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0:4-Schlappe beim FC Bayern München : Der 1. FC Union Berlin ist gegen den Rekordmeister chancenlos

Die Berliner verlieren zunehmend den Anschluss an die Europapokalplätze. Kapitän Christopher Trimmel fiel kurzfristig wegen eines positiven Coronatests aus.

0:4-Schlappe beim FC Bayern München : Der 1. FC Union Berlin ist gegen den Rekordmeister chancenlos

Hier klärt Unions Keeper Andreas Luthe gegen Robert Lewandowski, aber viermal muss er sich geschlagen geben.Foto: Michaela Rehle/AFP

Der 1. FC Union trifft in dieser Saison stets zu denkbar ungünstigen Zeitpunkten auf den FC Bayern. In der Hinrunde empfingen die Köpenicker den Rekordmeister nach dessen 0:5-Pokalblamage gegen Borussia Mönchengladbach und unterlagen mit 2:5. Nun waren sie in München gefordert, nachdem das Team von Julian Nagelsmann zweimal nur unentschieden gespielt hatte und ganz Gutgläubige eine gewisse Spannung im Meisterschaftskampf verspürten. 4:0 (3:0) hieß es am Ende für den Tabellenführer.

Aufgrund zahlreicher Ausfälle mussten beide Trainer improvisieren. Bei den Bayern kamen Tanguy Nianzou und Josip Stanisic ins Team, weil Niklas Süle und Benjamin Pavard fehlten. Sie bildeten mit Dayot Upamecano und Lucas Hernandez eine Viererkette. Unions Coach Urs Fischer musste neben dem gelbgesperrten Grischa Prömel auch auf den erkrankten Niko Gießelmann sowie Kapitän Christopher Trimmel nach einem positiven Coronatest verzichten. Auf der Außenbahn kamen Bastian Oczipka und Julian Ryerson zum Einsatz.

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Und gerade in den ersten Minuten wusste Union, die unerfahrene Bayern-Verteidigung durchaus zu ärgern. In der 6. Minute flankte Ryerson aus dem Halbfeld, der Kopfball von Sheraldo Becker ging nur knapp am Tor vorbei. Kurz danach verlor Upamecano den Ball an Becker, Taiwo Awoniyi verpasste im Zentrum nur knapp.

Doch diese gefährlichen Szenen weckten die anfangs schläfrigen Gastgeber auf. Nach einem Stellungsfehler von Rani Khedira rettete Andreas Luthe, der wieder zurück ins Union-Tor gekehrt war, in allerhöchster Not gegen Robert Lewandowski. Nach einer guten Viertelstunde sah der Berliner Keeper allerdings nicht gut aus, als er einen Flatterball von Kingsley Coman aus recht zentraler Position nicht abwehren konnte.

Torwart Luthe verursacht Elfmeter

Viel fehlte nicht, und Union hätte die passende Reaktion gezeigt. Erst kam Robin Knoche frei vor Manuel Neuer zum Abschluss, unmittelbar darauf versuchte sich Becker mit einer Direktabnahme. Doch wie schon beim ersten Gegentreffer zeigten sich die Bayern höchst effizient. Nianzou übersprang nach einer Ecke Paul Jaeckel und erzielte per Kopf seinen ersten Bundesligatreffer zum 0:2 aus Union-Sicht.

Und es kam sogar noch schlimmer. Unmittelbar vor der Pause kam Luthe einen Schritt zu spät gegen den heranstürmenden Robert Lewandowski und verursachte nach seinem Patzer auch noch einen Elfmeter, den der Pole souverän zu einer 3:0-Pausenführung für die Gastgeber verwandelte.

Die Hoffnung, nach der Pause zumindest etwas Schadensbegrenzung betreiben zu können, zerstreute sich bereits zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff. Jamal Musiala passte in die Mitte, wo Lewandowski bereitstand, um seinen zweiten Treffer des Abends und Saisontor Nummer 31 zu erzielen.

Womit die Dynamik dieser Partie auch stark nachließ. Die Eisernen mühten sich zwar weiterhin, ein Achtungszeichen zu setzen. Allerdings war offensichtlich, dass die Versuche an diesem Abend ins Nichts laufen. Trotz anfänglicher Unsicherheiten präsentierten sich die Münchner souverän, setzten Borussia Dortmund wieder unter Druck, am Sonntag beim 1. FC Köln nachlegen zu müssen.

Nur ein Sieg in sieben Spielen

Gleichzeitig bestätigte sich der jüngste Trend der Eisernen, aufgrund der Ergebnisse erhöht sich das Frustpotenzial. Nur eines der vergangenen sieben Ligaspiele konnte Union für sich entscheiden, fünfmal gingen sie als Verlierer vom Platz. Der letzte Schritt zur 40-Punkte-Marke entwickelt sich trotz fehlender Abstiegsgefahr zu einem zähen Projekt.

„Wir waren mutig und frech nach vorne, hatten unsere Möglichkeiten nach vorne, aber machen drei Geschenke“, sagte Rani Khedira bei Sky. „Du darfst dir gegen solche Gegner keine Fehler erlauben.“ (Tsp)

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