusammen

SPD-Vize Kevin KühnertFoto: promo

Es ist wieder Rote-Socken-Zeit bei der Union. Spitzenkandidat Armin Laschet steht in den Umfragen mit dem Rücken zur Wand, beziehungsweise mittlerweile hinter der schon totgesagten SPD.

Und im Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Zentrale, wird man offensichtlich zunehmend nervös. So nervös, dass ein Wahlkampfgimmick aus den 90er-Jahren wieder herausgekramt wird. Die rote Socke.

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Seit einigen Tagen warnen Unionspolitiker vor einem Linksrutsch in Deutschland. Konkret: Vor einem von der SPD geführten Linksbündnis. Zur Wahrheit gehört, dass SPD-Mann Olaf Scholz dieses nicht explizit ausschließen will (implizit schon, wie im ersten TV-Triell mit Armin Laschet und Annalena Baerbock).

Dass es zu Rot-Grün-Rot kommt, ist dennoch nicht sonderlich wahrscheinlich. Zum einen sind da die schlechten Umfragewerte der Linkspartei. Zum anderen sind die außenpolitischen Forderungen (Stichwort Nato-Mitgliedschaft Deutschlands) so weit von SPD und Grünen entfernt, dass Koalitionsverhandlungen keinen Erfolg haben dürften.

Genau das wollte SPD-Vorstandsmitglied Kevin Kühnert am Sonntagabend kurz nach dem ersten Triell in der Sendung von Anne Will noch einmal klar machen.

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Nach einer kurzen Vorrede von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak lederte Kühnert los.

„Wer jetzt ernsthaft glaubt, dass mit Olaf Scholz – ich wiederhole: Olaf Scholz – die kommunistische Gewaltherrschaft in Deutschland einzieht, dass der mit der roten Fahne bald durch den Bundestag läuft, der ist ein bisschen falsch gewickelt. Und das wissen die Leute in Deutschland auch“, schimpfte er.

Doch damit nicht genug. Kühnert warf Ziemiak vor, sich nicht mit den Inhalten der SPD auseinanderzusetzen und die inhaltliche Diskussion zu scheuen. Ziemiak hatte zuvor behauptet, dass die SPD erst nach dem Wahltag völlig offenlegen wolle, was sie eigentlich vorhabe.

Er warf Kühnert und dem linken Flügel in der SPD vor, das bestehende politische System überwinden und mit der Partei Die Linke eine Regierung bilden zu wollen.

„Ich sage Ihnen heute voraus“, sagte Ziemiak, „dass Olaf Scholz überhaupt nichts zu melden hat. Wenn es eine Stimme Mehrheit gibt für eine Koalition zwischen der SPD und den Linken mit den Stimmen der Grünen, dann wird es diese Regierungskoalition geben, dann wird es eine Linksregierung in diesem Land geben. Dann verspielen wir alles.“ Ziemiak warnte vor Deindustrialisierung und internationaler Isolation. (Tsp)

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