The latest news, top headlines

Bei verbotener Demo in BerlinKollabierter „Querdenker“ starb an Herzinfarkt

Journalist in Kreuzberg von Fahrrad gezerrt und verprügelt

Bei verbotener Demo in BerlinKollabierter „Querdenker“ starb an Herzinfarkt

Polizeiaufgebot in Berlin: Mehrere Demonstrationen waren verboten worden, darunter eine Kundgebung der Stuttgarter „Querdenken“-Initiative. Gekommen sind viele Menschen dennoch

Foto: Fabian Sommer/dpa Teilen Twittern Senden 02.08.2021 – 19:09 Uhr

Bei der nicht genehmigten „Querdenken“-Demonstration in Berlin ist am Sonntag ein Demonstrant kollabiert und anschließend in der Berliner Charité gestorben.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstagabend mitteilte, hat der Mann einen Herzinfarkt erlitten. Das ist demnach das vorläufige Ergebnis der durchgeführten Obduktion.

Der Mann hatte im Zuge einer Identitätsfeststellung bei der Demonstration am Sonntagnachmittag über ein Kribbeln in Arm und Brust geklagt. Durch polizeiliche Einsatzkräfte seien sofort Erstmaßnahmen getroffen worden, bis sich ein alarmierter Rettungswagen unmittelbar der Versorgung angenommen habe.

Zuvor habe der 49-Jährige gegen 16:20 Uhr eine Polizeisperre durchbrochen und dabei einen Polizeibeamten umgerissen und verletzt. Daraufhin wurde er wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte vorläufig festgenommen.

Der Mann sei später aber in der Charité gestorben. Der vorschriftsgemäßen Praxis folgend sei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Verbotene „Querdenker“-Demo Tausende Demonstranten, 600 Festnahmen in Berlin

Bei verbotener Demo in BerlinKollabierter „Querdenker“ starb an Herzinfarkt

02:00 Quelle: BILD/Martin Heller/WELT, Reuters 02.08.2021

Trotz des Verbots mehrerer Demonstrationen, auch aus der „Querdenker“-Szene, waren in Berlin Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Dabei kam es am Sonntag mehrfach zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei.

Wie die Polizei Berlin am Dienstagabend mitteilte, habe es knapp 1000 Festnahmen gegeben. Die Einsatzkräfte leiteten allein am Sonntag 503 Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts des Widerstandes in 59 und des tätlichen Angriffes gegen Vollstreckungsbeamte in 43 Fällen ein.

Außerdem schrieben die Beamten Anzeigen wegen des Verdachts des besonders schweren Landfriedensbruchs, der Gefangenenbefreiung, des Verstoßes gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz, darunter 238-mal wegen der Teilnahme an einer verbotenen Versammlung, aber auch wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Landes Berlin.

60 Polizistinnen und Polizisten wurden bei der verbotenen Demo teilweise schwer verletzt. Insgesamt waren 2200 Einsatzkräfte vor Ort.

Gewaltsamer Übergriff auf Journalisten

Zu einer brutalen Attacke auf einen Journalisten kam es am Rande der Proteste in Kreuzberg. Jörg Reichel, der Berlin-Brandenburger Landesgeschäftsführer der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) in Verdi, wurde am Rande der Proteste brutal attackiert.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.