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Aussage im Bushido-ProzessSamra: „Die waren wie ein altes Ehepaar“

Aussage im Bushido-ProzessSamra: „Die waren wie ein altes Ehepaar“

Rapper Samra sagte am Montag im Bushido-Prozess aus

Foto: Olaf Wagner Teilen Twittern SendenVon: Anne Losensky 21.03.2022 – 19:42 Uhr

Berlin – Das „Auge der Vorsehung“ sitzt Rapper Samra (27) im Nacken. Sein neuestes Tattoo, ein Auge im Dreieck. Bekannt von jedem Dollarschein. Schläfrig und breitbeinig hängt er mit verschränkten Armen im Zeugenstuhl. „Sitzen Sie mal gerade“, rüffelt der Richter, „sieht ja aus, als ob Sie gleich einschlafen! Wenigstens sind Sie da, gleich haben Sie es hinter sich!“ Samra seufzt: „Hat meine Mama auch gesagt.“

Tag 64 im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker (46) und seine Brüder. 2017 soll der Clan-Chef Millionen von Anis „Bushido“ Ferchichi (43) verlangt haben für das Ende ihrer Geschäftsbeziehung. Es geht um versuchte schwere räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Beleidigung. Viel soll am 18. Januar 2018 in der Puderstraße (Treptow) passiert sein. Rapper Bushido soll im Büro eingesperrt, mit einer Flasche und einem Stuhl beworfen worden sein.

Samra gehört zu den erfolgreichsten Rappern in Deutschland (1,7 Mio. Insta-Follower).

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Aufgewachsen als Hussein Akkouche in Lichterfelde. Ersguterjunge-Signing bei Bushido. Dann die Trennung. Als Zeuge sitzt Samra zwischen den Stühlen. Rechts von sich die Anklagebank mit Clan-Chef Arafat, der ihn fixiert.

Aussage im Bushido-ProzessSamra: „Die waren wie ein altes Ehepaar“

Arafat Abou-Chaker im Gericht (Archivfoto)

Foto: Olaf Wagner

Links von sich die Nebenklagebank mit Anis Ferchichi aka Bushido, der jeden Blickkontakt meidet.

Woher er die beiden kennt? „Durch Musik, ich war bei Bushido unter Vertrag.“ Warum nicht mehr? „Hat menschlich nicht gepasst. Ich wollte öfter releasen. Bushido hatte andere Probleme, die Trennung von Arafat.“ Warum es dazu kam? „Die waren wie ein altes Ehepaar, kein Bock mehr auf Mucke. Ich blieb bei Bushido, weil ich Karriere machen wollte. Der Rest der Künstler war für Arafat.“

Aussage im Bushido-ProzessSamra: „Die waren wie ein altes Ehepaar“

Bushido im Gerichtssaal (Archivfoto)

Foto: Paul Zinken/dpa

Wie die Stimmung war bei der Aufteilung? „Temperamentvoll und launisch. Fünf gegen Bushido, ich für Bushido. Arafat wollte mich dann ins Team holen, ich sollte Bushido dissen.“

Der Richter: „Der musikalische Mann fürs Grobe also. Sie trennten sich dann von Bushido?“ Samra: „Er sagte, mach dein Ding und tschüss.“ Der Richter: „Uns erzählte er hier, die Trennung war, weil Sie Ärger mit Arafat befürchteten.“ Samra schüttelt nur den Kopf.

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