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Abfall: Was bedeutet die neue Mehrwegpflicht für Brandenburg?

Abfall: Was bedeutet die neue Mehrwegpflicht für Brandenburg?

Ein wiederverwendbarer Getränkebecher wird mit Kaffee befüllt. Montag, 09.01.2023, 07:35 Seit Anfang dieses Jahres müssen Gastronomen, die Essen zum Mitnehmen anbieten, unter bestimmten Voraussetzungen Mehrwegverpackungen bereithalten. Der Gaststättenverband hält die Regelung für sinnvoll, äußert aber auch Kritik.

Roy Hartung ist vorsichtig: Noch weiß er nicht, ob er mit seinem Unternehmen Vormark Kochkultur in Perleberg (Landkreis Prignitz) unter die seit Anfang Januar geltende Mehrwegpflicht fällt. Seitdem müssen Gastronomiebetriebe, die Speisen und Getränke zum Mitnehmen verkaufen, neben Einweg- auch Mehrwegverpackungen bereithalten.

Der neuen Vorgabe zufolge darf dasselbe Produkt in der Mehrwegverpackung nicht teurer sein als in der Einwegverpackung. Ausgenommen sind kleinere Geschäfte wie Imbisse, Spätis und Kioske. Allerdings besteht die Möglichkeit, Speisen und Getränke in selbstmitgebrachte Mehrwegbehältnisse füllen zu lassen.

Hartung hat zwei Kantinen in Perleberg, die Essen zum Mitnehmen anbieten. Außerdem beliefert er Privatpersonen, Unternehmen sowie Kitas und Schulen. «Wir denken, dass wir unter die Mehrwegregelung fallen», sagt der Unternehmer. Deswegen hat er für seine Kantinen einen kleinen Stapel an Mehrweggeschirr angeschafft, in denen die Kunden gegen Pfand anstelle von Einwegverpackungen ihr Essen mitnehmen können.

Der Großteil der Gastronomiebetriebe im Land ist nicht betroffen, wie Olaf Lücke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Brandenburg, sagt.

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